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Gotteswort

13. Februar 2019


Mittwoch der 5. Woche im Jahreskreis

Die erste Lesung bietet einen zweiten Schöpfungsbericht (nicht zu verwechseln mit Naturkunde), der vom Menschen und von den Dingen der Erde handelt. Im Evangelium mahnt Jesus zu Wahrhaftigkeit und zur Rückbesinnung auf das echte Gewissen. Dabei geht es auch um Dinge der Schöpfung.

Kyrie

Christus, du heilst das Herz. Herr, erbarme dich.
Du weckst das Gewissen. Christus, erbarme dich.
Du willst, dass wir auf dich hören. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater, wir sind dein Eigentum und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade. Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr und schütze uns. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gen 2,4b–9.1517

Das Paradies

Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte, gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte; aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens.

Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen. Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte. Gott, der Herr, liess aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte. Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.

Ein zweiter Schöpfungsbericht

Hier beginn ein neuer Schöpfungsbericht, der wohl aus jahrhundertelanger religiöser Erfahrung stammt und zur Zeit des Exils schriftlich festgehalten wurde. Der Bericht antwortet auf die „theologischen“ Fragen der palästinensischen Bauern zu ihren Leiden und Freuden. Warum muss man zwischen fruchtbaren und unfruchtbaren Boden wechseln (V. 5 u. 9). Der Mensch erhält seinen Lebensodem von Gott. Dieser hat den „Erdling“ nicht zu seinem eigenen Nutzen geschaffen, sondern zum Wohl des Menschen selbst. Dieser darf sich aber nicht gegen Gott empören. (Frisque; Stuttgarter AT)

Antwortspalm

Psalm 104,1–2.27–30


R: Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, wie gross bist du!


Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, wie gross bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

Sie alle warten auf dich,
dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.
Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein;
öffnest du deine Hand, werden sie satt an Gutem.

Nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sendest du deinen Geist aus,
so werden sie alle erschaffen
und du erneuerst das Antlitz der Erde.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Herr, öffne unser Herz, und wir werden die Worte deines Sohnes verstehen. Halleluja.

Evangelium

Mk 7,14–23

Von Reinheit und Unreinheit (Fortsetzung)

Dann rief Jesus die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage: Nichts, was von aussen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.

Er verliess die Menge und ging in ein Haus. Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieses rätselhaften Wortes. Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht? Seht ihr nicht ein, dass das, was von aussen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann? Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.

Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

Die Überlieferungen der Alten

Jesus protestiert vor allem Volk und in der Unterweisung der Jünger gegen ein gesetzlich verformtes Verständnis des ethischen Verhaltens. Primär gilt es Gesinnung und Absicht, Herz und Gewissen der Person zu läutern. Sonst nützen äussere Reinheitsvorschriften nichts oder sind schädlich, weil sie zur Selbstgerechtigkeit verführen, während das Innere unsauber bleibt.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, unser Erlöser:

  • Reinige und stärke das Gewissen deiner Gläubigen, damit sie richtig entscheiden.
  • Gib allen Völkern und besonders den Parteien im Heiligen Land Gedanken des Friedens.
  • Schenke den Menschen unserer Zeit die Gabe der Weisheit und der Unterscheidung.
  • Wecke in den jungen Menschen das Verlangen, das Rechte zu tun.

Heiliger Gott, du bist der Ursprung des Guten und der Weisheit: Erleuchte uns, damit wir verstehen, was zu tun ist. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, du hast uns teilhaben lassen an dem einen Brot und dem einen Kelch. Lass uns eins werden in Christus und Diener der Freude sein für die Welt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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