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Gotteswort

19. August 2017


Samstag der 19. Woche im Jahreskreis

Die erste Lesung berichtet über einen Dialog zwischen Josua, dem von Gott bestellten Wortführer, und dem Volk Gottes. Dieses weiss, wie oft sich Gott ihm rettend zugewandt hat, und es erklärt sich bereit, den Bund mit Gott treu zu halten. – Das Evangelium berichtet von der ungewöhnlichen Zuwendung Jesu zu den Schwachen und Geringen.

Hl. Johannes Eudes (g)

Priester, Ordensgründer

Johannes Eudes, Priester und Ordensgründer, arbeitete für die Erneuerung und Vertiefung des religiösen Lebens in Frankreich. + 1680.

Kyrie

Christus, Sohn der Jungfrau Maria. Herr, erbarme dich.
Du schenkst die Gnade der Gotteskindschaft. Christus, erbarme dich
Du berufst uns in das Reich des Himmels. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, auf die Fürsprache der jungfräulichen Mutter Maria schenke uns die Gesundheit des Leibes und das Heil der Seele. Nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit und führe uns zur ewigen Freude. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herr und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jos 24,14–29

Die Versammlung in Sichem (Fortsetzung)

Josua sprach zum Volk: Fürchtet also jetzt den Herrn und dient ihm in vollkommener Treue. Schafft die Götter fort, denen eure Väter jenseits des Stroms und in Ägypten gedient haben, und dient dem Herrn! Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, dann entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stroms dienten, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen. Das Volk antwortete: Das sei uns fern, dass wir den Herrn verlassen und anderen Göttern dienen. Denn der Herr, unser Gott, war es, der uns und unsere Väter aus dem Sklavenhaus Ägypten herausgeführt hat und der vor unseren Augen alle die grossen Wunder getan hat. Er hat uns beschützt auf dem ganzen Weg, den wir gegangen sind, und unter allen Völkern, durch deren Gebiet wir gezogen sind. Der Herr hat alle Völker vertrieben, auch die Amoriter, die vor uns im Land wohnten. Auch wir wollen dem Herrn dienen; denn er ist unser Gott. Da sagte Josua zum Volk: Ihr seid nicht imstande, dem Herrn zu dienen, denn er ist ein heiliger Gott, ein eifersüchtiger Gott; er wird euch eure Frevel und eure Sünden nicht verzeihen. Wenn ihr den Herrn verlasst und fremden Göttern dient, dann wird er sich von euch abwenden, wird Unglück über euch bringen und euch ein Ende bereiten, obwohl er euch zuvor Gutes getan hat. Das Volk aber sagte zu Josua: Nein, wir wollen dem Herrn dienen. Josua antwortete dem Volk: Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, dass ihr euch für den Herrn und für seinen Dienst entschieden habt. [Sie antworteten: Das sind wir.] Schafft also jetzt die fremden Götter ab, die noch bei euch sind, und neigt eure Herzen dem Herrn zu, dem Gott Israels! Das Volk sagte zu Josua: Dem Herrn, unserem Gott, wollen wir dienen und auf seine Stimme hören.

So schloss Josua an jenem Tag einen Bund für das Volk und gab dem Volk Gesetz und Recht in Sichem. Josua schrieb alle diese Worte in das Buch des Gesetzes Gottes und er nahm einen grossen Stein und stellte ihn in Sichem unter der Eiche auf, die im Heiligtum des Herrn steht. Dabei sagte er zu dem ganzen Volk: Seht her, dieser Stein wird ein Zeuge sein gegen uns; denn er hat alle Worte des Herrn gehört, die er zu uns gesprochen hat. Er soll ein Zeuge sein gegen euch, damit ihr euren Gott nicht verleugnet. Dann entliess Josua das Volk, einen jeden in seinen Erbbesitz.

Nach diesen Ereignissen starb Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des Herrn, im Alter von hundertzehn Jahren.

Ein Neubeginn

Josua hat vorher auf die grossen Tagen Gottes für sein Volk hingewiesen. Jetzt erwartet er die Antwort von Seiten aller Zwölf–Stämme, die sich in Sichem versammelt haben. Die Zwölf–Stämme sollen nun im Jahwe–Glauben zu einem einzigen Volk zusammenwachen. In einer Wechselrede, die dreifach ansetzt, erklärt das Volk, dass es sich 1. frei, 2. unwiderruflich und 3. verpflichtend an Jahwe allein bindet. Der neue Bundesschluss soll zeigen, dass sie Gott nicht nur mit den Lippen bekennen, sondern ihm in Tat und Wahrheit dienen wollen. – Die Kirche steht durch Christus in einem neuen Bund mit Gott; Menschen aus allen Völkern gehören ihr an.

Antwortspalm

Psalm 16, 1–2.5.7-9.11


R: Du, Herr, bist mein Anteil und Erbe.


Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir.
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr;
mein ganzes Glück bist du allein.»
Du, Herr, gibst mir das Erbe
und reichst mir den Becher;
du hältst mein Los in deinen Händen.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat.
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.
Ich habe den Herrn beständig vor Augen.
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele;
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
Du zeigst mir den Pfad zum Leben.
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle,
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde; du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen offenbart. Halleluja.

Evangelium

Mt 19,13–15

Jesus und die Kinder

Da brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte und für sie betete. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich. Dann legte er ihnen die Hände auf und zog weiter.

Gering wie ein Kind

Jesus selber hat Geringschätzung und Leiden erfahren. Er hat offene Augen für die Geringgeachteten und die Armen im Land. Er korrigiert seine Jünger, wenn sie meinen, dass der Meister nicht mit der Segnung von Kindern Zeit verlieren soll. Kinder zählten damals wenig. Im Kontext von Mathhäus besagt der Textm dass die Kinder mit zu der christlichen Gemeinde gehören. Sie müssen angenommen und beachtet werden. – Nicht Wichtigtuerei, sondern kindliche Offenheit und Vertrauen führen in das Reich Gottes. (vgl. Stuttgarter NT)

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast eine Vorliebe für die Armen und Geringen:

  • Hilf der Kirche, nicht für die Mächtigen und Ungerechten Partei zu ergreifen.
  • Wecke in Laien und Priestern Hilfsbereitschaft gegenüber Schwachen und Geringen.
  • Begleite und segne die Arbeit der Eltern, Erzieher und Jugendorganisationen.
  • Schenke uns selber ein kindliches Herz, damit wir auf dich hören und dir folgen.

Gott, du hast auf deine niedrige Magd geschaut und sie mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Nimm einst auch uns auf in die Herrlichkeit deines Sohnes, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, beim Gedenken an die selige Jungfrau Maria haben wir Anteil erhalten an den Gaben der Erlösung. Gib, dass auch wir den Reichtum deine Gnade preisen und dass sich das göttliche Leben in uns entfaltet. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.