Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

23. Juni 2017


Heiligstes Herz Jesu (+H)

Wer Gott wirklich ist erkennen wir in seinem Sohn, der von Herzen selbstlos und demütig ist, der ein offenes Herz für alle hat, und der sein Herz aus Liebe durchbohren liess. So verehren wir Jesu „Herz“ als Symbol und Quelle der göttlichen Liebe.

Kyrie

Christus, du lädst die Mühseligen zu dir ein. Herr, erbarme dich.
Du bist gütig und selbstlos. Christus, erbarme dich.
Bei dir findet unser Herz Ruhe. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott. wir verehren das Herz deines geliebten Sohnes und preisen die grossen Taten deiner Liebe. Gib, dass wir aus dieser Quelle göttlichen Erbarmens die Fülle deiner Gnade und des Lebens empfangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Dtn 7,6–11

Im Bund mit Gott

Denn du bist ein Volk, das dem Herrn, deinem Gott, heilig ist. Dich hat der Herr, dein Gott, ausgewählt, damit du unter allen Völkern, die auf der Erde leben, das Volk wirst, das ihm persönlich gehört. Nicht weil ihr zahlreicher als die anderen Völker wäret, hat euch der Herr ins Herz geschlossen und ausgewählt; ihr seid das kleinste unter allen Völkern. Weil der Herr euch liebt und weil er auf den Schwur achtet, den er euren Vätern geleistet hat, deshalb hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und euch aus dem Sklavenhaus freigekauft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. Daran sollst du erkennen: Jahwe, dein Gott, ist der Gott; er ist der treue Gott; noch nach tausend Generationen achtet er auf den Bund und erweist denen seine Huld, die ihn lieben und auf seine Gebote achten. Denen aber, die ihm Feind sind, vergilt er sofort und tilgt einen jeden aus; er zögert nicht, wenn einer ihm Feind ist, sondern vergilt ihm sofort. Deshalb sollst du auf das Gebot achten, auf die Gesetze und Rechtsvorschriften, auf die ich dich heute verpflichte, und du sollst sie halten.

Die unverdiente Liebe Gottes

Das jüdische Volk lernt aus seiner Geschichte, wie gross die Liebe Gottes ist. Er hat sein Volk erwählt und gross werden lassen. Grund für dafür ist einzig seine freie und ungeschuldete Liebe. Gott ist treu, das Volk hingegen muss aufgefordert werden, dem Bund mit Gott treu zu bleiben und nicht fremden Idolen nachzulaufen.

Antwortspalm

Psalm 103, 1–4.6–8.10


R: Die Huld des Herrn währt immer und ewig über denen, die ihn fürchten.


Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

Der Herr vollbringt Taten des Heiles,
Recht verschafft er allen Bedrängten.
Er hat Mose seine Wege kundgetan,
den Kindern Israels seine Werke.

Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

2. Lesung

1 Joh 4,7–16

Die Vollendung des Glaubens in der Liebe

Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben. Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt. Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott. Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm

Die Liebe, die aus Gott stammt

Die göttliche Liebe ist verschieden von dem, was die Menschen gewöhnlich Liebe nennen. Gott ist selber die Liebe in Person. Er hat diese Liebe in seinem Sohn geoffenbart. Durch ihn, besonders durch seine Selbsthingabe am Kreuz, gibt er diese Liebe weiter an uns. Wenn wir diese seine Liebe in selbstloser, geschwisterlicher Weise weitergeben, ist das ein Zeichen für die wahre Liebe und die Gemeinschaft mit Gott.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Nehmt mein Joch auf euch du lernt von mir; denn ich bin gütig und selbstlos; und ihr werdet Ruhe finden für eure Herzen. Halleluja.

Evangelium

Mt 11,25–30

Dank Jesu an den Vater – Vom leichten Joch Jesu

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.

Der Jubelruf Jesu

Jesus sammelt einen Kreis von Jüngern um sich, aber anders als die Rabbinen, denn er stellt sich auf die Seite der Jünger und der Armen. Statt intellektuelle Besserwisser zu berufen, versammelt er ein armes und demütiges Volk um sich. Ihnen erklärt er das Geheimnis Gottes, das niemand so kennt wie er. Diese Botschaft ist nicht eine Belastung wie das alte Joch des Gesetzes, sondern ein Segen und ein Grund, Gott zu preisen.

Fürbitten

Christus, du hast die Menschen in deine Nähe eingeladen. Wir bitten dich:
 

  • Für die ganze Kirche: Mache sie zu einem Ort von Freiheit und Freude.
  • Für die Priester der Kirche: Stärke sie im Geist des Evangeliums.
  • Für alle, die schwere Lasten tragen: Stehe ihnen zur Seite und befreie sie von ihrer Last.
  • Für uns und alle Sünder: Gewähre Vergebung und Kraft zu einem neuen Anfang.
  • Für diese Klostergemeinschaft: dass sie frohen Herzens den Vater im Himmel preise.
  • Für unsere Verstorbenen: Schenke ihnen deinen Frieden und die ewige Ruhe.

Denn du bist gekommen, um uns zu einem Leben in Fülle zu führen. Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, du hast uns gestärkt mit dem Sakrament jener Liebe, durch die dein Sohn alles an sich zieht. Entzünde auch in uns das Feuer seiner Liebe, damit wir in unsern Brüdern und Schwestern ihn erkennen und ihm dienen. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.