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Gotteswort

23. April 2019


Dienstag der Osteroktav

Die Auferstehung Jesu von den Toten sprengt unser menschliches Vorstellungsvermögen. Aber sie hat reale Auswirkungen in unser Leben hinein. Das heutige, zweiteilige Evangelium spricht von der tiefen Osterfreude einer Begegnung mit dem Auferstandenen, welche die Furcht wegnimmt. Nach diesem lichten Bild folgt ein dunkles: Der Glaube stösst auf unnachgiebigen Widerstand.

Kyrie

Christus, deine Auferstehung erfüllt die Welt mit Freude. Herr, erbarme dich.
Durch Glauben und Taufe werden wir deine Schwestern und Brüder. Christus, erbarme dich.
Du schenkst neues Leben und die Gabe des Heiligen Geistes. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast dein Volk durch die österlichen Geheimnisse befreit und gestärkt. Bleibe bei uns mit deiner Gnade und führe uns zur vollkommenen Freiheit, damit der Osterjubel, der uns heute erfüllt, sich in der Freude des Himmels vollendet. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 2,14a.36–41

Erste Bekehrungen nach der Predigt des Petrus

Am Pfingsttag trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.

Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch und euren Kindern gilt die Verheissung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.

Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie: Lasst euch retten aus dieser verdorbenen Generation! Die nun, die sein Wort annahmen, liessen sich taufen. An diesem Tag wurden (ihrer Gemeinschaft) etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.

Aus einer apostolischen Predigt

In der Pfingst–Predigt konfrontiert Petrus seine Volksgenossen mit der Erklärung, dass Jesus der von Gott preisgegebene, aber nun inthronisierte „Herr und Messias“ ist, der aber vom eigenen Volk schmachvoll gekreuzigt wurde. Die Anwesenden sind tief betroffen. Gleichzeitig haben sie eine unerhörte Chance, wenn sie sich bekehren. Petrus ruft sie darum auf, ihre Ausrichtung zu wenden, auf Jesus zu zugehen und sich in seinen „Namen“ hineintaufen zu lassen. Die grosse Sünde der Ablehnung des Messias wird dann vergeben. Sie werden den Heiligen Geist empfangen (die erwartete Gabe der Heilszeit!). Sie werden offen sein für die Berufung der Nicht–Juden (die „Fernen“).

Antwortspalm

Psalm 33,4–5.18–20.22


R: Von deiner Huld, o Herr, ist die Erde erfüllt.


Das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.

Das Auge des Herrn ruht auf allen,
die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte ausschaun;
denn er will sie dem Tod entreissen
und in der Hungersnot ihr Leben erhalten.

Unsre Seele hofft auf den Herrn;
er ist für uns Schild und Hilfe.
Lass deine Güte über uns walten, o Herr,
denn wir schauen aus nach dir.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; lasst uns jubeln und seiner uns freuen! Halleluja.

Evangelium

Mt 28,8–15

Die Erscheinung Jesu vor den Frauen – Der Betrug der Hohenpriester

Nachdem die Frauen die Botschaft des Engels vernommen hatten, verliessen sie das Grab und eilten voll Furcht und grosser Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.

Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüsst! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füsse. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

Noch während die Frauen unterwegs waren, kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt. Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, dass dieses Gerücht bei den Juden bis heute verbreitet ist.

Erscheinung Jesu vor den Frauen - Widerstände gegen den Auferstehungsglauben

Dieser Bericht schildert zuerst, wie die Begegnung mit dem Auferstandenen bei den Frauen Furcht auslöst (denn nun kommt der Menschensohn in Herrlichkeit!), aber gleichzeitig die Osterfreude schenkt, die als Botschaft weiter zu geben ist. – Darauf folgt der Hinweis, dass die Osterbotschaft auf Unverständnis und Ablehnung stossen kann: Die Christen mussten sich gegen die Unterstellung wehren, sie hätten den Leichnam Jesu beseitigt. Christliche Erzähler, die den eigenen Auferstehungsglauben verteidigen wollen, antworten (ausgehend von der Beteiligung von Soldaten bei der Kreuzigung) mit einer volkstümlich weitergegebenen Überlieferung (die mit den andern Evangelien nicht vereinbar ist) von einer bestochenen Wache. – Die Soldaten der Wache kämen eigentlich als Zeugen des Auferstehungsgeschehens in Frage. Ihr Schweigen bestätigt, dass die Auferstehung nur von den Augen des Glaubens erfasst werden kann. (Frisque)

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Gott hat dich zum Messias und Retter gemacht:

  • Befreie deine Gläubigen von ängstlicher Furcht und schenke ihnen Osterfreude.
  • Öffne Augen und Herz aller, die zweifeln oder traurig sind, für die Botschaft vom neuen Leben.
  • Erhalte die Neugetauften in der Osterfreude und segne die Erstkommunikanten.
  • Schenke uns selber Freude an dir und lass uns diese Freude weitergeben.

Barmherziger Gott, erhöre unser Gebet und gib, dass wir die Sakramente unserer Erlösung gläubig feiern. Im Heiligen Geist durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in der Taufe hast du uns das Heil geschenkt. Mache unsere Herzen würdig, die Freude des kommenden Heils zu erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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