Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

22. Januar 2018


Montag der 3. Woche im Jahreskreis

Die erste Lesung zeigt, wie David die Einheit seines Reiches sicherte. Im Evangelium zeigt sich, was die seelische Einheit und die Harmonie mit Gott gefährdet. Harmlos verlaufen weder Davids Suchen nach Einheit noch Jesu Auftreten.

Hl. Vinzenz (g)

Diakon, Märtyrer in Spanien

Vinzenz, Diakon zu Saragossa, erlitt das Martyrium in Valencia, wohin er verbannt war. Seine Verehrung verbreitete sich später im Abendland. Ihm wurde z. B. das Berner Münster geweiht, und er ist Patron des Klosters Beinwil–Mariastein.

Kyrie

Christus, du bist der Sohn Davids. Herr, erbarme dich.
Du befreist von Zwängen und Süchten. Christus, erbarme dich.
Du schenkst die Kraft des Heiligen Geistes. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott. Du nimmst die Sünde ernst, aber du lässt uns die Möglichkeit zur Umkehr. Du verurteilst unsere Verfehlungen, aber du lädst uns ein zu einem neuen Anfang. Wir danken dir, dass du barmherzig bist. Gib uns den Mut umzukehren. Gib uns die Kraft, neu anzufangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Sam 5,1–7.10

David als König von ganz Israel

Alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron und sagten: Wir sind doch dein Fleisch und Bein. Schon früher, als noch Saul unser König war, bist du es gewesen, der Israel in den Kampf und wieder nach Hause geführt hat. Der Herr hat zu dir gesagt: Du sollst der Hirt meines Volkes Israel sein, du sollst Israels Fürst werden.

Alle Ältesten Israels kamen zum König nach Hebron; der König David schloss mit ihnen in Hebron einen Vertrag vor dem Herrn und sie salbten David zum König von Israel.

David war dreissig Jahre alt, als er König wurde, und er regierte vierzig Jahre lang. In Hebron war er sieben Jahre und sechs Monate König von Juda und in Jerusalem war er dreiunddreissig Jahre König von ganz Israel und Juda.

Der König zog mit seinen Männern nach Jerusalem gegen die Jebusiter, die in dieser Gegend wohnten. Die Jebusiter aber sagten zu David: Du kommst hier nicht herein; die Blinden und Lahmen werden dich vertreiben. Das sollte besagen: David wird hier nicht eindringen. Dennoch eroberte David die Burg Zion; sie wurde die Stadt Davids.

David wurde immer mächtiger und der Herr, der Gott der Heere, war mit ihm.

Ideal der Einheit

David ist zu Hebron König über seinen Stamm Juda. Dank diplomatischen Geschicks gewinnt er die Nordstämme und verlegt nun seine Residenz nach Jerusalem, dessen Eroberung ihm glückt. So wird die Einheit des Reiches in der Person des Königs und im politischen und religiösen Zentrum Jerusalem gesichert. – Künftig gilt diese Einheit als (messianisches) Ideal. David hat sie mit Machtmitteln erreicht. Jesus wird die Einheit in einem neuen Bund zwischen Gott und Menschen stiften, aber nicht mit Machtmitteln, sondern in der Kraft des Heiligen Geistes.

Antwortspalm

Psalm 89.20–22.25–26.29


R: Meine Treue und meine Huld begleiten ihn.


Einst hast du in einer Vision
zu deinen Frommen gesprochen:
«Einen Helden habe ich zum König gekrönt,
einen jungen Mann aus dem Volk erhöht.
Ich habe David, meinen Knecht, gefunden
und ihn mit meinem heiligen Öl gesalbt.

Beständig wird meine Hand ihn halten
und mein Arm ihn stärken.
Meine Treue und meine Huld begleiten ihn
und in meinem Namen erhebt er sein Haupt.

Ich lege seine Hand auf das Meer,
über die Ströme herrscht seine Rechte.
Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren,
mein Bund mit ihm bleibt allzeit bestehen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Unser Retter Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des Lebens gebracht durch das Evangelium. Halleluja.

Evangelium

Mk 3,22–30

Verteidigungsrede Jesu

Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.

Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.

Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.

Mächte des Bösen und Kraft des Guten

Die Schriftgelehrten bestreiten nicht, dass Jesus Wunder gewirkt hat. Doch die Schlussfolgerung der Schriftgelehrten lautet: Wenn Jesus am Sabbat Wunder tat, konnte nicht Gott am Werk sein, sondern müssen Dämonen im Spiel gewesen sein. Jesus widerlegt die Gegner. Er verkündet energisch, dass er nichts zu tun hat mit den Mächten des Bösen, sondern dass er von solchen Geistern befreit und zwar in der Kraft des guten, des Heiligen Geistes. – Heute darf man nicht in Abrede stellen, dass es Kräfte des Bösen gibt. Neben zerstörerischen Naturkräften treiben Verfremdungen personaler Kräfte ihr Unwesen: bösartige Ausgeburten der Person; „abgespaltene“ Seelenteile; der Ungeist… Jesus setzt auf Einheit und Solidarität zwischen Gott und den Menschen. Er befreit von selbstzerstörerischen und Zwietracht schürenden Kräften.

Fürbitten

Christus, du schenkst die Kraft des Heiligen Geistes:

  • Erleuchte die Glaubenden, damit sie gut und böse unterscheiden und gewissenhaft handeln.
  • Hilf den Verantwortlichen, den Kräften des Bösen in der Gesellschaft zu wehren.
  • Vertiefe die Einheit unter den Getauften durch das Hören auf dein Wort.
  • Verbanne das Böse aus unserer Mitte und lehre uns Frieden stiften.

Barmherziger Gott, erhöre unsere Bitten und vergib uns unsere Schuld damit wir dir und den Nächsten in Sicherheit dienen können. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in deinem Mahl schenkst du uns göttliches Leben. Gib, dass wir dieses Sakrament immer neu als dein grosses Geschenk empfangen und aus seiner Kraft leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.