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Gotteswort

15. November 2017


Mittwoch der 32. Woche im Jahreskreis

Menschliche Autoritäten sind nur Instrumente im Dienst der Autorität Gottes und seiner Gerechtigkeit. (1. Lesung). Jesus betätigt ihre Bedeutung , offenbart gleichzeitig seine einzigartige Hoheit und erwartet Dankbarkeit und Glauben (Evangelium).

Hl. Albert der Grosse (g)

Ordensmann, Kirchenlehrer, Bischof von Regensburg

Albert der Grosse, ein Schwabe, wurde Dominikaner. Er besass ein sehr breites Wissen („magister universalis“). Thomas von Aquin war in Köln sein Schüler. Auf Geheiss des Papstes wurde Albert Bischof von Regensburg. Er trat später von diesem Amt zurück und lehrte wieder in Köln. + 1280.

Hl. Leopold (g)

Markgraf von Österreich

Leopold III., Markgraf von Österreich, war ein kluger und frommer Landesfürst. Er förderte die Klöster. + 1136.

Kyrie

Christus, du bist Gottes Weisheit. Herr, erbarme dich.
Du hast Kranke geheilt, die zu dir riefen. Christus, erbarme dich.
Dir schulden wir Dank für unsere Erlösung. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger und barmherziger Gott, wir sind dein Eigentum, du hast uns in deine Hand geschrieben: Halte fern von uns, was uns gefährdet, und nimm weg, was uns an Seele und Leib bedrückt, damit wir freien Herzens deinen Willen tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Weish 6,1–11

Mahnung an die Herrscher

Hört also, ihr Könige, und seid verständig, lernt, ihr Gebieter der ganzen Welt! Horcht, ihr Herrscher der Massen, die ihr stolz seid auf Völkerscharen! Der Herr hat euch die Gewalt gegeben, der Höchste die Herrschaft, er, der eure Taten prüft und eure Pläne durchforscht. Ihr seid Diener seines Reichs, aber ihr habt kein gerechtes Urteil gefällt, das Gesetz nicht bewahrt und die Weisung Gottes nicht befolgt. Schnell und furchtbar wird er kommen und euch bestrafen; denn über die Grossen ergeht ein strenges Gericht. Der Geringe erfährt Nachsicht und Erbarmen, doch die Mächtigen werden gerichtet mit Macht. Denn der Herrscher des Alls scheut niemand und weicht vor keiner Grösse zurück. Er hat Klein und Gross erschaffen und trägt gleiche Sorge für alle; den Mächtigen aber droht strenge Untersuchung. An euch also, ihr Herrscher, richten sich meine Worte, damit ihr Weisheit lernt und nicht sündigt. Wer das Heilige heilig hält, wird geheiligt, und wer sich darin unterweisen lässt, findet Schutz.

Verlangt also nach meinen Worten; / sehnt euch danach und ihr werdet gute Belehrung empfangen.

Verantwortung vor Gott

Früher pflegten jüdische Schriftsteller die fremden Herrscher als Werkzeuge des Teufels hinzustellen. Jetzt redet ein Weisheitslehrer eine neue Sprache. Er schmeichelt den Herrschern nicht und verteufelt sie nicht, sondern erinnert sie an ihre Verantwortung vor Gott. Gott will, dass auf Erden Gerechtigkeit und Frieden herrschen. Die „Könige“ werden (anders als im alten Orient) nicht in einer göttlichen Rolle gesehen, sondern sind Instrumente im Dienst der Gerechtigkeit. Machtmissbrauch schadet auch ihnen selber.

Antwortspalm

Psalm 82,3–4.6-7


R: Erhebe dich, Gott, und richte die Erde!


Verschafft Recht den Unterdrückten und Waisen,
verhelft den Gebeugten und Bedürftigen zum Recht!
Befreit die Geringen und Armen,
entreisst sie der Hand der Frevler!»

«Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Götter,
ihr alle seid Söhne des Höchsten.
Doch nun sollt ihr sterben wie Menschen,
sollt stürzen wie jeder der Fürsten.»

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Dankt für alles, denn das will Gott von euch, die ihr Christus gehört. Halleluja.

Evangelium

Lk 17,11–19

Der dankbare Samariter

Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns! Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen, wurden sie rein. Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füssen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war aus Samarien. Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, ausser diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.

Frei für die Dankbarkeit gegen Gott

Auf dem Weg nach Jerusalem (Lk !) schickt Jesus zehn aus der Gesellschaft ausgestossene Aussätzige zu den Priestern. Von Jesus geheilt (hier ohne Gesten, nur durch die Annahme seiner Weisung!) können sie sich von den Priestern als gesellschaftsfähig deklarieren lassen. Nur einer, ein Samariter, „kehrt um“, zurück zu Jesus, um ihm und Gott zu danken. Die Einheimischen, die zum Gottesvolk zählen, vergessen ob der Vorschriften und ob ihrer neuen Lage zu Gott aufzublicken und für die Rettung zu danken. – Wenn heute auf Kalenderblättern oder in Morgenansprachen zur Dankbarkeit für den neuen Tag oder für ein fröhliches Gegenüber aufgefordert wird, ist das gut. Solange aber jemand nur Augen hat für sich selber hat, nicht für Gott, fehlt es an der Dankbarkeit gegenüber dem Spender aller guten Gaben. Und: „Wer nur sich selber anblickt, leuchtet nicht.“ (chinesisches Sprichwort)

Fürbitten

Christus, unser Meister, wir bitten um dein Erbarmen:

  • Für alle Christen: Wecke in ihnen das Vertrauen und den Glauben an dich.
  • Für die Mächtigen in Staat und Gesellschaft: Erinnere sie an ihre Verantwortung.
  • Für die Kranken und für die Ängstlichen: Hilf ihnen, auf dich zu vertrauen:
  • Für uns selber: Lass uns einst, zusammen mit den Verstorbenen, dir ewig danken.

Gott, unser Vater, durch Jesus Christus hast du uns erlöst. Erhalte in deiner Kirche den Glauben und die Dankbarkeit für das Erlösungswerk. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, du hast uns mit dem Brot des Himmels gestärkt. Lass deine Kraft in uns wirken, damit wir fähig werden, die ewigen Güter zu empfangen, die uns in diesen Gaben verheissen sind. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.