Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

17. März 2019


2. Fastensonntag

Unsere Aussichten: Wie darf der Mensch in die Zukunft blicken? Dazu erhält Abraham eine Verheissung. Jesus sieht sich im Gebet Gott gegenüber und erfährt seine Verklärung (Evangelium). Paulus spricht von unserer verklärten Zukunft bei dem vom Tode erstandenen Christus.

Kyrie

Christus, du bist der geliebte Sohn des ewigen Vaters. Herr, erbarme dich.
Du hast dich den Jüngern in verklärter Gestalt gezeigt. Christus, erbarme dich.
Du hast den Jüngern von deinem Tod und deiner Auferstehung gesprochen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du hast uns geboten, auf deinen geliebten Sohn zu hören. Nähre uns mit deinem Wort und reinige die Augen unseres Geistes, damit wir fähig werden, deine Herrlichkeit zu erkennen. Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gen 15,5–12.17–18

Der Bund Gottes mit Abraham

Gott führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. Abram glaubte dem Herrn und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an. Er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zu Eigen zu geben.

Da sagte Abram: Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es zu Eigen bekomme? Der Herr antwortete ihm: Hol mir ein dreijähriges Rind, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine Haustaube! Abram brachte ihm alle diese Tiere, zerteilte sie und legte je eine Hälfte der andern gegenüber; die Vögel aber zerteilte er nicht. Da stiessen Raubvögel auf die Fleischstücke herab, doch Abram verscheuchte sie. Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf; grosse, unheimliche Angst überfiel ihn.

Die Sonne war untergegangen und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch. An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum grossen Strom Eufrat.

Die Verheissungen des Glaubens

„Glauben“ (das Wort begegnet hier erstmals in der Bibel) bedeutet, sich voll Vertrauen auf Gott einlassen, auch wenn dies (wie für Abram) ein Wagnis ist. Solcher Glaube, auch wider allen Anschein, ist „Gerechtigkeit“ im Sinn Gottes. Er ist für Abram verknüpft mit der Verheissung einerseits von Land, anderseits von Nachkommenschaft (zwei Traditionen!). – Der Bundesschluss wird als ein Abkommen in der Form der kriegerischen Gewohnheiten jener Zeit geschildert. Gott lässt sich auf die menschlichen, zeitbedingten Ausdrucksformen ein, um Abraham Gewissheit über die Landverheissung zu geben. (vgl. Schott; Frisque)

Antwortspalm

Psalm 27,1.7–9.13–14


R: Der Herr ist mein Licht und mein Heil.


Der Herr ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?

Vernimm, o Herr, mein lautes Rufen;
sei mir gnädig und erhöre mich!
Mein Herz denkt an dein Wort:
«Sucht mein Angesicht!»

Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.
Verbirg nicht dein Gesicht vor mir;
weise deinen Knecht im Zorn nicht ab!
Du wurdest meine Hilfe.
Verstoss mich nicht, verlass mich nicht.

Ich aber bin gewiss, zu schauen
die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn und sei stark!
Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn!

2. Lesung

Phil 3,17–4,1

Sehnsucht nach Christus

Ahmt mich nach, Brüder, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt. Denn viele – von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche – leben als Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch; ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn

Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann. Darum, meine geliebten Brüder, nach denen ich mich sehne, meine Freude und mein Ehrenkranz, steht fest in der Gemeinschaft mit dem Herrn, Geliebte.

Die Verklärung des Leibes

Paulus erklärt gewisse Gegner als „Feinde des Kreuzes Christi, weil sie entweder den Leib überschätzten (Juden pochten auf Beschneidung und Speisevorschriften) oder unterschätzten (Griechen akzeptierten höchstens ein Weiterleben der Seele, nicht der Person). Christen dagegen vertrauen auf ihre Bindung an Christus, der durch Kreuz und Tod in die Herrlichkeit eingegangen ist und zwar als ganze Person (Geist–Seele–Leib). Bei ihm ist schon jetzt unsere wahre Heimat.

Ruf vor dem Evangelium

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! Aus der lichten Wolke kam die Stimme des Vaters: Dies ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium

Lk 9,28b–36

Die Verklärung Jesu

Jesus nahm Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiss. Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte.

Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen.

Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst. Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein.

Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.

Die Verklärung Jesu

Der Weg Jesu durch Galilä, wo er lehrte und heilte, führte bis zur Ankündigung von Leiden und Auferstehung, verbunden mit dem Aufruf zur Kreuzesnachfolge. Nun hält Jesus inne. Auf dem „Berg“ (vgl. die Gottes–Erfahrungen von Mose und Elija auf einem Berg), also über der profanen Welt, macht Jesus eine geheimnisvolle Erfahrung. Nicht eine Menge, nur drei Jünger begleiten ihn. Sie werden Zeugen des Geschehens sein. Dem Vater im Gebet zugewandt verwandeln sich das Gesicht und die ganze Gestalt Jesu. Er spricht mit Mose und Elija über seinen „Weggang (exodos) in Jerusalem“, wo er leiden wird. Das ist eine Anspielung an den Exodus Isreals ins Verheissungsland. Jesu Weg führt über das Leiden in die Verherrlichung. Die Stimme aus der Wolke bestätigt dann die überirdische Identität Jesu (welche die Jünger auch am See erahnen konnten) und seinen Weg durch das Leiden in die Verherrlichung (den die Propheten erahnen liessen). Jesus ist der „auserwählte Sohn“ (vgl. Gottesknechtlied des Jesaja). Auf das Wort des Sohnes, der in der Herrlichkeit Gottes steht, sollen die Jünger später hören. – Die Jünger verschlafen das unerhörte Geschehen teilweise (vgl. Ölberg), und Petrus redet unbedacht. Ihm wäre es lieber, wenn er sich ungestört niederlassen könnte, ohne den Weg antreten zu müssen, der Jesus über das Leiden zur Verherrlichung führen wird. Weil sie dieses Geheimnis selber noch kaum verstehen, reden sie jetzt nicht darüber. Sie werden nach Ostern, in der Weggemeinschaft mit dem Auferstandenen, den Weg des Kreuzes als Weg der Hoffnung verstehen, der in das Licht führt.

Fürbitten

Christus, als geliebter Sohn bist du uns Lichtzeichen der Hoffnung. Wir bitten dich:

  • Für deine Kirche: Lass sie ein Hoffnungszeichen werde für die Menschen.
  • Für die Getauften: Lass sie einen tiefen Glauben und grosse Liebe erfahren.
  • Für die Völker der Erde: Schenke ihnen die Bereitschaft zu Frieden und Gerechtigkeit.
  • Für Kranke und Leidende: Lass sie in dir Licht und Trost finden.
  • Für das Pflegepersonal und die Ärzteschaft: Stärke sie für ihren Dienst.
  • Für alle, die hier beten: Hilf uns, in deinem Kreuz den Weg zum Leben erkennen.

Christus, dein Wort ist wahrhaftig. Gib, dass wir auf dich hören und dich preisen in Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, du hast uns im Sakrament an der Herrlichkeit deines Sohnes Anteil gegeben. Wir danken dir, dass du uns schon auf Erden teilnehmen lässt an dem, was droben ist. Durch Christus, unseren Herrn.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren