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Energiesparmassnahmen im Kloster Einsiedeln

Ein Workshop der ungewohnten, aber sehr überzeugenden Art

Am Freitag, 8. April, haben sich Mönchsgemeinschaft, Angestellte sowie Schülerinnen und Schüler der Stiftsschule in der Klosterkirche versammelt, um sich gemeinsam im Rahmen eines Workshops Gedanken zu künftigen Energiesparmassnahmen im Klosteralltag zu machen. Sie alle wollten – mitten in der Fastenzeit – einen Zwischenhalt einlegen und Überlegungen zum Energieverbrauch bzw. zu Möglichkeiten, diesen nachhaltig zu reduzieren, anstellen. Die Auswirkungen der Energieproduktion auf die Umwelt – die Atomkatastrophe in Japan zeigt die Risiken in aller Klarheit – und die drohende Verknappung der fossilen Energieträger weisen auf Handlungsbedarf hin.

Nach einem kurzen Orgelspiel begrüsste Abt Martin Werlen die Anwesenden. In seinen Einleitungs-worten meinte er, dass sich heute viele Menschen Gedanken zum Umgang mit Energie machten. So lege uns der heilige Benedikt einen sorgfältigen Umgang mit allem, was uns anvertraut ist, ans Herz. Abt Martin erwähnte weiter, dass all dies in diesen Tagen viel dringlicher geworden sei. Es reiche aber nicht, lediglich Worte zu machen, vielmehr seien Taten gefragt. Die Vorbereitungszeit auf Ostern, in der wir uns jetzt befänden, sei in besonderer Weise Einladung und Aufforderung, unsere Lebensstile zu hinterfragen, unseren Umgang mit den Ressourcen dieser Erde.

Bevor sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Arbeitsgruppen zurückzogen, haben sich unter Leitung von Dr. Jürg Auf der Maur (Chefreporter Politik der Neuen Luzerner Zeitung) Abt Martin Werlen, Ständerat Rolf Schweiger (u.a. Präsident der Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz AVES) und Nationalrat Geri Müller (u.a. Präsident der Schweizerischen Energiestiftung) im Rahmen einer Gesprächsrunde Gedanken zum heutigen Energiekonsum in der Schweiz und möglichen Verhaltensregeln, diesen Konsum zu reduzieren, gemacht. Sicherlich habe die tragische Situation in Japan die Diskussion um die Sicherheit von Kernenergie verstärkt, ein gänzlicher Verzicht von heute auf morgen sei indes nicht machbar. Erfahrungen müssten analysiert werden, mutige und verantwortungsvolle Schritte drängten sich dann aber auf. Menschen müssten sensibilisiert werden, Energie verantwortungsbewusster zu nutzen. Es müssten Haltungen geändert werden, denn Menschen hätten bei sich zu beginnen und in ihrem Umfeld verantwortungsbewusster zu werden. Wir könnten nicht immer nur auf Dritte verweisen, beginnen müssen wir bei uns selbst. So wurden als Beispiele ein vermehrtes individuelles Nutzen des öffentlichen Verkehrs oder ein Verzicht auf höhere Raumtemperaturen erwähnt, als kleine Schritte auf dem Weg hin zum verantwortungsvollen Umgang mit Energie, mit unserer Umwelt.

Den Abschluss bildeten Kurzpräsentationen der Arbeitsgruppen. Ihre Energiesparvorschläge werden in den kommenden Tagen verarbeitet und als Verhaltensregeln für den Umgang mit Energie im Kloster zur Anwendung gelangen. Das Kloster will seinen Konsumrückgang messen und auch in dieser Frage glaubwürdig sein. Vielleicht wird das künftige Verhalten der Mitarbeitenden sowie Schülerinnen und Schüler in ihrem Berufs- und Schullalltag auch den Weg in ihr privates Umfeld finden, weitere Schritte hin zu einem Rückgang des Energiekonsums wären damit getan.

Für weitere Auskünfte: Verwaltungsdirektion Kloster Einsiedeln, CH-8840 Einsiedeln, Tel. 055 418 66 04; verwaltungkloster-einsiedeln.ch
11. April 2011/ Informationsdienst Kloster Einsiedeln

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