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Gotteswort

19. Juni 2017


Montag der 11. Woche im Jahreskreis

Was Jesus im Evangelium fordert, wirkt wie eine Zumutung. Auch Paulus kann schockieren. Er hat ein kämpferisches und gleichzeitig sehr sensibles Temperament. Darum arbeitet er gern mit Antithesen (1. Lesung). Paulus kann Beispiel sein, denn ein authentisch christlicher Weg verlangt auch von uns Unübliches.

Hl. Romuald (g)

Abt, Ordensgründer

Romuald stammte aus gehobenen Verhältnissen. Er begann als Eremit ein Leben strengster Askese. Um ihn sammelten sich viele Schüler, für die er ein halb–eremitisches Klosterleben organisierte („Camaldulenser“). Zu seinen Bewunderern zählte der junge, vielversprechende Kaiser Otto III., der sich vermutlich eine bald zum Tod führende Ansteckung zuzog, als er in einer Einsiedelei, im sumpfigen Mündungsgebiet des Po, bei Romuald weilte.

Kyrie

Christus, du bringst uns die Zeit der Gnade. Herr, erbarme dich.
Du bist uns Retter und Helfer. Christus, erbarme dich.
Du schenkst im Heiligen Geist die Liebe Gottes. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Guter Gott. Durch deinen Sohn Jesus Christus hast du begonnen, unter uns Menschen dem Frieden und der Versöhnung Raum zu schaffen. Mach uns zu einer offenen und brüderlichen Gemeinde. Hilf uns, dass wir um seinetwillen einander annehmen und zu verstehen suchen, auch wo wir verschiedener Meinung sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Kor 6,1–10

Die Herrlichkeit der apostolischen Leiden

Als Mitarbeiter Gottes ermahnen wir euch, dass ihr seine Gnade nicht vergebens empfangt. Denn es heisst: Zur Zeit der Gnade erhöre ich dich, am Tag der Rettung helfe ich dir. Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag der Rettung. Niemand geben wir auch nur den geringsten Anstoss, damit unser Dienst nicht getadelt werden kann. In allem erweisen wir uns als Gottes Diener: durch grosse Standhaftigkeit, in Bedrängnis, in Not, in Angst, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Zeiten der Unruhe, unter der Last der Arbeit, in durchwachten Nächten, durch Fasten, durch lautere Gesinnung, durch Erkenntnis, durch Langmut, durch Güte, durch den Heiligen Geist, durch ungeheuchelte Liebe, durch das Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und in der Linken, bei Ehrung und Schmähung, bei übler Nachrede und bei Lob. Wir gelten als Betrüger und sind doch wahrhaftig; wir werden verkannt und doch anerkannt; wir sind wie Sterbende und seht: wir leben; wir werden gezüchtigt und doch nicht getötet; uns wird Leid zugefügt und doch sind wir jederzeit fröhlich; wir sind arm und machen doch viele reich; wir haben nichts und haben doch alles.

Der rechte Dienst zur rechten Zeit

Paulus spricht wiederum von seinem Dienst als Apostel, den er unter unwahrscheinlich vielen äussern Schwierigkeiten und auch innern Schwächen leistet. Er übt ihn aus zur „rechten Zeit“, nämlich zur Zeit, da Gott in seiner Gnade mitten in der Menschenwelt am Werk sein will. Um Mitarbeiter Gottes zu sein, müssen Menschen im Heiligen Geist und in einer Kraft Gottes tätig werden, die allen Belastungen standhält.

Antwortspalm

Psalm 98,1–4


R: Der Herr hat sein Heil enthüllt vor den Augen der Völker.


Singt dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht.
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.

Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt
vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Huld
und an seine Treue zum Hause Israel.

Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Dein Wort, o Herr, ist für meinen Fuss eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade. Halleluja.

Evangelium

Mt 5,38–42

Von der Vergeltung

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.
Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

Gegen den Teufelskreis des Bösen

Jesus führt die Bergpredigt weiter. Für ihn soll wahre Gerechtigkeit den Teufelskreis der Vergeltung durchbrechen. „Gleiches mit Gleichem vergelten.“ ist darum für Jesus kein positiver Massstab. Sonst wird der Schwache leicht das Opfer des Starken. Jesus erwartet eine „grössere Gerechtigkeit“, deren Motiv und Kraft die wohlwollende und wohltuende Liebe ist. – Jesus hebt das alte Gesetz nicht einfach auf, will aber, dass auf den wahren Grund der einzelnen Vorschriften geachtet wird. Sonst kann sich der ursprüngliche Sinn ins Gegenteil verkehren. Jesus hat den Rat, die andere Wange hinzuhalten, beim Verhör vor dem Hohenpriester nicht buchstäblich praktiziert, sondern hat gegen den willkürlichen Schlag protestiert.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, mit dir kommt die Zeit der Gnade und Rettung:

  • Steh deinen Gläubigen bei, damit sie Belastungen standhaft ertragen.
  • Zeige den Gefangenen eine Zukunft und mache ihnen Mut.
  • Segne alle, die sich für Gewaltlosigkeit und Frieden einsetzen.
  • Mache uns und unsere Gemeinschaft offen für die Nöte anderer.

Herr Jesus Christus, du sprichst uns immer wieder an und öffnest unsere Augen für den Weg Gottes. Stärke uns für diesen Weg, damit wir zum Ziel gelangen, zu deinem Vater, mit dem du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, das heilige Mahl ist ein sichtbares Zeichen, dass deine Gläubigen in dir eins sind. Lass diese Feier wirksam werden für die Einheit der Kirche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.