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Gotteswort

13. Juli 2019


Samstag der 14. Woche im Jahreskreis

Ängste können unbegründet auftreten. Oft gibt es aber handfeste Gründe zu einer Besorgnis. So hätte die Bosheit seiner Brüder Josef zu einer Strafaktion veranlassen können. Aber nach Lesung und Evangelium gibt es Gründe, immer ein tiefes Vertrauen zu bewahren.

Hl. Heinrich II. und hl. Kunigunde (g)

Kaiserpaar

Heinrich II. wurde von Bischof Wolfgang und Abt Ramwold (Regensburg) erzogen. Nach seinem Vater, Heinrich dem „Zänker“, wurde er Herzog von Bayern, nach dem Tod von Otto III. (1002) wurde er deutscher König. 1014 wurde er mit seiner Gemahlin Kunigunde in Rom zum Kaiser gekrönt. Heinrich sicherte durch kluges und energisches Handeln den Frieden. Er förderte Kirchen und Klöster, um in der Kirche einen sicheren Rückhalt für das Reich zu finden. Er war Förderer des Reformmönchtums (Gorze, St. Maximin in Trier, Einsiedeln). + 1024.
Kunigunde, aus Luxemburg stammend, wurde die Gemahlin von Heinrich II. Während Abwesenheiten des Gemahls amtierte sie als Regentin des Reiches. Sie war eine Wohltäterin von Kirchen und Klöstern. Nach dem Tod des Gemahls nahm sie den Schleier als Benediktinerin in Kaufungen. Neben ihrem Gemahl ist sie Patronin der Oblaten und Oblatinnen der Benediktinerklöster. + 1039.

Kyrie

Christus, du hast dich zum Diener aller gemacht. Herr, erbarme dich.
Du sendest Menschen, dein Evangelium zu verkünden. Christus, erbarme dich.
Du bekennst dich vor dem Vater im Himmel zu uns. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du hast den Aposteln, die mit Maria, der Mutter Jesu, versammelt waren, den Heiligen Geist gesandt. Auf ihre Fürsprache mache uns fähig, dir in Treue zu dienen und deine Herrlichkeit in Wort und Tat zu verkünden. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gen 49,29–33;50,15–26

Das Lebensende Jakobs – Josefs Grosszügigkeit

Jakob trug seinen Söhnen ferner auf und sagte zu ihnen: Ich werde mit meinen Vorfahren vereint. Begrabt mich bei meinen Vätern in der Höhle auf dem Grundstück des Hetiters Efron, in der Höhle auf dem Grundstück von Machpela bei Mamre in Kanaan. Das Grundstück hatte Abraham vom Hetiter Efron als eigene Grabstätte gekauft. Dort hat man Abraham und seine Frau Sara begraben; dort hat man Isaak und seine Frau Rebekka begraben; dort habe ich Lea begraben, auf dem Grundstück, das samt der Höhle darauf von den Hetitern in unseren Besitz übergegangen ist.

Jakob beendete den Auftrag an seine Söhne und zog seine Füsse auf das Bett zurück. Dann verschied er und wurde mit seinen Vorfahren vereint.

Als Josefs Brüder sahen, dass ihr Vater tot war, sagten sie: Wenn sich Josef nur nicht feindselig gegen uns stellt und uns alles Böse vergilt, das wir ihm getan haben. Deshalb liessen sie Josef wissen: Dein Vater hat uns, bevor er starb, aufgetragen: So sagt zu Josef: Vergib doch deinen Brüdern ihre Untat und Sünde, denn Schlimmes haben sie dir angetan. Nun also vergib doch die Untat der Knechte des Gottes deines Vaters!

Als man ihm diese Worte überbrachte, musste Josef weinen. Seine Brüder gingen dann auch selbst hin, fielen vor ihm nieder und sagten: Hier sind wir als deine Sklaven.

Josef aber antwortete ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes Stelle? Ihr habt Böses gegen mich im Sinne gehabt, Gott aber hatte dabei Gutes im Sinn, um zu erreichen, was heute geschieht: viel Volk am Leben zu erhalten. Nun also fürchtet euch nicht! Ich will für euch und eure Kinder sorgen. So tröstete er sie und redete ihnen freundlich zu.

Josef blieb in Ägypten, er und das Haus seines Vaters. Josef wurde hundertzehn Jahre alt. Er sah noch Efraims Söhne und Enkel. Auch die Söhne Machirs, des Sohnes Manasses, kamen auf Josefs Knien zur Welt.

Dann sprach Josef zu seinen Brüdern: Ich muss sterben. Gott wird sich euer annehmen, er wird euch aus diesem Land heraus und in jenes Land hinaufführen, das er Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesichert hat.

Josef liess die Söhne Israels schwören: Wenn Gott sich euer annimmt, dann nehmt meine Gebeine von hier mit hinauf! Josef starb im Alter von hundertzehn Jahren.

Der Mensch denkt, Gott lenkt

Bisher verkörperten die Patriarchen Abraham, Isaak oder Jakob das ganze Volk und bestimmten sein Geschick; jetzt hängt das Geschick des Volkes von zwölf Brüdern und ihrer Solidarität ab. Vordringlich ist die Bereitschaft Josefs, seinen Brüdern das erlittene Unrecht zu vergeben. Josef orientiert sich an der göttlichen Grosszügigkeit, denn er erkennt, dass Gott die Bosheit der Brüder in eine Überlebenschance zu wenden weiss. – Christen erkennen hier ein Vorausbild jenes Heilsplanes, der sich durch das Kreuz verwirklicht.

Antwortspalm

Psalm 105, 1–4.6–7


R: Ihr Gebeugte, sucht den Herrn, euer Herz lebe auf!


Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!

Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen,
sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!

Bedenkt es,
ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Wenn man euch um des Namens Christi willen beschimpft, seid ihr selig zu preisen; denn der Geist Gottes ruht auf euch. Halleluja.

Evangelium

Mt 10,24–34

Jesus sagte zu den Aposteln: Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn. Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen.

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.

Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Offen und furchtlos sprechen

Matthäus hat zuvor die Bestellung der Apostel und ihre Aussendung geschildert, er führt nun die Anweisungen für die Missionsarbeit weiter. Sie ist ein Dienst. Sie stösst auf Widerstand. Doch die Frohbotschaft ist furchtlos publik zu machen. Wer auf der Seite Gottes steht, hat nichts zu fürchten, nicht einmal den leiblichen Tod. Furcht wäre ein schlechter Ratgeber. Problematisch ist nicht das Aufkommen von Widerstand oder das Scheitern. Ein grosses Problem ist es aber, wenn der Christ oder die christliche Gemeinschaft sich der Verkündigung des wahren Evangeliums verschliesst, oder wenn sie den Dienst der Verkündigung in ein Mittel zum Macht¬gewinn umfunktioniert.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Meister der Apostel: Wir bitten dich:

  • Für alle, die das Evangelium verkünden: befreie sie von aller Menschenfurcht.
  • Für die ganze Kirche: Verwandle Parteilichkeiten in Solidarität.
  • Für die Ängstlichen: Schenke ihnen den Geist des Starkmutes.
  • Für uns selber: Stärke unseren Willen, durch unser Leben für dich Zeugnis zu geben.

Gott, du willst das Heil aller Menschen und schenkst die Gnade der Berufung. Nimm von uns die Furcht vor der Macht des Bösen und schenke uns Vertrauen in deinen Beistand. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, du hast uns mit reichen Gaben beschenkt. Lass uns in der Danksagung verharren und einst die Fülle des Heils erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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