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Gotteswort

18. November 2017


Samstag der 32. Woche im Jahreskreis

Gott ist nicht eine fremde, unnahbare Grösse in einem undefinierbaren Jenseits. Die erste Lesung spricht von Gottes Wort, das machtvoll in die Welt seines Volkes eindringt. Das Evangelium fordert auf, stets und inständig zu beten; denn der Menschensohn will unter uns gegenwärtig sein.

Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul zu Rom (g)

Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul zu Rom. Die alten Basiliken über den Gräbern der Apostel waren unter Kaiser Konstantin erbaut und wurden wiederholt restauriert. Die neue, von Bramante und Michelangelo entworfene Peterskirche wurde am 18. Nov. 1626 eingeweiht. Die St. Paulusbasilika brannte 1823 ab, wurde mit Spenden aus der ganzen Welt erneuert und am 10. Dez. 1854 eingeweiht. Neben der Basilika des Erlösers (Lateran) gelten diese beiden Basiliken sowie S. Maria Maggiore als Patriarchalbasiliken der westlichen Kirche.

Kyrie

Christus, du bist unser Retter. Herr, erbarme dich.
Du bist der gerechte Richter. Christus, erbarme dich.
Du bist der Menschensohn. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, wir gedenken der seligen Jungfrau Maria, die du aus allen Menschen erwählt und geheiligt hast. Höre auf ihre Fürsprache und schenke auch uns Heil und Segen aus der Fülle deiner Gnade. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Weish 18,14–16; 19,6–9

Wie Gott die Welt rettet

Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom königlichen Thron herab als harter Krieger mitten in das dem Verderben geweihte Land. Es trug das scharfe Schwert deines unerbittlichen Befehls, trat hin und erfüllte alles mit Tod; es berührte den Himmel und stand auf der Erde. Plötzlich schreckten sie furchtbare Traumgesichte auf und ungeahnte Ängste überfielen sie. Einer stürzte hier, ein anderer dort halb tot zu Boden und bekannte, aus welchem Grund er sterben musste.

Das Wesen der ganzen Schöpfung wurde neu gestaltet; sie gehorchte deinen Befehlen, damit deine Kinder unversehrt bewahrt blieben.

Man sah die Wolke, die das Lager überschattete, trockenes Land tauchte auf, wo zuvor Wasser war; es zeigte sich ein Weg ohne Hindernisse durch das Rote Meer, eine grüne Ebene stieg aus der gewaltigen Flut. Von deiner Hand behütet, zogen sie vollzählig hindurch und sahen staunenswerte Wunder.

Sie weideten wie Rosse, hüpften wie Lämmer und lobten dich, Herr, ihren Retter.

Neuschöpfung

Der Verfasser erinnert an die Befreiung des Volkes und den Auszug aus Ägypten. Damals hat Gott in seiner Weisheit durch sein mächtiges Wort auch die Schöpfung in sein Heilswerk einbezogen, um den Übergang in eine neue Zukunft zu ermöglichen. – Uns hat Christus, die Mensch gewordene Weisheit, die österliche Befreiung gebracht.

Antwortspalm

Psalm 105,2–3.36-37.42-43


R: Gedenkt der Wunder, die der Herr getan!


Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!
Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen,
sollen sich von Herzen freuen.

Er erschlug im Land jede Erstgeburt,
die ganze Blüte der Jugend.
Er führte sein Volk heraus mit Silber und Gold;
in seinen Stämmen fand sich kein Schwächling.

Denn er dachte an sein heiliges Wort
und an Abraham, seinen Knecht.
Er führte sein Volk heraus in Freude,
seine Erwählten in Jubel.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Durch das Evangelium hat Gott uns berufen zur Herrlichkeit Jesu Christi, unseres Herrn. Halleluja.

Evangelium

Lk 18,1–8

Das Gleichnis vom gottlosen Richter und der Witwe

In Jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:

In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Feind!

Lange wollte er nichts davon wissen. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; trotzdem will ich dieser Witwe zu ihrem Recht verhelfen, denn sie lässt mich nicht in Ruhe. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.

Und der Herr fügte hinzu: Bedenkt, was der ungerechte Richter sagt. Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.

Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?

Bittgebet

Jesus hat seine Jünger gelehrt, um das „Kommen des Reiches“ zu bitten. Dieses „Reich Gottes“ kommt an Ostern, in der Person des verherrlichten Christus. Er soll auch uns selber persönlich gegenwärtig sein. Unser Beten um dieses Kommen Christi soll inständig sein, wie ein inneres Schreien aus unserer Seele. Es soll ausdauernd sein, also nicht bloss ein gelegentliches, vielleicht begeistertes Aufflackern; denn der Menschensohn kann zu jeder Stunde kommen.

Fürbitten

Christus, Menschensohn in der Herrlichkeit Gottes:

  • Lass die Glaubenden mit Vertrauen beten, damit sie dich im Alltag finden.
  • Hilf den Verantwortlichen, die friedliche Zusammenarbeit der Völker zu fördern.
  • Wecke die Hilfsbereitschaft für Alte, Gebrechliche und Unbeholfene.
  • Nimm unsere verstorbenen Angehörigen, Bekannten und Wohltäter auf in deine Herrlichkeit.

Gott, unser Vater, du willst, dass wir inständig beten. So schütze uns in dieser Zeit und führe uns zum ewigen Leben. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Wir danken dir, gütiger Gott, für die heilige Gabe in der wir die Kraft von oben empfangen. Erhalte in uns deinen Geist und lass uns dir stets aufrichtig dienen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.