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Gotteswort

13. Dezember 2017


Mittwoch der 2. Adventswoche

Die erste Lesung beginnt mit dem Blick auf den transzendenten Gott, betont aber, dass der Schöpfer, der Heilige, sich um die Schwachen annimmt. Diesen Aspekt hebt Jesus im Evangelium hervor.

Hl. Odilia (g)

Äbtissin, Gründerin von Odilienberg und Niedermünster im Elsass

Odilia, die Heilige des Elsass, Tochter des elsässischen Herzogs, war Äbtissin auf dem nach ihr benannten Odilienberg. Sie soll blind geboren, aber durch die Taufe geheilt worden sein. + um 720.

Hl. Luzia (g)

Jungfrau, Märtyrin in Syrakus

Luzia, die Heilige von Syrakus, wurde in der ganzen Kirche geehrt. Sie dürfte das Martyrium in der Verfolgung Diokletians erlitten haben (um 300).

Kyrie

Christus, du bist gütig und selbstlos. Herr, erbarme dich.
Dein Joch ist sanft und deine Bürde leicht. Christus, erbarme dich.
Du lässt uns Ruhe finden in deinem Herzen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast uns durch Johannes den Täufer gemahnt, Christus, dem Herrn, den Weg zu bereiten. Stärke uns mit deiner Kraft, damit wir nicht müde werden, diesem Ruf zu folgen, sondern die tröstende Ankunft dessen erwarten, der uns Heilung bringt. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 40,25–31

Der erhabene Gott nimmt sich der Schwachen an

Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Wem sollte ich ähnlich sein?, spricht der Heilige. Hebt eure Augen in die Höhe und seht: Wer hat die (Sterne) dort oben erschaffen? Er ist es, der ihr Heer täglich zählt und heraufführt, der sie alle beim Namen ruft. Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner zu fehlen.

Jakob, warum sagst du, Israel, warum sprichst du: Mein Weg ist dem Herrn verborgen, meinem Gott entgeht mein Recht? Weisst du es nicht, hörst du es nicht? Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht. Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er grosse Stärke.

Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen. Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

Der Mensch vor der Grösse Gottes

Die Juden erlebten im Exil zu Babylon grossartige Feiern zu Ehren des dortigen Gottes Marduk und den beeindruckenden Kult der Sterngötter. In diesem Umfeld konnten bei den Juden Minderwertigkeitsgefühle aufkommen: Wer sind wir? Was ist unser Gottesdienst im Vergleich? Der Prophet warnt vor dem Götzendienst. Nachdem er die Götterbilder lächerlich gemacht hat, hebt er im heutigen Text die Transzendenz Gottes hervor. Der ewige Gott ist unvergleichlich grösser als die Götzen; er ist der Schöpfer der Sterne. Er, Gott, zeigt seine Stärke besonders dadurch, dass er den Müden und Schwachen aufhilft. (vgl. Frisque)

Antwortspalm

Psalm 103,1–4.8.10


R: Lobe den Herrn, meine Seele!


Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Seht, der Herr wird kommen, um sein Volk zu retten. Selig, die bereit sind, ihm entgegenzugehen. Halleluja.

Evangelium

Mt 11,28–30

Vom leichten Joch Jesu

In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.

Göttliche Güte

Die Grösse Gottes, der uns in Jesus nahe kommt, zeigt sich besonders in seiner Herablassung zu uns schwachen Menschen. Matthäus, der gern die göttliche Hoheit Jesu betont, zeigt hier wie gütig und menschenfreundlich Jesus ist. Bei ihm finden die schwachen und gestressten Menschen Ruhe. Das Joch Jesu ist leicht; wir müssen uns nicht ängstigen wegen Vorschriften des Gesetzes. In der Bergpredigt hat Jesus ein anspruchsvolles Programm verkündet. Weil sich aber Jesus selber unter das Joch des Kreuzes gebeugt hat, und weil er als Auferstandener die Kraft des Geistes schenkt, ist seine Nachfolge möglich.

Fürbitten

Christus, du bist gütig und selbstlos:

  • Lass alle geplagten und belasteten Menschen bei dir Ruhe finden.
  • Wecke in unserem Volk die Bereitschaft, Flüchtlingen und Obdachlosen zu helfen.
  • Begleite alle Männer und Frauen, die gefährdeten Jugendlichen einen guten Weg zeigen.
  • Schenke im Advent uns selber neuen Sinn für Gottes Hoheit und für seine Güte.

Gott, vertrauensvoll erwarten wir, dass dein Sohn uns nahe kommt, um uns Freude und Frieden zu schenken. Erhöre uns: Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, komm durch dieses heilige Mahl uns schwachen Menschen zu Hilfe. Reinige uns von Schuld und mache uns bereit für das kommende Fest. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.