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Gotteswort

23. April 2018


Montag der 4. Osterwoche

Was ist wichtig für die Kirche und ihr Leben? Entscheidend sind die lebendige Einheit und Liebe zwischen Christus und allen, die ihm folgen wollen. Besondere Eigenheiten der vielen Glaubenden, gilt es zu respektieren, doch immer in der Ausrichtung auf Jesus selber hin und in der Kraft seines Geistes.

Hl. Adalbert (g)

Bischof von Prag, Glaubensbote bei den Preussen, Märtyrer

Adalbert, stammte aus einem slawischen Fürstengeschlecht; er erhielt den Namen des Erzbischofs Adalbert von Magdeburg, wo er erzogen wurde. 983 wurde er der zweite Bischof von Prag. Weil er auf Schwierigkeiten stiess, begab er sich nach Rom, wo er Benediktiner auf dem Aventin wurde. Später wirkte er wieder als Bischof von Prag. Auf einer Missionsreise erlitt er an der Weichselmündung den Tod durch heidnische Preussen. + 997.

Hl. Georg (g)

Märtyrer in Kappadozien

Georg wird in Lydda–Diospolis seit dem 4. Jh. kultisch verehrt. Der auch im Westen verehrte Märtyrer wird im Osten als „Grossmärtyrer“ bezeichnet.

Kyrie

Christus, du bist der gute Hirt. Herr, erbarme dich.
Du hast dein Leben für uns hingegeben. Christus, erbarme dich.
Du kennst die Deinen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Erhabener Gott, durch die Erniedrigung deines Sohnes hast du die gefallene Welt wieder aufgerichtet und aus der Knechtschaft der Sünde befreit. Erfülle uns mit österlicher Freude und schenke uns einst die ewige Seligkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 11,1–18

Die Rechtfertigung des Petrus vor der Gemeinde in Jerusalem

Die Apostel und die Brüder in Judäa erfuhren, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten.
Als nun Petrus nach Jerusalem hinaufkam, hielten ihm die gläubig gewordenen Juden vor: Du hast das Haus von Unbeschnittenen betreten und hast mit ihnen gegessen.

Da begann Petrus, ihnen der Reihe nach zu berichten: Ich war in der Stadt Joppe und betete; da hatte ich in einer Verzückung eine Vision: Eine Schale, die aussah wie ein grosses Leinentuch, das an den vier Ecken gehalten wurde, senkte sich aus dem Himmel bis zu mir herab. Als ich genauer hinschaute, sah ich darin die Vierfüssler der Erde, die wilden Tiere, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels.

Ich hörte auch eine Stimme, die zu mir sagte: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! Ich antwortete: Niemals, Herr! Noch nie ist etwas Unheiliges oder Unreines in meinen Mund gekommen. Doch zum zweiten Mal kam eine Stimme vom Himmel; sie sagte: Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein! Das geschah dreimal, dann wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen.

Da standen auf einmal drei Männer vor dem Haus, in dem ich wohnte; sie waren aus Cäsarea zu mir geschickt worden. Der Geist aber sagte mir, ich solle ohne Bedenken mit ihnen gehen. Auch diese sechs Brüder zogen mit mir und wir kamen in das Haus jenes Mannes. Er erzählte uns, wie er in seinem Haus den Engel stehen sah, der zu ihm sagte: Schick jemand nach Joppe und lass Simon, der Petrus genannt wird, holen. Er wird dir Worte sagen, durch die du mit deinem ganzen Haus gerettet werden wirst.

Während ich redete, kam der Heilige Geist auf sie herab, wie am Anfang auf uns. Da erinnerte ich mich an das Wort des Herrn: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden. Wenn nun Gott ihnen, nachdem sie zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen sind, die gleiche Gabe verliehen hat wie uns: wer bin ich, dass ich Gott hindern könnte?

Als sie das hörten, beruhigten sie sich, priesen Gott und sagten: Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt.

Die Aufnahme von Nicht–Juden in die Kirche

Die Bekehrung des Cornelius wird in der Apostelgeschichte sehr breit geschildert. Im Kapitel 10, das nicht gelesen wurde, wird ausführlich erzählt, wie Gott selber eingreifen musste, um Petrus zu bewegen, einen Nicht–Juden durch die Taufe in die Kirche aufzunehmen und mit einem Nicht–Juden am gleichen Tisch zu sitzen. Im heute gelesenen Kapitel 11, das aus einer andern Tradition stammt, vernehmen wir, dass die Judenchristen von Jerusalem zuerst gegen die Öffnung der Kirche für Nicht–Juden opponierten. Petrus erklärt ihnen dann, dass Gottes Geist am Werk sei und dass Juden– und Heidenchristen gleichwertig seien. Dann berichtet der Text, wie der Glaube nach dieser Öffnung weiter getragen wurde. Die Kirche soll die innere Einheit pflegen; sie darf sich aber nicht in sich selber einigeln, denn die Sendung Jesu ist weiter zu tragen.

Antwortspalm

Psalm 42–43: Ps 42,2–3; Ps 43,3–4; Ps 42,3a


R: Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.


Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
Meine Seele dürstet nach Gott,
nach dem lebendigen Gott.
Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen?

Sende dein Licht und deine Wahrheit,
damit sie mich leiten;
sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg
und zu deiner Wohnung.

So will ich zum Altar Gottes treten,
zum Gott meiner Freude.
Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben,
Gott, mein Gott.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich. Halleluja.

Evangelium

Joh 10,1–10

Der Hirte – die Räuber

Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.

Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.

Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Der gute Hirt und die Räuber - die einzigartige Stellung Christi

Zwischen Christus und den Seinen besteht eine intime Gemeinschaft. In ihr ist das Leben zu finden. Mit dem Bild vom Hirten und speziell mit dem Bild vom einzigen Zugang (Tür) zur Herde, wird die Mittlerfunktion Christ unterstrichen. Ohne ihn gibt es keinen Zugang zu den entscheidenden Lebensmöglichkeiten. Mit den „Räubern“ sind wahrscheinlich „Erlösergestalten“ (Porsch) gemeint, wie sie, vielfach am Rand der Kirche, auftauchen, um sich als „Guru“ mit Heilsversprechungen eine Klientel zu schaffen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist der Gute Hirt:

  • Wecke in der Kirche Berufungen zum Hirtendienst.
  • Sende der Kirche den Heiligen Geist, damit alle in dir zur Einheit finden.
  • Steh allen bei, deren Vertrauen missbraucht wird.
  • Hilf uns selber, auf den Klang deiner Stimme zu hören.

Herr Jesus Christus, du hast dein Leben für uns Menschen dahin gegeben. Stärke uns, damit wir dir nachfolgen. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Ewiger Gott, du hast uns durch die Ostergeheimnisse erneuert. Wende dich uns voll Güte zu und bleibe bei uns mit deiner Huld, bis wir mit verklärtem Leib zum unvergänglichen Leben auferstehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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