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Gotteswort

14. Dezember 2018


Freitag der 2. Adventswoche

Die heutigen Lesungen sprechen von Unzuverlässlichkeit und Launenhaftigkeit, also von nur allzu menschlichen Eigenschaften. In den heiligen Texten stehen sie aber nur als Gegenbeispiel zur göttlichen Treue und Verlässlichkeit. Diese sollte auch von den Kindern Gottes gelebt werden.

Hl. Johannes vom Kreuz (G)

Ordenspriester, Kirchenlehrer

Johannes vom Kreuz: ein hochbegabter Mystiker, hat mit der heiligen Theresia zusammen den Orden der Karmeliter reformiert. Er musste viel leiden, nicht zuletzt innerhalb des Ordens selber. – Die Karmeliter betrachten irgendwie den Propheten Elija, vom Berg Karmel, als ihren Stammvater. So passt es gut, wenn im Wortgottesdienst der Prophet Elija auftritt. Auch Johannes ist Prophet. Jesus selber wird als „der grosse Prophet“ erwartet. – Wir müssen uns von den Propheten, das sind die „Wortführer Gottes“ etwas sagen lassen.

Kyrie

Herr Jesus Christus,
– du bist der Menschensohn. Herr, erbarme dich unser.
– Du bist der grosse Prophet. Christus, erbarme dich unser.
– Du kommst, um alles wieder her zu stellen. Herr, erbarme dich unser.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast dem heiligen Johannes vom Kreuz ein grosses Verlangen geschenkt, sich selbst zu verleugnen und Christus nachzufolgen. Gib, dass auch wir im Kreuz unser Heil erkennen und durch das Kreuz die Gnade erlangen, deine Herrlichkeit zu schauen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

Jes 48,17–19

Von der Bundestreue

So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst.

Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dein Glück wäre wie ein Strom und dein Heil wie die Wogen des Meeres. Deine Nachkommen wären (zahlreich) wie der Sand und deine leiblichen Kinder wie seine Körner. Ihr Name wäre in meinen Augen nicht getilgt und gelöscht.

Den gleichen Weg gehen

Der Prophet klagt als Sprecher des Bundesgottes, weil das Volk zwar die Verheissungen gehört hat, doch den von Gott gewiesenen Weg der Rückkehr aus Babel nach Jerusalem nicht gehen will. Wenn es aus den Katastrophen der Vergangenheit gelernt hätte, würde sich an ihm die Abrahamsverheissung erfüllen: eine Nachkommenschaft so zahlreich wie der Sand am Meer… – Erst das Kind von Bethlehem wird den Willen des Vaters voll erfüllen.

Antwortspalm

Psalm 1,1–4.6


R: Herr, wer dir nachfolgt, hat das Licht des Lebens.


Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt,
nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.

Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt
und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut,
wird ihm gut gelingen.

Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Herr wird kommen, eilt ihm entgegen; er ist es, der Friedensfürst. Halleluja.

Evangelium

Mt 11,16–19

Kein Gehör

Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte (Hochzeitslieder) gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.

Johannes ist gekommen, er isst nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen.

Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder!

Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, Recht bekommen.

Glauben ist kein Kinderspiel

Gottes Weisheit ist verkörpert in der Person Jesu. Seine Zeit- und Volksgenossen gleichen aber launenhaften Kindern, denen man nichts recht machen kann. (Aber sind Erwachsene immer besser?) Weil Israel nicht ernsthaft auf Gottes Pläne und Willen eingeht, vermag es in Jesus nicht den Gesandten Gottes zu erkennen.

Fürbitten

Jesus Christus, der für uns am Kreuz starb, wollen wir bitten:

  • Mach allen Gläubigen bewusst, dass sie in deiner Nachfolge ihr Kreuz tragen sollen.
  • Lass die Völker Europas im Zeichen des Kreuzes zueinander finden.
  • Gib allen Mut, die von anderen grundlos abgelehnt werden.
  • Lehre uns, im Schweigen deine Stimme zu hören.

Herr, unser Gott, zu unserem Heil hat dein Sohn das Kreuz getragen. Gib, dass wir in seiner Nachfolge ausharren, durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, du hast im Leben des heiligen Johannes das Geheimnis des Kreuzes aufleuchten lassen. Stärke uns durch das Opfer, das wir gefeiert haben, damit wir in der Nachfolge Christi ausharren und in deiner Kirche zum Heil der Menschen wirken. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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