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Gotteswort

17. November 2017


Freitag der 32. Woche im Jahreskreis

Christus, Wort des lebendigen Gottes. Herr, erbarme dich.
Durch dich wurde alles erschaffen. Christus, erbarme dich.
Du offenbarst dich als Menschensohn. Herr, erbarme dich.

Hl. Gertrud von Helfta (g)

Ordensfrau, Mystikerin

Gertrud stammte aus Thüringen und genoss im Kloster Helfta eine gediegene humanistische und theologische Ausbildung. Christusvisionen begründeten ihren Ruf als (grösste deutsche) Mystikerin. Sie betonte besonders die heilige Eucharistie und verehrte das heiligste Herz Jesu. Fast alle Anrufungen der Herz–Jesu–Litanei finden sich schon bei dieser Benediktinerin. + 13. Nov. 1302.

Kyrie

Allmächtiger Gott, deine Vorsehung bestimmt den Lauf der Dinge und das Schicksal der Menschen. Lenke die Welt in den Bahnen deiner Ordnung, damit die Kirche in Frieden deinen Auftrag erfüllen kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Tagesgebet

Gott, unser Heil, du hast das Werk der Erlösung im österlichen Geheimnis vollendet. Darum verkünden wir in der heiligen Eucharistie den Tod und die Auferstehung deines Sohnes. Schenke uns in dieser Feier immer reicheren Anteil an der Erlösung und lass uns von Tag zu Tag neu erfahren, dass wir gerettet sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Weish 13,1–9

Die Torheit des Götzendienstes

Töricht waren von Natur alle Menschen, denen die Gotteserkenntnis fehlte. Sie hatten die Welt in ihrer Vollkommenheit vor Augen, ohne den wahrhaft Seienden erkennen zu können. Beim Anblick der Werke erkannten sie den Meister nicht, sondern hielten das Feuer, den Wind, die flüchtige Luft, den Kreis der Gestirne, die gewaltige Flut oder die Himmelsleuchten für weltbeherrschende Götter. Wenn sie diese, entzückt über ihre Schönheit, als Götter ansahen, dann hätten sie auch erkennen sollen, wie viel besser ihr Gebieter ist; denn der Urheber der Schönheit hat sie geschaffen. Und wenn sie über ihre Macht und ihre Kraft in Staunen gerieten, dann hätten sie auch erkennen sollen, wie viel mächtiger jener ist, der sie geschaffen hat; denn von der Grösse und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schliessen. Dennoch verdienen jene nur geringen Tadel. Vielleicht suchen sie Gott und wollen ihn finden, gehen aber dabei in die Irre. Sie verweilen bei der Erforschung seiner Werke und lassen sich durch den Augenschein täuschen; denn schön ist, was sie schauen. Doch auch sie sind unentschuldbar: Wenn sie durch ihren Verstand schon fähig waren, die Welt zu erforschen, warum fanden sie dann nicht eher den Herrn der Welt?

Erkenntnis Gottes

Der hebräische Verfasser erklärt, dass die Menschen aus der Schönheit der Geschöpfe die Grösse und Schönheit Gottes erkennen müssten. Stattdessen haben die Menschen die Geschöpfe vergötzt und Gott selber vergessen. Wenn die Kreaturen nicht zu Gott hinführen, werden sie leicht ein Hindernis und der Mensch macht sich zu ihrem Sklaven. – Der Verfasser selber hat aber den lebendigen Gott aus den heiligen Überlieferungen seines Volkes kennen gelernt. So sieht er die Zusammenhänge besser.

Antwortspalm

Psalm 19,2–5b


R: Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes.


Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes,
vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.
Ein Tag sagt es dem andern,
eine Nacht tut es der andern kund.

Ohne Worte und ohne Reden,
unhörbar bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus,
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Richtet euch auf , und erhebt euer Haupt; denn erure Erlösung ist nahe. Halleluja.

Evangelium

Lk 17,26–37

Die Tage des Menschensohnes

Jesus sagte zu den Jüngern: wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein. Die Menschen assen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle. Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie assen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten. Aber an dem Tag, als Lot Sodom verliess, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und alle kamen um. Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn offenbart. Wer dann auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, soll nicht hinabsteigen, um sie zu holen, und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren. Denkt an die Frau des Lot! Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer es dagegen verliert, wird es gewinnen. Ich sage euch: Von zwei Männern, die in jener Nacht auf einem Bett liegen, wird der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. Von zwei Frauen, die mit derselben Mühle Getreide mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.

Da fragten sie ihn: Wo wird das geschehen, Herr? Er antwortete: Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier.

Gottes Tag im Alltag

Die Rede von der Wiederkunft Christi mahnt zur Wachsamkeit. Die Jünger Jesu sollen den Jüngsten Tag nicht irgend in der Ferne erwarten. Sie sollen den Tag des Menschensohnes im Alltag erwarten. Erzählungen der Bibel und Vergleiche sollen zeigen, wie unerwartet Gott mitten im Alltag gegenwärtig ist.

Fürbitten

Christus, Menschensohn:

  • Lass die Menschen die Schönheit der Schöpfung dankbar als Werk Gottes verstehen.
  • Bewahre die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft vor dem Missbrauch der Schöpfung.
  • Hilf den Gläubigen, Gott über den vergänglichen Dingen der Schöpfung nicht zu vergessen.
  • Geleite unsere Verstorbenen in das Land des Lichtes und des Friedens.

Gott, unser Vater, du sorgst für uns in dieser Zeit. Begleite uns auf dem Weg ins ewige Leben. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Wir danken dir, gütiger Gott, für die heilige Gabe in der wir die Kraft von oben empfangen. Erhalte in uns deinen Geist und lass uns dir stets aufrichtig dienen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.