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Gotteswort

19. Oktober 2017


Donnerstag der 28. Woche im Jahreskreis

Eine „déformation professionelle“ kann sich auch im Religiösen einstellen. Saulus reflektiert darüber im Römerbrief, auch aus eigener Erfahrung. Lukas stellt im Evangelium Wehrufe Jesu zusammen, die vor einer verstiegenen religiösen Praxis warnen. Es gilt, den Lebens- und Glaubensweg im Licht Gottes und seiner Botschaft zu gehen.

Hl. Johannes de Brébeuf, hl. Isaak Joges und Gefährten (g)

Priester, Märtyrer in Nordamerika

Sie waren Jesuiten, die sich in Kanada der Mission unter indianischen Stämmen widmeten. Sie starben als Märtyrer + 1642–49.

Hl. Paul vom Kreuz (g)

Priester, Ordensgründer

Paul vom Kreuz, der aus dem Piemont stammte und Priester wurde, gründete den Orden vom Leiden Christi (Passionisten). Er war mystisch begabt, lebte sehr asketisch und wirkte als guter Prediger. + 1775.

Kyrie

Christus, du bist unser Erlöser. Herr, erbarme dich.
Du hast für uns dein Blut vergossen. Christus, erbarme dich.
Du hast die Schuld der Menschheit gesühnt. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns, damit wir dein Wort im Herzen bewahren und immer bereit sind, das Gute zu tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unser Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Röm 3,21–30a

Das Kreuz Christi als Grund der neuen Gerechtigkeit

Jetzt ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten: die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied: Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut, Sühne, wirksam durch Glauben. So erweist Gott seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit seiner Geduld, begangen wurden; er erweist seine Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen, dass er gerecht ist und den gerecht macht, der an Jesus glaubt. Kann man sich da noch rühmen? Das ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das der Werke? Nein, durch das Gesetz des Glaubens. Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes. Ist denn Gott nur der Gott der Juden, nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden, da doch gilt: Gott ist «der Eine».

Gott spricht nicht schuldig, sondern gerecht.

Die paulinische Theologie kreist hier um die Begriffe Gerechtigkeit, Erlösung, Sünde. Wir verstehen sie am ehesten richtig, wenn wir von der persönlichen Erfahrung des Apostels ausgehen. Als er die Christen verfolgte, wähnte er sich auf dem rechten Weg. In Wirklichkeit steckte er tief in der Ungerechtigkeit. Er konnte sich nicht selber herausretten. Jesus, der am Kreuz sein Blut vergossen hat und auferweckt wurde, ist ihm erschienen und hat ihn herausgeholt in die gottgewollte Gerechtigkeit. Es war nicht die eigene Leistung des Saulus, denn er war vorher ein Knecht der Sünde Der heilige Paulus beschreibt dieses göttliche Eingreifen zugunsten von Sklaven der Sünde als „Loskauf“ und „Sühne“.

Antwortspalm

Psalm 130, 1–6


R: Beim Herrn ist die Huld, bei ihm ist Erlösung in Fülle.


Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir:
Herr, höre meine Stimme! Wende dein Ohr mir zu,
achte auf mein lautes Flehen!

Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,
Herr, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung,
damit man in Ehrfurcht dir dient.

Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele,
ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn
mehr als die Wächter auf den Morgen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich. Halleluja.

Evangelium

Lk 11,47–54

Wehrufe Jesu (Fortsetzung)

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch! Ihr errichtet Denkmäler für die Propheten, die von euren Vätern umgebracht wurden. Damit bestätigt und billigt ihr, was eure Väter getan haben. Sie haben die Propheten umgebracht, ihr errichtet ihnen Bauten.

Deshalb hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden und sie werden einige von ihnen töten und andere verfolgen, damit das Blut aller Propheten, das seit der Erschaffung der Welt vergossen worden ist, an dieser Generation gerächt wird, vom Blut Abels bis zum Blut des Zacharias, der im Vorhof zwischen Altar und Tempel umgebracht wurde. Ja, das sage ich euch: An dieser Generation wird es gerächt werden.

Weh euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den Schlüssel (der Tür) zur Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die, die hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert.

Als Jesus das Haus verlassen hatte, begannen die Schriftgelehrten und die Pharisäer, ihn mit vielerlei Fragen hartnäckig zu bedrängen; sie versuchten, ihm eine Falle zu stellen, damit er sich in seinen eigenen Worten verfange.

Religiöse Profis, die sich verrennen

Die religiösen Profis des Volkes haben nach den Worten Jesu die Propheten (Lukas fügt hinzu: und Apostel) bis auf das Blut verfolgt. Die Profis wollten die eigenen Theorien und die eigene Praxis nicht aufgeben, wenn Propheten den wahren Willen Gottes verkündeten. Sie haben auch das Volk am rechten Verständnis von Gottes Willen gehindert. – Dieses Evangelium ist heute eine Warnung für die Professionellen in der Kirche.

Fürbitten

Christus, unser Retter und Heiland:

  • Mache die Kirche dankbar für das Werk der Erlösung.
  • Schenke den Christen die Kraft, durch Beispiel und Wort den Glauben zu bezeugen.
  • Bewahre unser Volk davor, seine christlichen Wurzeln zu vergessen.
  • Hilf uns heute, als Erlöste zu leben und unsern Weg mit Freude zu gehen.

Christus, unser Heiland und Erlöser, hilf uns im Glauben verwurzelt zu bleiben. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in der heiligen Opferfeier nährst du deine Gläubigen mit dem Leib und dem Blut deines Sohnes. Gib uns durch dieses Sakrament auch Anteil am göttlichen Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.