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Gotteswort

21. Juni 2017


Mittwoch der 11. Woche im Jahreskreis

Wenn jemand nur genau das tut, was Pflicht und Schuldigkeit verlangen, scheint er damit der „Gerechtigkeit“ Genüge getan zu habem. Doch ist das meist ein ungefreuter Minimalismus, keine wirklich humane Gerechtigkeit und schon gar nicht die göttliche und biblische „Gerechtigkeit“, von der die heutigen Lesungen sprechen.

Hl. Aloisius Gonzaga (G)

Ordensmann

Aloisius Gonzaga erhielt die Erziehung eines Fürstensohnes, entschloss sich aber, jung und gegen den Willen des Vaters, auf Stellung und Erbe zu verzichten und Jesuit zu werden. Er zeichnete sich durch Frömmigkeit und Askese aus. Erst 23 Jahre alt starb er 1591, weil er sich bei der Pflege von Pestkranken mit der Seuche angesteckt hatte.

Kyrie

Christus, du lehrst uns Gutes zu tun. Herr, erbarme dich.
Du lehrst uns, im Verborgenen zum Vater zu beten. Christus, erbarme dich.
Du lehrst uns, den Lohn vom Vater im Himmel zu erwarten. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du Spender aller Gnaden, mit deiner Hilfe hat der heilige Aloisius ein Leben der Unschuld und der Busse geführt. Höre auf seine Fürsprache und gib uns, auch wenn wir ihm in die Heiligkeit nicht gefolgt sind, durch Busse und Umkehr die Reinheit des Herzens. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Kor 9,6–11

Segen des Hilfswerks

Denkt daran: Wer kärglich sät, wird auch kärglich ernten; wer reichlich sät, wird reichlich ernten. Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.

n seiner Macht kann Gott alle Gaben über euch ausschütten, sodass euch allezeit in allem alles Nötige ausreichend zur Verfügung steht und ihr noch genug habt, um allen Gutes zu tun, wie es in der Schrift heisst:

Reichlich gibt er den Armen; seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer.

Gott, der Samen gibt für die Aussaat und Brot zur Nahrung, wird auch euch das Saatgut geben und die Saat aufgehen lassen; er wird die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen. In allem werdet ihr reich genug sein, um selbstlos schenken zu können; und wenn wir diese Gabe überbringen, wird sie Dank an Gott hervorrufen.

Grosszügigkeit

Erneut wirbt Paulus für eine grosszügige Spende an das Hilfswerk für die Gemeinde in Jerusalem. Wie wohltuend ist es für uns, wenn wir die Grosszügigkeit des gerechten Gottes erfahren dürfen! Da wir nach seinem Bild geschaffen sind, soll bei uns eine gottförmige „Gerechtigkeit“ fruchtbar werden.

Antwortspalm

Psalm 112,1–5.9


R: Selig der Mensch, der den Herrn fürchtet und ehrt.


Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt
und sich herzlich freut an seinen Geboten.
Seine Nachkommen werden mächtig im Land,
das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet.

Wohlstand und Reichtum füllen sein Haus,
sein Heil hat Bestand für immer.
Den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht:
der Gnädige, Barmherzige und Gerechte.

Wohl dem Mann, der gütig
und zum Helfen bereit ist,
der das Seine ordnet, wie es recht ist.
Reichlich gibt er den Armen,
sein Heil hat Bestand für immer;
er ist mächtig und hoch geehrt.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Sucht nicht, eure Ehre voneinander zu empfangen, sucht die Ehre, die von dem einen Gott kommt? Halleluja.

Evangelium

Mt 6,1–6.16–18

Vom Almosen – Vom Beten – Vom Fasten

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen, sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten
.
Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Strassenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schliess die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Unter Gottes Augen

Jesus führt die Bergpredigt weiter. Von seinem neuen Gottesbild her erklärt Jesus, was wesentlich ist für drei wichtige Frömmigkeitsübungen (Gebet, Almosengeben und Fasten waren schon den Juden wichtig!). Es muss uns immer um Gott selber gehen, nicht um pseudo–fromme Selbstdarstellung (eigenen Ideen, Vorstellungen und Wünsche), am wenigstens dürfen wir vor andern wichtig tun wollen und dabei als Deckmäntelchen die Frömmigkeit aushängen. Jesus erklärt sein Herzensanliegen (über)anschaulich. Seine Worte sind nicht gegen bestimmte Gebetsorte oder Gebetsversammlungen gerichtet.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du liebst schlichte und aufrichtige Beter. Wir bitten dich:

  • Für die Gemeinschaft der Kirche: Läutere ihren Glauben und ihre Liebe.
  • Für die gottgeweihten Personen: Stärke sie für einen frohen und uneigennützigen Dienst.
  • Für Menschen, die zweifeln: Begleite sie und führe sie auf deinen Weg.
  • Für uns selber: Festige unser Vertrauen zu dir, damit wir nicht uns selber suchen.

Gott, du übst Barmherzigkeit an den Menschen, die du erschaffen hast. Schenke uns, die wir schwach sind und sündigen, das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, die heilende Kraft dieses Sakramentes befreie uns von allem verkehrten Streben und führe uns auf den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.