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Gotteswort

20. Januar 2018


Samstag der 2. Woche im Jahreskreis

Schwere Stunden können unerwartet kommen. In der ersten Lesung geht es um den Tod von nahe stehenden Menschen, im Evangelium um die vermeintlich „unmögliche“ Verkündigung Jesu.

Hl. Fabian (g)

Papst, Märtyrer

Fabian, Papst (236–251) teilte die Stadt Rom in sieben Bezirke ein und übertrug die Verwaltung sieben Diakonen. Er trug Sorge zum kirchlich organisierten Begräbniswesen. Fabian genoss ansehen in der Gesamtkirche (Cyprian; Origenes). Er wurde in der Calixtus–Katakombe beigesetzt.

Hl. Sebastian (g)

Märtyrer

Sebastian stammte aus Mailand und starb vor 300 als Märtyrer in Rom. Sein Grab befindet sich an der Via Appia „ad catacumbas“, wo ihm eine der sieben Hauptkirchen Roms geweiht ist. Nach der Legende war er Offizier und wurde durch Pfeile schwer verwundet, dann erschlagen.

Kyrie

Christus, viele Menschen suchten dich auf. Herr, erbarme dich.
Deine Angehörigen haben dich nicht verstanden. Christus, erbarme dich.
Du bist deinen Weg nach dem Willen des Vaters gegangen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, wir gedenken der seligen Jungfrau Maria, die du aus allen Menschen erwählt und geheiligt hast. Höre auf ihre Fürsprache und schenke auch uns Heil und Segen aus der Fülle deiner Gnade. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Sam 1,1–4.11–12.17.19.23–27

Davids Totenklage

Als David nach dem Tod Sauls von seinem Sieg über die Amalekiter zurückgekehrt war und sich zwei Tage lang in Ziklag aufgehalten hatte, kam am dritten Tag ein Mann aus dem Lager Sauls, mit zerrissenen Kleidern und Staub auf dem Haupt. Als er bei David angelangt war, warf er sich (vor ihm) auf den Boden nieder und huldigte ihm. David fragte ihn: Woher kommst du? Er antwortete ihm: Ich habe mich aus dem Lager Israels gerettet. David sagte zu ihm: Wie stehen die Dinge? Berichte mir! Er erwiderte: Das Volk ist aus dem Kampf geflohen, viele von den Männern sind gefallen und umgekommen; auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot.

Da fasste David sein Gewand und zerriss es und ebenso (machten es) alle Männer, die bei ihm waren. Sie klagten, weinten und fasteten bis zum Abend wegen Saul, seines Sohnes Jonatan, des Volkes des Herrn und des Hauses Israel, die unter dem Schwert gefallen waren.

Und David sang die folgende Totenklage auf Saul und seinen Sohn Jonatan:

Israel, dein Stolz liegt erschlagen auf deinen Höhen.
Ach, die Helden sind gefallen!
Saul und Jonatan, die Geliebten und Teuren,
im Leben und Tod sind sie nicht getrennt.
Sie waren schneller als Adler,
waren stärker als Löwen.

Ihr Töchter Israels, um Saul müsst ihr weinen;
er hat euch in köstlichen Purpur gekleidet,
hat goldenen Schmuck auf eure Gewänder geheftet.

Ach, die Helden sind gefallen mitten im Kampf.
Jonatan liegt erschlagen auf deinen Höhen.

Weh ist mir um dich, mein Bruder Jonatan.
Du warst mir sehr lieb.
Wunderbarer war deine Liebe für mich
als die Liebe der Frauen.
Ach, die Helden sind gefallen,
die Waffen des Kampfes verloren.

Ein Klagelied Davids

David klagt über den Tod Sauls und Jonatans, der sein Freund war. Sie sind im Kampf auf dem Gebirge von Gilboa gefallen. Der schmachvolle Tod des gesalbten Königs, des „Erwählten Gottes“, erfüllt den tief menschlich und loyal empfindenden David mit Trauer, obwohl er in den Gefallenen seine Konkurrenten sehen könnte. Die Totenklage Davids ist ein sehr altes Lied. – Die Christen werden an den schmachvollen Tod Jesu, des Gesalbten Gottes denken. (vgl. Frisque)

Antwortspalm

Psalm 80,2–7


R: Lass dein Angesicht leuchten, o Herr, und wir sind gerettet.


Du Hirte Israels, höre,
der du Josef weidest wie eine Herde!
Der du auf den Kerubim thronst, erscheine.
Biete deine gewaltige Macht auf
und komm uns zu Hilfe!

Gott, richte uns wieder auf!
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.
Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du,
während dein Volk zu dir betet?

Du hast sie gespeist mit Tränenbrot,
sie überreich getränkt mit Tränen.
Du machst uns zum Spielball der Nachbarn
und unsere Feinde verspotten uns.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Herr, öffne unser Herz, dass wir auf die Worte deines Sohnes hören. Halleluja.

Evangelium

Mk 3,20–21

Jesus und seine Angehörigen

Jesus ging in ein Haus und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten.
Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

Jesus findet keinen Glauben

Wieder berichtet Markus, dass viel Volk um Jesus zusammenlief. Jesus „kommt an“ beim Volk, da er viele Wunder wirkt und den Leuten hilft. Der Evangelist muss aber erklären, warum Jesus dennoch nicht wirklich verstanden wird. An anderer Stelle heisst es, kein Prophet wird in seiner Heimatstadt angenommen. Hier sagt Markus sehr deutlich, dass Jesu eigene Sippschaft sein Auftreten ablehnte. Markus wusste noch um die Überlieferung, dass die Blutsverwandten Jesu anfänglich nicht an ihn glaubten. Auch in weiten Kreisen seines Volkes fand Jesus keinen Glauben, obwohl ihm viele als einem Wundertäter zuliefen. Wundertäter gab es aber viele. – Verstehen die Christen heute das eigentliche Geheimnis der Person Jesu? Der Glaube an ihn ist ein Geschenk Gottes und kann nicht durch das Aufrechnen von Fakten hergestellt werden.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast die Menschenliebe Gottes offenbart:

  • Hilf den Christen, das Zeugnis echter Nächstenliebe zu geben.
  • Führe die Völker auf den Weg gerechter und friedlicher Zusammenarbeit.
  • Wecke und stärke das Vertrauen zwischen Verwandten und Angehörigen.
  • Lass uns selber deinem Wort gehorchen und die Wahrheit in Liebe tun.

Herr, erhöre dein Volk und schenke zum Voraus, was wir nicht auf Grund eigener Verdienste erbitten. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, du hast uns alle mit dem einen Brot des Himmels gestärkt. Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe, damit wir ein Herz und eine Seele werden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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