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Gotteswort

26. April 2017


Mittwoch der 2. Osterwoche

Jesus hat uns offenbart, dass Gott ein liebender Vater ist. Jesus selber ist ein Gesandter dieses Vaters, dem wir glauben dürfen. Nach der Auferstehung Jesu hat sich Gott um die junge Kirche angenommen, die von den staatlichen und religiösen Autoritäten an der Verkündigung gehindert wurde.

Kyrie

Christus, du bist Gottes Sohn. Herr, erbarme dich.
Du bist das Licht, das in die Welt gekommen ist. Christus, erbarme dich.
Du hast Worte des ewigen Lebens. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, in den österlichen Geheimnissen, die wir jedes Jahr feiern, hast du dem Menschen seine ursprüngliche Würde wieder geschenkt und uns die sichere Hoffnung gegeben, dass wir auferstehen werden. Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern, in täglichen Werken der Liebe an uns sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 5,17–26

Die Standhaftigkeit der Apostel

Da erhoben sich voll Eifersucht der Hohepriester und alle, die auf seiner Seite standen, nämlich die Gruppe der Sadduzäer. Sie liessen die Apostel verhaften und in das öffentliche Gefängnis werfen.

Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore, führte sie heraus und sagte: Geht, tretet im Tempel auf, und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens! Sie gehorchten und gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten.

Währenddessen kam der Hohepriester mit seinen Begleitern. Sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Söhne Israels zusammen; man schickte Boten zum Gefängnis, um die Apostel vorführen zu lassen. Die Diener gingen, fanden sie aber nicht im Gefängnis. Sie kehrten zurück und meldeten: Wir fanden das Gefängnis sorgfältig verschlossen und die Wachen vor den Toren stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin.

Der Tempelhauptmann und die Hohenpriester waren ratlos, als sie das hörten, und wussten nicht, was nun werden sollte. Da kam jemand und meldete ihnen: Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.

Da ging der Tempelhauptmann mit seinen Leuten hin und holte sie, allerdings nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden.

Die Apostel trotzen dem Redeverbot

Trotz Redeverbot hatten die Apostel die „Worte des Lebens“ verkündet. Die Tempelpriester sind „eifersüchtig“, wegen des Erfolgs der Apostel oder weil das Tempelpersonal für die jüdische Religion eifert. Auch der Kerker vermag aber die Apostel, dank göttlichen Eingreifens, nicht von der Verkündigung abzuhalten. Für die messianische Gnadenzeit ist ja verheissen, dass sich die Bande der Gefangenen lösen.

Antwortspalm

Psalm 34, 2–9


R: Der Herr erhört den Armen, er hilft ihm aus der Not.


Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn,
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen!
Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört,
er hat mich all meinen Ängsten entrissen.

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten,
und ihr braucht nicht zu erröten!
Da ist ein Armer;
er rief, und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.

Der Engel des Herrn umschirmt alle,
die ihn fürchten und ehren,
und er befreit sie.
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist,
wohl dem, der bei ihm sich birgt.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Halleluja.

Evangelium

Joh 3,16–21

Das Ziel der Sendung Jesu

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.

Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.

Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

Gott ist Liebe und Licht

Zuvor hatte Jesus gegenüber Nikodemus vom Wirken des Geistes gesprochen. Nun erklärt er die Sendung des Sohnes als ein Geschenk, das uns aus der Liebe des Vaters zukommt. Aus seiner Welt von Liebe und Licht will Gott den Menschen Rettung bringen. Einzige Bedingung ist, dass der Mensch sich diesem Heil, das „von oben“ kommt öffnet. Wer sich dieser Liebe und diesem Licht nicht öffnen will, richtet sich selbst, weil er sich in seinem Unglauben von der Quelle des Lebens abgeschnitten hat. Bei Johannes wird deutlich, dass Jesus als Retter gesandt ist. Die Scheidung oder das Gericht ist die vom Menschen verschuldete Kehrseite.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du schenkst Leben und Licht; wir bitten dich:

  • Für die kirchlichen und weltlichen Autoritäten: Lass sie dem Wohl aller dienen.
  • Für die Theologen: Erleuchte sie mit einer tiefen Einsicht in deine Wahrheit.
  • Für alle, die sich nach einem erfüllten Leben sehnen: Sei für sie Quelle des Lebens.
  • Für alle die ein geistliches Leben führen: Lass sie die heilige Lesung pflegen.

Herr Jesus Christus, tritt bei deinem Vater für uns ein, denn er hat dich uns aus Liebe gesandt. Wir preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, höre unser Gebet. Du hast uns im Sakrament das Brot des Himmels gegeben, damit wir an Leib und Seele gesunden. Gib, dass wir die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen und als neue Menschen leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.