Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

15. März 2018


Donnerstag der 4. Fastenwoche

Beide Lesungen sagen heute: Gott ist ein Gott des Lebens. Er will das Heil. Die Menschen wissen es oft besser und laufen in die Quere oder verlaufen sich. Die lsraeliten tanzten um Götzen. Heute tanzen viele um den Mammon und andere Idole. Jesus weist einen andern Weg, den Weg zum Vater. Er ist selber dieser Weg und die Kraft für diesen Weg.

Hl. Klemens Maria Hofbauer (g)

Ordenspriester

Klemens Maria Hofbauer, der erste deutsche Redemptorist, stammt aus Mähren. Der Bäckerjunge fand nur mit Mühe den Weg zum Priestertum. Er wirkte in Warschau und Wien, kurz hielt er sich auch in der Innerschweiz und im Schwarzwald auf. Er widersetzte sich dem Geist der Aufklärung und dem Staatskirchentum. Geschätzt als Prediger und Seelenführer pflegte er auch Hausbesuche, eine intensive Krankenseelsorge, Heimabende, Leihbibliotheken. + 1820.

Kyrie

Christus, du bist vom Vater ausgegangen. Herr, erbarme dich.
Du hast Zeugnis vom Vater gegeben. Christus, erbarme dich.
Du kamst, um alle Menschen zum Vater zu führen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott, heilige uns in dieser Zeit der Busse. Gib uns Kraft zu guten Werken und Ausdauer in der Beobachtung deiner Gebote, damit wir fähig werden, das Osterfest mit reinem Herzen zu feiern. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ex 32,7–14

Mose als Fürbitter

Da sprach der Herr zu Mose: Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben. Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben.

Weiter sprach der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk durchschaut: Ein störrisches Volk ist es. Jetzt lass mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und sie verzehrt. Dich aber will ich zu einem grossen Volk machen.

Da versuchte Mose, den Herrn, seinen Gott, zu besänftigen, und sagte: Warum, Herr, ist dein Zorn gegen dein Volk entbrannt? Du hast es doch mit grosser Macht und starker Hand aus Ägypten herausgeführt. Sollen etwa die Ägypter sagen können: In böser Absicht hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und sie vom Erdboden verschwinden zu lassen? Lass ab von deinem glühenden Zorn und lass dich das Böse reuen, das du deinem Volk antun wolltest. Denk an deine Knechte, an Abraham, Isaak und Israel, denen du mit einem Eid bei deinem eigenen Namen zugesichert und gesagt hast: Ich will eure Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel, und: Dieses ganze Land, von dem ich gesprochen habe, will ich euren Nachkommen geben und sie sollen es für immer besitzen.

Da liess sich der Herr das Böse reuen, das er seinem Volk angedroht hatte.

Mittler zwischen Volk und Gott

Der Abschnitt zeigt, wie gross Gott ist und wie gross Mose aus der Geschichte am Fuss des Sinai hervorgeht, während das Volk kläglich versagt hat. Mose hätte diesem Volk im Zorn die Solidarität aufkünden können, aber er bleibt seinem Volk treu. Er argumentiert gegen die Vernichtungsabsicht des enttäuschten Gottes. Er wird zum grossen, fürbittenden Mittler zwischen seinem Volk und dem treuen Gott. – Mose ist Vorbild auf Christus hin. (Frisque; Schott)

Antwortspalm

Psalm 106,19–24


R: Denk an uns, Herr, aus Liebe zu deinem Volk!


Sie machten am Horeb ein Kalb
und warfen sich vor dem Gussbild nieder.
Die Herrlichkeit Gottes tauschten sie ein
gegen das Bild eines Stieres, der Gras frisst.

Sie vergassen Gott, ihren Retter,
der einst in Ägypten Grosses vollbrachte,
Wunder im Lande Hams,
Furcht erregende Taten am Schilfmeer.

Da fasste er einen Plan und er hätte sie vernichtet,
wäre nicht Mose, sein Erwählter,
für sie in die Bresche gesprungen,
sodass Gott sie im Zorn nicht vertilgte.
Sie verschmähten das köstliche Land;
sie glaubten seinen Verheissungen nicht.

Ruf vor dem Evangelium

Lob dir, Christus, König und Erlöser! So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Lob dir, Christus, König und Erlöser!

Evangelium

Joh 5,31–47

Jesu Rede über seine Vollmacht (Fortsetzung)

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: Wenn ich über mich selbst als Zeuge aussage, ist mein Zeugnis nicht gültig; ein anderer ist es, der über mich als Zeuge aussagt, und ich weiss: Das Zeugnis, das er über mich ablegt, ist gültig.

Ihr habt zu Johannes geschickt, und er hat für die Wahrheit Zeugnis abgelegt. Ich aber nehme von keinem Menschen ein Zeugnis an, sondern ich sage dies nur, damit ihr gerettet werdet. Jener war die Lampe, die brennt und leuchtet, und ihr wolltet euch eine Zeit lang an seinem Licht erfreuen.

Ich aber habe ein gewichtigeres Zeugnis als das des Johannes: Die Werke, die mein Vater mir übertragen hat, damit ich sie zu Ende führe, diese Werke, die ich vollbringe, legen Zeugnis dafür ab, dass mich der Vater gesandt hat.

Auch der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat über mich Zeugnis abgelegt. Ihr habt weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt je gesehen, und auch sein Wort bleibt nicht in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat.

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu haben.

Meine Ehre empfange ich nicht von Menschen. Ich habe erkannt, dass ihr die Liebe zu Gott nicht in euch habt. Ich bin im Namen meines Vaters gekommen und doch lehnt ihr mich ab. Wenn aber ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, dann werdet ihr ihn anerkennen. Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr eure Ehre voneinander empfangt, nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?

Denkt nicht, dass ich euch beim Vater anklagen werde; Mose klagt euch an, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. Wenn ihr Mose glauben würdet, müsstet ihr auch mir glauben; denn über mich hat er geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie könnt ihr dann meinen Worten glauben?

Jesu Rede über seine Vollmacht (Fortsetzung)

Die Rede Jesu nimmt die Form einer Gerichtsverhandlung an. Er ist wegen fehlender Legitimation angeklagt. Gefragt sind Zeugen für die Vollmacht Jesu. Er führt „Zeugen“ an: den Täufer, die Schriften des Mose und vor allem den Vater, bzw. die „Werke“, die Jesus als Gesandter des Vaters wirkt. Mit den „Werken“, die der Vater und Jesus selbst wirken, ist letztlich die endzeitliche und richtende Totenerweckung gemeint, die mit Ostern offenbar wird. (Zenger) – Unmerklich ändert die Situation. Jesus selber klagt die Gegner an, weil sie uneinsichtig sind und seinem Wort nicht glauben. – Wir haben hier nicht „Judenfeindlichkeit“ herauszuhören, denn Jesus selber ist Jude wie seine Gegner. Dagegen zeigt sich, wie tief der Graben zwischen (Juden–)Christen und Juden zur Zeit des Evangelisten geworden ist. Die Juden schliessen die Christen aus ihren Synagogen aus; die Christen halten dafür, dass die Juden die Messiashoffnung verspielt haben. Ein Akzent wird auf den gelebten, befreienden Glauben gesetzt, im Unterschied zur Schulweisheit und zur Praxis der Schriftgelehrten.

Fürbitten

Christus, du bist unser Mittler beim Vater. Wir bitten dich:

  • Für die ganze Kirche: Befreie sie von aller Herzenshärte.
  • Für unser Volk: Halte es ab vom Tanz um das goldene Kalb.
  • Für alle, die nur mit sich selbst beschäftigt sind: Befreie sie aus ihrem Egoismus.
  • Für uns selber: Gib, dass wir auf dein Wort hören und gute Früchte bringen.

Christus, du hast uns durch dein Blut erlöst. Stärke uns am Tisch deines Wortes und deines Sakramentes, damit wir dir und den Menschen mit Freude dienen. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Gütiger Gott, du hast uns mit dem Leib und dem Blut deines Sohnes gestärkt. Tilge die Sünden, die unser Gewissen belasten, damit wir die Fülle deines Heiles erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.