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Gotteswort

15. Juni 2019


Samstag der 10. Woche im Jahreskreis

Heute werden wir vor Halbheiten und falschen Kompromissen gewarnt. Die Lesung spricht vom Volleinsatz Jesu: „Einer für alle!“ Das Alte weicht dem Neuen. Das Evangelium erwartet eine Geradlinigkeit, die Verstellungen nicht zulässt.

Hl. Vitus (Veit) (g)

Märtyrer in Sizilien

Vitus erlitt in Sizilien den Martertod, wohl unter Diokletian. Reliquien von ihm werden u. a. im Prager Veitsdom aufbewahrt.

Kyrie

Christus, du bist Gottes Ja zu den Menschen. Herr, erbarme dich.
Du lehrst uns Ja zu sagen zu dir und deiner Botschaft. Christus, erbarme dich.
Du lehrst uns, Nein zu sagen zu allem, was böse ist. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, du du hast deiner Kirche im heiligen Antonius von Padua einen machtvollen Verkünder des wahren Glaubens und einen Helfer in der Not geschenkt. Gib, dass wir nach seinem Vorbild ein christliches Leben führen und in allen Nöten deine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Kor 5,14–21

Im Dienst der Versöhnung

Die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben. Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde. Also schätzen wir von jetzt an niemand mehr nur nach menschlichen Massstäben ein; auch wenn wir früher Christus nach menschlichen Massstäben eingeschätzt haben, jetzt schätzen wir ihn nicht mehr so ein. Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat. Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung (zur Verkündigung) anvertraute. Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen! Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.

„In Christus“

Vor dem heutigen Text nimmt Paulus sein früheres Fehlurteil zurück. Damals sah er in Christus einen Störefried, der die die hergebrachte Religion verwirrte. Jetzt lebt Paulus (und empfindet das als „neue Schöpfung“!) im Lebensraum Christi selber. Jetzt weiss er, dass Christus die Versöhnung bringt (also nicht Unfrieden), denn Gott versöhnt durch Christus die Welt und uns Menschen mit sich. Nicht der zornige Gott muss versöhnt werden, sondern umgekehrt. Der Verkünder soll diese Versöhnungsbotschaft weiter tragen. Grund ist die rettende Liebestat Christi. Er hat unsere Schuld auf sich genommen. Dies ist der Weg der „aufrichtenden“ (nicht „richtenden“) „Gerechtigkeit“ Gottes. (vgl. Stuttgarter NT)

Antwortspalm

Psalm 103,1–4.8–9.11–12


R: Gnädig und barmherzig ist der Herr


Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
Er wird nicht immer zürnen,
nicht ewig im Groll verharren.

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.
So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt er die Schuld von uns.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Deinen Vorschriften neige mein Herz zu. Herr, begnade mich mit deiner Weisung. alleluja. Halleluja. Deinen Vorschriften neige mein Herz zu. Herr, begnade mich mit deiner Weisung. Halleluja.

Evangelium

Mt 5,33–37

Vom Schwören

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füsse, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des grossen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiss oder schwarz machen.

Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

Wahrhaftigkeit nicht nur im Ausnahmefall

Für Jesus soll das Wort der Menschen aus der innern Wahrhaftigkeit des Menschen stammen. Wenn dieser seinen Weg in Treue und Ehrlichkeit vor Gott geht, muss er nicht eine zusätzliche Garantie einbauen. Er soll Gott nicht (auch nicht mit einer Umschreibung des Gottesnamens) durch einen Schwur zum Zeugen machen wollen, auch nicht in Form einer Selbstverwüschung („bei meinem Haupt“). – In der Tradition (und schon in der Bibel) läuft unter bestimmten Bedingungen doch auch eine Praxis des Schwörens weiter.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du bist der treue Zeuge:

  • Mache die Boten des Evangeliums zu treuen und wahrhaftigen Zeugen.
  • Pflanze die Christusliebe in die Herzen deiner Söhne und Töchter.
  • Festige in den Medienschaffenden den Sinn für die Wahrheit.
  • Bewahre uns selber vor falschen Kompromissen.

Christus, du bist unser Herr und Bruder, du hast uns den Beistand verheissen, den Heiligen Geist. Er belebe die ganze Kirche und stärke sie für ihre Sendung. Darum bitten wir dich, der du lebst und herrschest, jetzt und in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, die heilende Kraft dieses Sakramentes befreie uns von allem verkehrten Streben und führe uns auf den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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