Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

27. April 2017


Donnerstag der 2. Osterwoche

Der Evangelist spricht von der höheren Welt Gottes, aus der Jesus kommt und in welche er (schon am Kreuz) erhöht wurde. Der Erhöhte sendet den Geist Gottes in allen seinen Ausfaltungen. – Petrus erklärt in der ersten Lesung, dass er und die Apostel aus dem Geist Gottes heraus den Glauben verkünden, gegen alle Widerstände.

Hl. Petrus Kanisius (g)

Ordenspriester, Kirchenlehrer

Petrus Kanisius wurde in Nimwegen geboren, trat zu Mainz dem neuen Orden der Jesuiten bei und wurde Priester. Er hat viel zum Wiederaufbau der katholischen Kirche in Deutschland beigetragen, die vom eigenen Niedergang und von der Reformation schwer getroffenen war. Er wirkte als Prediger, Schriftsteller (Katechismus!) und Gründer von Kollegien. + 1597.

Kyrie

Christus, unser Heiland, du stehst zur Rechten Gottes. Herr, erbarme dich.
Sohn Gottes, du sendest den Heiligen Geist. Christus, erbarme dich.
Wer an dich glaubt, hat das ewige Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott, gib, dass die Gnade, die wir in der Feier der österlichen Geheimnisse empfangen haben, durch alle Tage unseres Lebens fruchtbar bleibt. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

Apg 5,27–33

Die Apostel vor dem Hohen Rat

Der Tempelhauptmann und seine Leute führten die Apostel herbei und stellte sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.

Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.

Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten.

„Wir und der Heilige Geist“

Petrus und die Apostel, die vor den Hohen Rat zitiert wurden, nützen den Anlass zu einer erneuten Missionspredigt. Sie bekennen den Kreuzestod Jesu und seine glorreiche Auferweckung. Sie sprechen nicht von einer verdienten Strafe Gottes, fordern aber zur Umkehr auf. Neu ist die Formulierung „Wir und der heilige Geist“. Die Apostel fühlen, dass ihre Botschaft nicht bloss ihr eigenes Werk ist, sondern getragen ist von Gott und seinem Heiligen Geist.

Antwortspalm

Psalm 34, 2.9.17–20


R: Der Herr erhört den Armen, er hilft ihm aus all seiner Not.


Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist;
wohl dem, der zu ihm sich flüchtet!

Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreisst sie all ihren Ängsten.

Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
Der Gerechte muss viel leiden,
doch allem wird der Herr ihn entreissen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Weil du mich gesehen hast, Thomas, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Halleluja.

Evangelium

Joh 3,31–36

Reflexionen über das Zeugnis des Johannes

Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen.

Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an. Wer sein Zeugnis annimmt, beglaubigt, dass Gott wahrhaftig ist.

Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.

Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.

In der Kraft des Geistes an den Sohn Gottes glauben

Vor diesem Abschnitt steht das Zeugnis des Täufers Johannes über Jesus. Der Täufer war zum Glauben gelangt, dass Jesus „vom Himmel“ gesandt ist. Die hier vorgelegten Reflexionen scheinen das Nikodemus–Gespräch weiter zu führen. Der Sinn scheint zu sein, dass Nikodemus weiter weg ist als der Täufer. Nikodemus hat zwar Jesus als „Lehrer“ und damit sozusagen als Kollegen anerkannt, aber nicht mehr. – Man kann viel Gutes über Jesus sagen, ohne die einmalige Vorrangstellung des geliebten Sohnes Gottes zu bezeugen. Dann geht man aber an Jesus und am „Leben“ vorbei, das er bringt. (vgl. Schott)

Fürbitten

Christus, unser Heiland, du bist der Fürst des Lebens; wir bitten dich.

  • Für alle, die dein Wort verkünden: Stärke sie mit der Kraft des Heiligen Geistes.
  • Für die Eltern und Erzieher: Hilf ihnen, den Glauben an dich weiterzugeben.
  • Für die Verantwortlichen im Staat: Lass sie nach ethischen Grundsätzen handeln.
  • Für unsere Angehörige und für uns: Schenke uns Glauben und ewiges Leben.

Ewiger Gott, in deiner Vatergüte hast du uns zum Glauben gerufen. Führe uns und alle, für die wir beten, zur Fülle des Lebens in Christus. Dir sei Ehre und Lob, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, du hast uns durch die Auferstehung Christi neu geschaffen für das ewige Leben. Erfülle uns mit der Kraft dieser heilbringenden Speise, damit das österliche Geheimnis in uns reiche Frucht bringt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.