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Gotteswort

25. April 2017


Dienstag der 2. Osterwoche

Kyrie

Herr Jesus Christus, du bist der Menschensohn, der vom Himmel kommt. Herr, erbarme dich.
Du schenkst uns die Wiedergeburt von oben. Christus, erbarme dich.
Du bist erhöht worden, damit wir das ewige Leben haben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast uns in den österlichen Sakramenten das Unterpfand der kommenden Herrlichkeit gegeben. Hilf uns, den Sieg des Auferstandenen zu verkünden, und lass die Fülle seiner Herrlichkeit an uns offenbar werden, wenn er wiederkommt. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 4,32–37

Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele

Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit grosser Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besassen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füssen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.

Auch Josef, ein Levit aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas, das heisst übersetzt Sohn des Trostes, genannt wurde, verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füssen.

Die Gegenwart des Auferstandenen

Eine Gruppe unter den ersten Christen pflegte die Gütergemeinschaft. Die Verbundenheit im Glauben an den Auferstandenen befähigte sie zum Zeugnis nach aussen, aber auch zu einem intensiven Gemeinschaftsleben. Privatbesitz verliert da an Bedeutung. Petrus bestätigt aber (Apg 5,4), dass der Verzicht auf Privateigentum den Einzelnen völlig frei stand. Doch dieser Verzicht macht das Zeugnis über die Gegenwart des Auferstandenen glaubwürdig.

Antwortspalm

Psalm 93, 1.2–3.4–5


R: Der Herr ist König, bekleidet mit Hoheit.


Der Herr ist König, mit Hoheit bekleidet;
der Herr hat sich bekleidet und mit Macht umgürtet.
Der Erdkreis ist fest gegründet,
nie wird er wanken.

Dein Thron steht fest von Anbeginn,
du bist seit Ewigkeit.
Fluten erheben sich, Herr,
Fluten erheben ihr Brausen,
Fluten erheben ihr Tosen. –

Gewaltiger als das Tosen vieler Wasser,
gewaltiger als die Brandung des Meeres
ist der Herr in der Höhe.
Deine Gesetze sind fest und verlässlich;
Herr, Deinem Haus gebührt Heiligkeit
für alle Zeiten.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Menschensohn muss erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Halleluja.

Evangelium

Joh 3,7–15

Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen ausser dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weisst aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.

Nikodemus erwiderte ihm: Wie kann das geschehen?

Jesus antwortete: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? Amen, amen, ich sage dir: Was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, das bezeugen wir, und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an. Wenn ich zu euch über irdische Dinge gesprochen habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich zu euch über himmlische Dinge spreche? Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen ausser dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.

Das „Wie“ des neuen Lebens

Nikodemus fragt nach dem „Wie?“ des neuen Lebens. Nach dem Vergleich des Geistes mit der Atmosphäre, die nicht greifbar, aber wirklich ist, spricht Jesus ohne Bild von dem Gemeinten. Es geht um ein gläubiges Leben, das die Gegenwart des Auferstandenen in Wort und Tat bezeugt. Nur Jesus konnte „Himmlische Dinge“ offenbaren und zuverlässig bezeugen. Zum ersten Mal bei Johannes wird von der notwendigen „Erhöhung“ des Menschensohnes gesprochen. Gemeint ist die Erhöhung am Kreuz, die allen Willigen den Zugang zum Leben eröffnet.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du schenkst die Geburt von oben und das neue Leben:

  • Hilf der Kirche, im Glauben zu dir aufzuschauen und in dir den Weg des Lebens zu finden.
  • Bewahre die Christen vor Profitgier damit ihr Zeugnis glaubwürdig sein kann.
  • Zeige den Völkern in Palästina und im Irak Wege zum Frieden und steh den Kriegsopfern bei.
  • Segne das Leben unserer Gemeinschaft und das Leben unserer Pfarrgemeinde.

Himmlischer Vater, du hast uns die Osterfreude geschenkt. Gib, dass wir mit neuem Eifer das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Jesu feiern und im Leben bezeugen. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, durch das Werk der Erlösung hast du unsere Schuld getilgt und uns deine Gnade geschenkt. Die Feier der Geheimnisse Christi stärke uns in diesem Leben und schenke uns die ewige Freude. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.