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Gotteswort

23. Januar 2019


Mittwoch der 2. Woche im Jahreskreis

Die heutigen Lesungen zeigen uns Jesus im göttlichen Licht. Er ist Hohepriester nicht nach der alten auf einem menschlichen Stammbaum beruhenden Art (Lesung). Er durchbricht ein Gesetzesverständnis, das den Menschen sinnwidrig einengt. Jesus riskiert damit sein Leben(Evangelium).

Sel. Heinrich Seuse (g)

Ordenspriester, Mystiker

Heinrich Seuse (Suso), Dominikaner, Schüler Meister Ekkeharts, ein Mystiker, war ein ausgezeichneter Prediger und Seelenführer. Er betreute auch Dominikanerinnen in der Schweiz (Töss). + 1366.

Kyrie

Christus, du bist Priester auf ewig. Herr, erbarme dich.
Du hast den Menschen Gutes getan. Christus, erbarme dich.
Du bist Opfer menschlichen Unrechts geworden. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater, alles Gute kommt allein von dir. Schenke uns deinen
Geist, damit wir erkennen, was recht ist, und es mit deiner Hilfe auch tun. Darum bitten
wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des
Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Hebr 7,1–3.15–17

Priesterkönig der Gerechtigkeit und des Friedens

Dieser Melchisedek, König von Salem und Priester des höchsten Gottes; er, der dem Abraham, als dieser nach dem Sieg über die Könige zurückkam, entgegenging und ihn segnete und welchem Abraham den Zehnten von allem gab; er, dessen Name «König der Gerechtigkeit» bedeutet und der auch König von Salem ist, das heisst «König des Friedens»; er, der ohne Vater, ohne Mutter und ohne Stammbaum ist, ohne Anfang seiner Tage und ohne Ende seines Lebens, ein Abbild des Sohnes Gottes: dieser Melchisedek bleibt Priester für immer.

Das ist noch viel offenkundiger, wenn nach dem Vorbild Melchisedeks ein anderer Priester eingesetzt wird, der nicht, wie das Gesetz es fordert, aufgrund leiblicher Abstammung Priester geworden ist, sondern durch die Kraft unzerstörbaren Lebens. Denn es wird bezeugt:

Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.

Ein ungewöhnliches Priestertum

Der Verfasser sieht im Priesterkönig Melchisedek ein Vorbild Jesu. Der Heide Melchisedek, der Abraham Tribut zollte, unterscheidet sich völlig vom Priestertum des Aaron und vom nachfolgenden levitischen Priestertum. Mit rabbinischer Schriftgelehrtheit kann der Verfasser so die Andersartigkeit und die einzigartige Würde des Priestertums Jesu betonen. Es ist nicht aus den Normen des Gesetzes ableitbar, sondern aus dem neuen, österlichen Leben Jesu, das eine schöpferische Tat Gottes ist. (vgl. Frisque)

Antwortspalm

Psalm 110,1–5


R: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.


So spricht der Herr zu meinem Herrn:
Setze dich mir zur Rechten
und ich lege dir deine Feinde
als Schemel unter die Füsse.
Vom Zion strecke der Herr
das Zepter deiner Macht aus:
«Herrsche inmitten deiner Feinde!»

Dein ist die Herrschaft am Tage deiner Macht
(wenn du erscheinst) in heiligem Schmuck;
ich habe dich gezeugt noch vor dem Morgenstern,
wie den Tau in der Frühe.

Der Herr hat geschworen und nie wird's ihn reuen:
«Du bist Priester auf ewig
nach der Ordnung Melchisedeks.»
Der Herr steht dir zur Seite;
er zerschmettert Könige am Tage seines Zornes.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Jesus verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden. Halleluja.

Evangelium

Mk 3,1–6

Die Heilung am Sabbat

Als er ein andermal in eine Synagoge ging, sass dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Und sie gaben Acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.

Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand war wieder gesund.

Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.

Die Freiheit zum Guten unter Anklage

Jesus hat bei verschiedenen Anlässen deutlich gemacht, dass das Sabbatgebot, das ursprünglich zugunsten der Menschen und zur Erinnerung an die Befreiung des Volkes erlassen wurde, nicht gegen diesen eigentlichen Sinn gewendet werden darf. Die Heilung des Mannes mit der gelähmten Hand am Sabbat bringt für die geistlichen Gegner Jesu das Fass zum Überlaufen. Mit ihrem Tötungsbeschluss schliesst Markus den Bericht über die Streitgespräche Jesu in Galiläa. Jesus steht übermächtigen Gegnern gegenüber, nämlich den weltlichen und den geistlichen Autoritäten im Land. So kündet sich schon der Kreuzestod Jesu an.

Fürbitten

Christus, du Freund des Lebens:

  • Befreie die Kirchen von menschlichen Vorschriften, die ihre Einheit verhindern.
  • Schenke der Völkergemeinschaft Gedanken der Gerechtigkeit und des Friedens.
  • Stärke die Schwachen durch Fürsorge und Zuwendung der Glaubenden.
  • Führe unsere Verstorbenen zum unzerstörbaren Leben.

Barmherziger Gott du schenkst uns die Gnade der Gotteskindschaft; entziehe uns darum nie deine Führung und deinen Schutz. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, du hast uns alle mit dem einen Brot des Himmels gestärkt. Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe, damit wir ein Herz und eine Seele werden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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