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Gotteswort

15. Februar 2019


Freitag der 5. Woche im Jahreskreis

Im Menschen steckt die Sehnsucht nach persönlicher wie nach sozialer Ganzheit und Harmonie. Die Sorge um beides gehört zur Sendung der Kirche. – Die erste Lesung handelt vom Verlust dieser Harmonie durch die Sünde, das Evangelium von einer ganzheitlichen Heilung durch Jesus.

Kyrie

Christus, du öffnest die Ohren von Leib und Seele. Herr, erbarme dich.
Du hilfst uns, vor dir und mit andern richtig zu reden. Christus, erbarme dich.
Du hast alles gut gemacht. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr. Du kennst unser Elend: Wir reden miteinander und verstehen uns nicht. Wir schliessen Verträge und vertragen uns nicht. Wir sprechen vom Frieden und rüsten zum Krieg. Zeig uns einen Ausweg. Sende deinen Geist, damit er den Kreis des Bösen durchbricht und das Angesicht der Erde erneuert. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gen 3,1–8

Der Fall des Menschen

Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?

Die Frau entgegnete der Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen; nur von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben.

Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben. Gott weiss vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.

Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und ass; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er ass.

Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz. Als sie Gott, den Herrn, im Garten gegen den Tagwind einherschreiten hörten, versteckten sich Adam und seine Frau vor Gott, dem Herrn, unter den Bäumen des Gartens.

Das verlorene Paradies

Für die alten Völker waren die Zwiespältigkeit der Menschen und der Tod bedrängende Fragen. Oft ist der Mythos des „verlorenen Paradieses“ die Erklärung. Wie es dem Glauben entspricht, hebt nun unser Text die Freiheit des Menschen hervor. Nur wer wissend gut und böse zu unterscheiden vermag, kann gut sein oder sündigen. – Die Schlange ist hier die personifizierte „Versuchung“, die den Sachverhalt verfälscht. Der Schlangenkult war unter den alten Völkern eine verbreitete, magische Fruchtbarkeitspraxis, gegen welche die hebräischen Propheten früh protestierten. Das Leben kommt von Jahwe her. Es ist Sünde, sich eigenwillig die Fruchtbarkeit zu verschaffen, die von Gott kommt. (vgl. Stuttgarter AT; Frisque)

Antwortspalm

Psalm 32,1–2.5–7


R: Wohl dem, dessen Frevel vergeben und dessen Sünde bedeckt ist.


Wohl dem, dessen Frevel vergeben
und dessen Sünde bedeckt ist.
Wohl dem Menschen,
dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt
und dessen Herz keine Falschheit kennt.

Da bekannte ich dir meine Sünde
und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir.
Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen.
Und du hast mir die Schuld vergeben.

Darum soll jeder Fromme in der Not zu dir beten;
fluten hohe Wasser heran, ihn werden sie nicht erreichen.
Du bist mein Schutz, bewahrst mich vor Not;
du rettest mich und hüllst mich in Jubel.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Herr, öffne uns das Herz, dass wir auf die Worte deines Sohnes hören. Halleluja.

Evangelium

Mk 7, 31–37

Die Heilung eines Taubstummen

Jesus verliess das Gebiet von Tyrus wieder und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekapolis.

Da brachte man einen Taubstummen zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren. Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel; danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heisst: Öffne dich! Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit und er konnte richtig reden.

Jesus verbot ihnen, jemand davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto mehr machten sie es bekannt. Ausser sich vor Staunen sagten sie: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.

Einführung in den Glauben

Dieser Bericht findet sich nur bei Markus. Er lokalisiert die Heilung auf heidnischem Boden und abseits der Menge. Der Taubstumme versinnbildet Menschen, denen die Kommunikation mit Gott fehlt. Vorbereitet durch die „Patenschaft“ anderer, die den Tauben zu Jesus bringen, kommt es zur persönlichen Begegnung mit Jesus. Die Handauflegung und der „Effata“–Ritus für die Sinnesorgane sind uns von der christlichen Taufe her bekannt. Diese Heilpraxis war schon vor Jesus üblich. Er macht selbst die Schöpfung gut, will aber anders verstanden werden als die „Heiler“ (darum das Schweigegebot!). – Wie beim Heilen Jesu verbinden sich bei Christwerden und Taufe das persönliche und das kirchliche Moment.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast alles gut gemacht:

  • Wecke den Glaubenssinn in den Herzen der Menschen.
  • Bewahre die Regierenden vor dem Missbrauch der Macht.
  • Schenke allen, die sich einsam fühlen, in der Gemeinschaft der Kirche deine Freude.
  • Öffne uns selber Ohren und Mund, damit wir dich hören und dich loben.

Barmherziger Gott, du hast deinen Sohn gesandt als Heiland aller Völker. Wir preisen dich und danken dir, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, du hast uns teilhaben lassen an dem einen Brot und dem einen Kelch. Lass uns eins werden in Christus und Diener der Freude sein für die Welt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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