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Gotteswort

20. März 2018


Dienstag der 5. Fastenwoche

Die Erhöhung Jesu am Kreuz tritt nun ins Blickfeld. Sie wird schon als Erhöhung in die Herrlichkeit des Vaters gesehen. Von den Jüngern wird erwartet, dass sie der Botschaft Jesu glauben und im Gekreuzigten den Gesandten des Vaters erkennen.

Kyrie

Christus, du bist der Menschensohn. Herr, erbarme dich.
Du bist der Gesandte des ewigen Vaters. Christus, erbarme dich.
Du wurdest am Kreuz erhöht. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott, schenke uns Beharrlichkeit und Ausdauer auf dem Weg deiner Gebote, damit auch in unseren Tagen viele Menschen zu dir finden und deine Kirche dir immer eifriger dient. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Num 21,4–9

Die kupferne Schlange

Die Israeliten brachen vom Berg Hor auf und schlugen die Richtung zum Schilfmeer ein, um Edom zu umgehen.

Unterwegs aber verlor das Volk den Mut, es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf und sagte: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Etwa damit wir in der Wüste sterben? Es gibt weder Brot noch Wasser. Dieser elenden Nahrung sind wir überdrüssig.

Da schickte der Herr Giftschlangen unter das Volk. Sie bissen die Menschen und viele Israeliten starben. Die Leute kamen zu Mose und sagten: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den Herrn und gegen dich aufgelehnt. Bete zum Herrn, dass er uns von den Schlangen befreit. Da betete Mose für das Volk.

Der Herr antwortete Mose: Mach dir eine Schlange und häng sie an einer Fahnenstange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht. Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Fahnenstange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben.

Das erhöhte Schlangenbild

Lange wurden im Tempel Reste heidnischer Bräuche geduldet; so wurde eine eherne Schlange aufbewahrt, die erst vom frommen König Hiskija beseitigt wurde. Um eine abergläubische Verehrung zu bannen, erzählte man von einer Schlangenplage in der Wüste und von der Errettung durch den Aufblick zur Schlange. Voraussetzung ist das Sündenbekenntnis des Volkes, das zuvor den Weg zurück ans Schilfmeer gewählt und dann gemurrt hatte. – Auch wenn die Erzählung eine Legende war, haben die Christen hier ein Vorbild für den am Kreuz erhöhten Retter und Heiland gesehen. (Frisque)

Antwortspalm

Psalm 102,2–3.16–21


R: Herr, erhöre mein Gebet, und lass mein Rufen zu dir kommen.


Herr, höre mein Gebet!
Mein Schreien dringe zu dir.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir!
Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!
Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald!

Dann fürchten die Völker den Namen des Herrn
und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.
Denn der Herr baut Zion wieder auf
und erscheint in all seiner Herrlichkeit.

Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,
ihre Bitten verschmäht er nicht.
Dies sei aufgeschrieben
für das kommende Geschlecht,
damit das Volk, das noch erschaffen wird,
den Herrn lobpreise.

Denn der Herr schaut herab aus heiliger Höhe,
vom Himmel blickt er auf die Erde nieder;
er will auf das Seufzen der Gefangenen hören
und alle befreien, die dem Tod geweiht sind.

Ruf vor dem Evangelium

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! Der Samen ist das Wort Gottes, der Sämann ist Christus. Wer Christus findet, der bleibt in Ewigkeit. Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre.

Evangelium

Joh 8,21–30

Die Herkunft und Bestimmung Jesu

Ein andermal sagte Jesus zu den Pharisäern: Ich gehe fort und ihr werdet mich suchen und ihr werdet in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. Da sagten die Juden: Will er sich etwa umbringen? Warum sagt er sonst: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen?

Er sagte zu ihnen: Ihr stammt von unten, ich stamme von oben; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt. Ich habe euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.

Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Jesus antwortete: Warum rede ich überhaupt noch mit euch? Ich hätte noch viel über euch zu sagen und viel zu richten, aber er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit, und was ich von ihm gehört habe, das sage ich der Welt. Sie verstanden nicht, dass er damit den Vater meinte.

Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, dass Ich es bin. Ihr werdet erkennen, dass ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat. Und er, der mich gesandt hat, ist bei mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt.

Als Jesus das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn.

Die Erhöhung des Menschensohnes

Dieses Evangelium skizziert den wachsenden Gegensatz zwischen Jesus und den Pharisäern. Jesus will sich ihnen erklären, aber sie wollen Jesus nicht verstehen. Die Pharisäer fühlen sich hoch erhaben über Jesus, doch er widerspricht. Die Pharisäer zementieren sich ganz unten ein, während Jesus mit „Ich bin“–Formeln von seiner Herkunft von oben und von seiner künftigen Erhöhung durch den Vater spricht.

Fürbitten

Christus, der Vater hat dich in unsere Welt gesandt. Wir bitten dich:

  • Für alle Christen: dass sie zu dir, dem Gekreuzigten und Auferstandenen aufschauen.
  • Für Menschen, die dich verlassen haben: dass sie mit dir den Weg zum Vater finden.
  • Für alle, die vom Gift des Bösen angesteckt sind: dass sie an Seele und Leib gesunden.
  • Für uns selber: Befreie uns von aller Selbstsucht.

Gott, dein Sohn hat sich selbst erniedrigt und wurde gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Bewahre dein
Volk auf dem Weg, den dein Sohn gegangen ist. Durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, du hast uns das Brot des Himmels geschenkt. Gib uns die Gnade, die göttlichen Geheimnisse mit solcher Ehrfurcht zu feiern, dass wir dir immer näher kommen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.