Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

12. Januar 2019


12. Januar

Wie sind fremde Positionen, speziell in Glaubensfragen, einzuschätzen? Nach den heutigen Lesungen kann nicht kurzschlüssig gelten: „Jeder mag nach seiner eigenen Façon selig werden.“ Vielmehr sind Unterscheidungsgabe und ein differenziertes Urteil nötig.

Kyrie

Christus, Du bist der Sohn Gottes. Herr, erbarme dich.
Du schenkst Einsicht und Erkenntnis Gottes. Christus, erbarme dich.
Du schenkst ewiges Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast den Heiden die Geburt des Welterlösers offenbart und die Weisen durch den Stern zu ihm geführt. Lass uns immer tiefer erfassen, dass Christus zu unserem Heil Mensch geworden ist. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Joh 5,14–21

Sünde und ewiges Leben

Wir haben Gott gegenüber die Zuversicht, dass er uns hört, wenn wir etwas erbitten, das seinem Willen entspricht. Wenn wir wissen, dass er uns bei allem hört, was wir erbitten, dann wissen wir auch, dass er unsere Bitten schon erfüllt hat.

Wer sieht, dass sein Bruder eine Sünde begeht, die nicht zum Tod führt, soll (für ihn) bitten; und Gott wird ihm Leben geben, allen, deren Sünde nicht zum Tod führt. Denn es gibt Sünde, die zum Tod führt. Von ihr spreche ich nicht, wenn ich sage, dass er bitten soll. Jedes Unrecht ist Sünde; aber es gibt Sünde, die nicht zum Tod führt. Wir wissen: Wer von Gott stammt, sündigt nicht, sondern der von Gott Gezeugte bewahrt ihn und der Böse tastet ihn nicht an. Wir wissen: Wir sind aus Gott, aber die ganze Welt steht unter der Macht des Bösen. Wir wissen aber: Der Sohn Gottes ist gekommen und er hat uns Einsicht geschenkt, damit wir (Gott) den Wahren erkennen. Und wir sind in diesem Wahren, in seinem Sohn Jesus Christus. Er ist der wahre Gott und das ewige Leben. Meine Kinder, hütet euch vor den Götzen!

Wir leben nicht in der Sünde

Der Briefschluss handelt eindringlich von der Sünde, mehr aber vom Leben gemäss Gottes Willen und im Verein mit seinem Sohn. Die Glaubenden beten für die Sünder, damit ihnen Gott dieses Leben schenkt. Es gibt aber Sünde, die zum Tode führt. Gemeint ist die „anti–christliche“ Position, die sich für die Gemeinschaft mit Gott und den Brüdern verschliesst, aber den „Götzen“ dient. Hier kann keine Gebetsgemeinschaft bestehen. (vgl. Frisque)

Antwortspalm

Psalm 149,1–6a.9b


R: Der Herr hat an seinem Volk Gefallen.


Singt dem Herrn ein neues Lied!
Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen.
Israel soll sich über seinen Schöpfer freuen,
die Kinder Zions über ihren König jauchzen.

Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz,
ihm spielen auf Pauken und Harfen.
Der Herr hat an seinem Volk Gefallen,
die Gebeugten krönt er mit Sieg.

In festlichem Glanz sollen die Frommen frohlocken,
auf ihren Lagern jauchzen:
Loblieder auf Gott in ihrem Mund,
herrlich ist das für all seine Frommen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Das Volk, das im Dunkeln lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Halleluja.

Evangelium

Joh 3,22–30

Der Täufer und der Messias

In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern nach Judäa. Dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte. Aber auch Johannes taufte damals, und zwar in Änon bei Salim, weil dort viel Wasser war; und die Leute kamen und liessen sich taufen. Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. Da kam es zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden zum Streit über die Frage der Reinigung. Sie gingen zu Johannes und sagten zu ihm: Rabbi, der Mann, der auf der anderen Seite des Jordan bei dir war und für den du Zeugnis abgelegt hast, der tauft jetzt, und alle laufen zu ihm.

Johannes antwortete: Kein Mensch kann sich etwas nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Ihr selbst könnt mir bezeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Messias, sondern nur ein Gesandter, der ihm vorausgeht. Wer die Braut hat, ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihn hört, freut sich über die Stimme des Bräutigams. Diese Freude ist nun für mich Wirklichkeit geworden. Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.

Der Freund des Bräutigams

In einer Übergangszeit tauften sowohl Johannes wie auch Jesus und seine Jünger (mehrere waren von Johannes zu Jesus geschickt worden!). Es ist noch nicht jene christliche Taufe, die auf den Auftrag des Auferstandenen zurückgeht. Johannes d. Täufer erklärt in vorbildlicher Demut seine Einschätzung mit dem Bildwort von Freund, Bräutigam und Braut. Dabei ist zu bedenken, dass das hochzeitliche Bild von Bräutigam und Braut im Alten Testament für das Verhältnis zwischen Gott und seinem Volk gebraucht wird. In der österlichen Heilszeit („Hochzeit“) ist mit Jesus Gott selber der „Bräutigam“ seines Volkes. Vermutlich wird hier auch eine Antwort gegeben auf Fragen um die „Johannesjünger“, wie sie noch drei Jahrzehnte nach Ostern in Ephesus bezeugt sind. (vgl. Stuttgarter NT)

Fürbitten

Christus, du bringst das Leben Gottes in unsere Welt:

  • Erleuchte deine Kirche, dass sie dich in Wort und Tat als Sohn Gottes bekennt.
  • Befreie die Völker der Erde aus der Macht des Bösen.
  • Begleite alle, die sich auf das österliche Sakrament der Taufe vorbereiten.
  • Führe uns selber zusammen mit unseren Verstorbenen zum himmlischen Hochzeitsmahl.

Barmherziger Gott, höre auf unsere Bitten, die wir vertrauensvoll an dich richten. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, du bist es, der uns in diesem heiligen Sakrament begegnet. Lass die Kraft dieser Speise in uns wirksam werden und mache uns durch dieses grosse Geschenk bereit, stets neu deine Gaben zu empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren