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Gotteswort

24. Januar 2018


Mittwoch der 3. Woche im Jahreskreis

Gottes Wege sind nicht immer die Wege der Menschen. David muss seine gut gemeinten Pläne zurücknehmen. Sie werden von einer grösseren Verheissung abgelöst. Im Evangelium spricht Jesus von einer unerwartet grossen Erfüllung.

Hl. Franz von Sales (g)

Bischof von Genf, Ordensgründer, Kirchenlehrer

Franz von Sales führte als Priester und als Bischof von Genf (mit Sitz in Annecy), im Unterschied zu andern Hirten seiner Zeit, ein entsagungsvolles Leben, oft wie ein Wanderprediger. Gleichzeitig war er ein kultivierter, geistlicher Schriftsteller. Dabei entwickelte er nicht einen bitteren Eifer, sondern war ein Anwalt der Menschenfreundlichkeit Gottes. + 1622.

Kyrie

Christus, du bist Gottes Wort für uns. Herr, erbarme dich.
Du hast den Samen des Wortes ausgesät. Christus, erbarme dich.
Du willst, dass der Samen des Wortes Frucht trägt. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott, du hast den heiligen Franz von Sales dazu berufen, als Bischof und Lehrer allen alles zu werden. Hilf uns, sein Beispiel nachzuahmen und den Brüdern zu dienen, damit durch uns deine Menschenfreundlichkeit sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Sam 7,4–17

Die Verheissung an David

Aber in jener Nacht erging das Wort des Herrn an Natan: Geh zu meinem Knecht David und sag zu ihm: So spricht der Herr: Du willst mir ein Haus bauen, damit ich darin wohne? Seit dem Tag, als ich die Israeliten aus Ägypten heraufgeführt habe, habe ich bis heute nie in einem Haus gewohnt, sondern bin in einer Zeltwohnung umhergezogen. Habe ich in der Zeit, als ich bei den Israeliten von Ort zu Ort zog, jemals zu einem der Richter Israels, die ich als Hirten über mein Volk Israel eingesetzt hatte, ein Wort gesagt und sie gefragt: Warum habt ihr mir kein Haus aus Zedernholz gebaut?

Sag also jetzt meinem Knecht David: So spricht der Herr der Heere: Ich habe dich von der Weide und von der Herde weggeholt, damit du Fürst über mein Volk Israel wirst, und ich bin überall mit dir gewesen, wohin du auch gegangen bist. Ich habe alle deine Feinde vor deinen Augen vernichtet und ich will dir einen grossen Namen machen, der dem Namen der Grossen auf der Erde gleich ist. Ich will meinem Volk Israel einen Platz zuweisen und es einpflanzen, damit es an seinem Ort (sicher) wohnen kann und sich nicht mehr ängstigen muss und schlechte Menschen es nicht mehr unterdrücken wie früher und auch von dem Tag an, an dem ich Richter in meinem Volk Israel eingesetzt habe. Ich verschaffe dir Ruhe vor allen deinen Feinden. Nun verkündet dir der Herr, dass der Herr dir ein Haus bauen wird. Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen.

Er wird für meinen Namen ein Haus bauen und ich werde seinem Königsthron ewigen Bestand verleihen. Ich will für ihn Vater sein und er wird für mich Sohn sein. Wenn er sich verfehlt, werde ich ihn nach Menschenart mit Ruten und mit Schlägen züchtigen. Meine Huld aber soll nicht von ihm weichen, wie sie von Saul gewichen ist, den ich vor deinen Augen verstossen habe. Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.

Natan sprach zu David genauso, wie es (ihm) gesagt und offenbart worden war.

Gott unter seinem Volk

David plant den Bau eines Tempels. Im Namen Gottes dämpft Natan den Eifer des Königs. Priorität hat nicht ein von Menschenhand aufgerichtetes Gebäude. Vorrangig sind der Bundesgott selber und sein Wirken für das Volk. Gott will selber ein Haus begründen für David und für das Bundesvolk. Gott will Nachfolger Davids bestellen und so das Königshaus begründen und zwar für ewige Zeiten. – Schon die Juden verstanden diese Worte als messianische Verheissung. Jesus, der Sohn Davids, wird einst von seinem eigenen Leib als einem nicht von Menschenhand errichteten Tempel sprechen. Auch in der Rede, die Stephanus vor dem Gericht hält, findet sich der Hinweis auf den nicht von Menschenhand errichteten Bau.

Antwortspalm

Psalm 89, 4–5.27–30


R: Auf ewig bewahre ich ihm meine Huld.


«Ich habe einen Bund geschlossen
mit meinem Erwählten
und David, meinem Knecht, geschworen:
Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand
und von Geschlecht zu Geschlecht
richte ich deinen Thron auf.»

Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du,
mein Gott, der Fels meines Heiles.
Ich mache ihn zum erstgeborenen Sohn,
zum Höchsten unter den Herrschern der Erde.

Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren,
mein Bund mit ihm bleibt allzeit bestehen.
Sein Geschlecht lasse ich dauern für immer
und seinen Thron, solange der Himmel währt.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Samen ist das Wort Gottes, der Sämann ist Christus. Wer Christus findet, der bleibt in Ewigkeit. Halleluja.

Evangelium

Mk 4,1–20

Gleichnis vom Sämann – Zweck von Gleichnissen – Deutung

Ein andermal lehrte Jesus wieder am Ufer des Sees und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen: Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und frassen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht. Ein anderer Teil schliesslich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreissigfach, ja sechzigfach und hundertfach. Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!

Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse. Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draussen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt; denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren / und ihnen nicht vergeben wird.

Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? Der Sämann sät das Wort. Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde. Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf; aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall. Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar, aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es und es bringt keine Frucht. Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreissigfach, ja sechzigfach und hundertfach.

Vom Sämann und vom Sinn der Gleichnisse

Markus beginnt mit den Gleichnissen Jesu. Vorher haben sein Auftreten, seine Taten und seine Ankündigung des Gottesreiches wie eine Sensation wirken und grossartige Erwartungen wecken können. Jesus dämpft diese Naherwartung. Das Reich kann kommen, wenn das Erdreich gelockert und aufnahmebereit ist. Das Reich kommt, und man kann dieses Kommen an vielen Anzeichen wahrnehmen, auch wenn das Wachstum dieses Reiches seine Zeit braucht. Ein oberflächlicher Blick genügt nicht; es braucht eine tiefe Einsicht des Graubens, um das Geheimnis des Gottesreiches zu erahnen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist der Sämann des Wortes Gottes:

  • Hilf den Predigern, den Samen deines Wortes auszusäen.
  • Erleuchte Papst und Bischöfe, dass sie heute den rechten Weg weisen können.
  • Wecke in allen Völkern den Sinn für ein Zusammenleben in Gerechtigkeit und Frieden.
  • Lockere das Erdreich unserer Seele, damit der Same deines Wortes aufgehen kann.

Barmherziger Gott, wir danken dir für das Licht des Evangeliums und preisen dich, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, hilf uns durch das Sakrament, das wir empfangen haben, die Freundlichkeit und Liebe des heiligen Franz von Sales nachzuahmen, und führe uns mit ihm zur Vollendung in dir. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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