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Gotteswort

18. März 2019


Montag der 2. Fastenwoche

In der österlichen Busszeit weisen heute die Lesungen mit Nachdruck auf das Geheimnis der Liebe hin, die Kern des christlichen Glaubens ist. So werden die Katechumenen auf die Taufe vorbereitet, während wir auf die Verpflichtungen der Taufe hingewiesen werden.

Hl. Cyrill von Jerusalem (g)

Bischof, Kirchenlehrer

Cyrill, Bischof von Jerusalem, wurde von den Arianern mehrmals aus Jerusalem vertrieben, konnte aber zurückkehren. Von seinen Schriften sind 24 Ansprachen an die Taufbewerber erhalten. Sie bieten eine „mystagogische“ Glaubenslehre. Diese wird aus den Worten und Handlungen bei der Feier der Sakramente entwickelt. + 386.

Kyrie

Christus, du offenbarst die Barmherzigkeit Gottes. Herr, erbarme dich.
Du bist Mensch geworden, um die Sünden zu vergeben. Christus, erbarme dich.
Du willst, dass wir einander die Schuld vergeben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Ewiger Gott, zum Heil unserer Seele verlangst du, dass wir den Leib in Zucht nehmen und Busse tun. Gib uns die Kraft, dass wir uns von Sünden frei halten und die Gebote erfüllen, die uns deine Liebe gegeben hat. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Dan 9,4b–10

Das grosse Bussgebet

Herr, du grosser und Furcht erregender Gott, du bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten, deinen Bund und deine Gnade. Wir haben gesündigt und Unrecht getan, wir sind treulos gewesen und haben uns gegen dich empört; von deinen Geboten und Gesetzen sind wir abgewichen. Wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen und Vorstehern, zu unseren Vätern und zu allen Bürgern des Landes geredet haben.

Du, Herr, bist im Recht; uns aber steht bis heute die Schamröte im Gesicht, den Leuten von Juda, den Einwohnern Jerusalems und allen Israeliten, seien sie nah oder fern in all den Ländern, wohin du sie verstossen hast; denn sie haben dir die Treue gebrochen.

Ja, Herr, uns steht die Schamröte im Gesicht, unseren Königen, Oberen und Vätern; denn wir haben uns gegen dich versündigt. Aber der Herr, unser Gott, schenkt Erbarmen und Vergebung. Ja, wir haben uns gegen ihn empört. Wir haben nicht auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, gehört und seine Befehle nicht befolgt, die er uns durch seine Diener, die Propheten, gegeben hat.

Menschliche Armseligkeit – göttliche Barmherzigkeit

Der Text stammt aus einem Gebet, das dem Propheten Daniels zugeschrieben wird, der im Namen des reuigen Volkes spricht. Das Bewusstsein einerseits um die menschliche Armseligkeit (hier des ganzen Volkes), anderseits um die Hoheit und Barmherzigkeit Gottes sind grundlegende Voraussetzungen für jedes echte Beten. So kann sich der Mensch in den Liebesplan Gottes einfügen lassen. – Diese Lesung setzt auch einen Akzent auf die Bedeutung der Propheten und ihrer Verkündigung.

Antwortspalm

Psalm 79, 5.8–9.11.13


R: Vergilt uns nicht nach unsern Sünden, o Herr.


Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen?
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?
Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an!
Mit deinem Erbarmen
komm uns eilends entgegen!
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Um der Ehre deines Namens willen
hilf uns, du Gott unsres Heils!
Um deines Namens willen reiss uns heraus
und vergib uns die Sünden!

Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir.
Befrei die Todgeweihten
durch die Kraft deines Armes!
Wir aber, dein Volk, die Schafe deiner Weide,
wollen dir ewig danken,
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.

Ruf vor dem Evangelium

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. Du hast Worte des ewigen Lebens. Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium

Lk 6,36–38

Barmherzig sein! – Nicht richten!

Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!

Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.

Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfliessendem Mass wird man euch beschenken; denn nach dem Mass, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.

Erfinderische Liebe

Dieser Abschnitt der Bergpredigt folgt auf die Worte über die Feindesliebe. Jesus, der zu einer tiefen Harmonie mit Gott und seinem Willen auffordert, legt uns ans Herz, so barmherzig zu sein wie der Vater im Himmel, der niemand aus seiner Liebe ausschliesst. Solche Liebe ist selbstkritisch und weiss um die eigene Vergebungsbedürftigkeit. Sie findet Wege, um andern unerwartet Gutes zu tun.

Fürbitten

Christus, du offenbarst die Barmherzigkeit des Vaters:

  • Hilf allen, die predigen und Katechese erteilen, das Evangelium der Liebe zu verkünden.
  • Wandle allen Hass zwischen den Völkern in die Bereitschaft zur Versöhnung.
  • Lass alle, die sich in Schuld verstrickt haben, Vergebung und Verständnis erfahren.
  • Erneuere unsere Gemeinschaft, damit sie deinen Geist ausstrahlen kann.

Ewiger Vater, komm uns mit deinem Erbarmen entgegen. Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, dieses heilige Mahl mache uns frei von Schuld und gebe uns Anteil an der Freude des Himmels. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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