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Gotteswort

14. März 2018


Mittwoch der 4. Fastenwoche

In Fortsetzung des gestrigen Evangeliums vernehmen wir heute, woher Jesus seine Sendung hat und wozu er die Menschen führen will. Es ist eine Botschaft der Hoffnung, wie sie schon beim Propheten anklingt.

Hl. Mathilde (g)

Gemahlin König Heinrichs I.

Mathilde, aus dem Geschlecht Widukinds, war Gemahlin König Heinrichs I., Mutter Ottos I. und Erzbischof Bruns von Köln. Sie gründete das Kloster Quedlinburg und weitere Klöster. Mathilde führte selber ein frommes und mildtätiges Leben. + 968.

Kyrie

Christus, du bist der Sohn des ewigen Vaters. Herr, erbarme dich.
Du rufst die Toten zum Leben. Christus, erbarme dich.
Wer dein Wort hört, wird leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott, du schenkst den Gerechten ihren Lohn und verzeihst den Sündern ihre Schuld um der Busse willen. Wir bekennen dir unser Versagen. Hab Erbarmen mit unserer Schwachheit und vergib uns, was wir gefehlt haben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 49,8–15

Aus dem Zweiten Gottesknechtlied

So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen, den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht!

Auf allen Bergen werden sie weiden, auf allen kahlen Hügeln finden sie Nahrung. Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schaden ihnen nicht. Denn er leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen. Alle Berge mache ich zu Wegen und meine Strassen werden gebahnt sein.

Seht her: Sie kommen von fern, die einen von Norden und Westen, andere aus dem Land der Siniter. Jubelt, ihr Himmel, jauchze, o Erde, freut euch, ihr Berge! Denn der Herr hat sein Volk getröstet und sich seiner Armen erbarmt.

Doch Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen. Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht.

Die Heimkehr ins Gelobte Land

Das Ende des Exils steht bevor. Nun wird im Zweiten „Gottesknecht“–Lied ein Erwählter Jahwes angesprochen, in welchem sich der verheissene „Bund“ Jahwes mit seinem Volk neu verkörpern wird. Ihm (dem Gottesvolk!) wird „Licht“, eine glückliche Heimkehr ins Land der Verheissung mit Worten angekündigt, die an die Wunder des Auszugs aus der Gefangenschaft Ägyptens erinnern. Auch Jerusalem darf sich freuen, denn Gott wird sich seiner Gemahlin (des Bundesvolkes!) wieder annehmen.

Antwortspalm

Psalm 145,8–9.13c–14.17–18


R: Gnädig und barmherzig ist der Herr, voll Langmut und reich an Gnade.


Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Der Herr ist treu in all seinen Worten,
voll Huld in all seinen Taten.
Der Herr stützt alle, die fallen,
und richtet alle Gebeugten auf.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut,
voll Huld in all seinen Werken.
Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe,
allen, die zu ihm aufrichtig rufen.

Ruf vor dem Evangelium

Lob dir, Christus, König und Erlöser! Ich bin die Auferstehung und das Leben. Jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Lob dir, Christus, König und Erlöser!

Evangelium

Joh 5,17–30

Aus Jesu Rede über seine Vollmacht

Jesus aber entgegnete den Juden: Mein Vater ist noch immer am Werk und auch ich bin am Werk. Darum waren die Juden noch mehr darauf aus, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.

Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch grössere Werke wird er ihm zeigen, sodass ihr staunen werdet.

Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will. Auch richtet der Vater niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben. Denn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben. Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.

Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht.

Von mir selbst aus kann ich nichts tun; ich richte, wie ich es (vom Vater) höre, und mein Gericht ist gerecht, weil es mir nicht um meinen Willen geht, sondern um den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Jesu Rede von seiner Vollmacht

Jesus hat am Teich von Betesda einen Gelähmten geheilt und zwar am Sabbat. Die Gegner verstehen, dass sich
Jesus göttliche Vollmacht zuschreibt, und reagieren scharf. Nun erklärt Jesus ausdrücklich, dass er seine
Vollmacht vom Vater hat. Er ist der Menschensohn, dem das „Gericht (krisis)“ übertragen ist. Es kommt nämlich zu einer Scheidung der Geister und zwar an seinem Wort. Nur wer der zur Liebe rufenden Stimme des Sohnes Gottes folgt, kommt zum Leben in Gott, der die Liebe ist. Die Eröffnung dieses Weges zum Leben ist das „Werk“ des Vaters und des Sohnes. – Herausgestellt wird, dass das „Wort“ göttlicher Herkunft ist, aber gleichzeitig ein wahrhaft humanes Wort ist.

Fürbitten

Christus, du bist Gottes Leben spendendes Wort:

  • Stärke die Kirche, wenn sie die Botschaft vom neuen Leben verkündet.
  • Zeige den Menschen, dass Gott sie wie ein Vater und eine Mutter liebt.
  • Mache uns dankbar, denn in dir hat Gott den neuen Bund mit der Menschheit geschlossen.
  • Rufe unsere Verstorbenen zu dir in das Haus des Vaters.

Christus, du bist gekommen, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben. Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Schlussgebet

Gütiger Gott, du schenkst deinen Gläubigen die heilige Speise für den Weg ihrer Pilgerschaft. Gib, dass uns dieses Sakrament nicht zum Gericht werde, sondern zum Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.