Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

24. Januar 2019


Donnerstag der 2. Woche im Jahreskreis

Im „Hebräerbrief“ leuchten die Einmaligkeit Christi, seine unvergleichliche Würde und die wahre Bedeutung seines Opfers auf. Im Evangelium spüren Menschen das einmalige Geheimnis Christi.

Hl. Franz von Sales (g)

Bischof von Genf, Ordensgründer, Kirchenlehrer

Franz von Sales führte als Priester und als Bischof von Genf (mit Sitz in Annecy), im Unterschied zu andern Hirten seiner Zeit, ein entsagungsvolles Leben, oft wie ein Wanderprediger. Gleichzeitig war er ein kultivierter, geistlicher Schriftsteller. Dabei entwickelte er nicht einen bitteren Eifer, sondern war ein Anwalt der Menschenfreundlichkeit Gottes. + 1622.

Kyrie

Christus, du bist unser Hohepriester. Herr, erbarme dich.
Du trittst beim Vater für uns ein. Christus, erbarme dich.
Du bist der Sohn Gottes. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott, du hast den heiligen Franz von Sales dazu berufen, als Bischof und Lehrer allen alles zu werden. Hilf uns, sein Beispiel nachzuahmen und den Brüdern zu dienen, damit durch uns deine Menschenfreundlichkeit sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Hebr 7,25–8,6

Der vollkommene Priester – Der Mittler des neuen Bundes

Jesus kann die, die durch ihn vor Gott hintreten, für immer retten; denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.

Ein solcher Hoherpriester war für uns in der Tat notwendig: einer, der heilig ist, unschuldig, makellos, abgesondert von den Sündern und erhöht über die Himmel; einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst dargebracht hat.

Das Gesetz nämlich macht Menschen zu Hohenpriestern, die der Schwachheit unterworfen sind; das Wort des Eides aber, der später als das Gesetz kam, setzt den Sohn ein, der auf ewig vollendet ist.

Die Hauptsache dessen aber, was wir sagen wollen, ist: Wir haben einen Hohenpriester, der sich zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel gesetzt hat, als Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes, das der Herr selbst aufgeschlagen hat, nicht etwa ein Mensch.

Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; deshalb muss auch unser Hoherpriester etwas haben, was er darbringen kann. Wäre er nun auf Erden, so wäre er nicht einmal Priester, da es hier schon Priester gibt, die nach dem Gesetz die Gaben darbringen. Sie dienen einem Abbild und Schatten der himmlischen Dinge, nach der Anweisung, die Mose erhielt, als er daranging, das Zelt zu errichten: Sieh zu, heisst es, dass du alles nach dem Urbild ausführst, das dir auf dem Berg gezeigt wurde.

Jetzt aber ist ihm ein um so erhabenerer Priesterdienst übertragen worden, weil er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheissungen gegründet ist.

Ein neuer und erhabener Priesterdienst

Der Hebräerbrief hat zuerst den Christen Mut gemacht, weil wir in Jesus einen Hohenpriester haben, der unser notvolles Menschenschicksal voll geteilt hat. Jetzt hebt der Brief mit hymnischen Worten den andern Pol im Wesen Jesu hervor. Er ist verschieden von der alten Priesterklasse und überragt sie durch seine Sündenlosigkeit, durch sein einmaliges Lebensopfer für uns, durch seine Erhöhung zur Rechten Gottes und durch seine immerwährende Fürbitte für uns im himmlischen Heiligtum. Der alte Tempel mit seinen Priestern und Opfern ist für immer abgelöst. (vgl. Schott, Laub) – Das allgemeine Priestertum der Gläubigen und der besondere Priesterdienst der Geweihten sind als Teilhabe am Priestertum Christi zu verstehen. Die Eucharistie ist nicht ein neues Opfer, sondern ist eine Repräsentierung des einen Opfers Christi.

Antwortspalm

Psalm 40,2–41b.7–10


R: Mein Gott, ich komme; deinen Willen zu tun macht mir Freude.


Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn.
Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.
Er legte mir ein neues Lied in den Mund,
einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott.

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen,
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.
Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
darum sage ich: Ja, ich komme.
In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,
deine Weisung trag ich im Herzen.
Gerechtigkeit verkünde ich in grosser Gemeinde,
meine Lippen verschliesse ich nicht;
Herr, du weisst es.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Unser Retter Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des Lebens gebracht durch das Evangelium. Halleluja.

Evangelium

Mk 3,7–12

Der Andrang des Volkes

Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa, aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat. Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.

Denn er heilte viele, sodass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren. Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei.

Popularität kann zu Missverständnissen führen

Jesus wird in Galiläa sehr populär. Er war gut zu allen, hat aber selber weder Aufsehen noch Zulauf gesucht. Denn leicht kamen Missverständnisse auf. Viele sahen in ihm kaum mehr als einen Wunderheiler, auch wenn sie ein Geschrei um ihn machten. – Auch heute schätzen viele Jesus und seine Menschenfreundlichkeit; doch sind sie weit davon entfernt, das göttliche Geheimnis seiner Person zu verstehen. Zu seinem Wesen gehört die intime und heilbringende Gemeinschaft mit Gott.

Fürbitten

Christus, du hast allen Gutes getan:

  • Ermutige die Christen, sich der Kranken und Behinderten anzunehmen.
  • Lass verfeindete Völker und Stämme den Frieden suchen.
  • Führe die christlichen Konfessionen zur Einheit im Verständnis der Eucharistie.
  • Mache uns dankbar für das Opfer, das du für immer dargebracht hast.

Christus, du bist der Mittler des neuen Bundes. Wir danken dir, dass du beim Vater für uns eintrittst. Dir sei Preis und Ehre in Ewigkeit.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, hilf uns durch das Sakrament, das wir empfangen haben, die Freundlichkeit und Liebe des heiligen Franz von Sales nachzuahmen, und führe uns mit ihm zur Vollendung in dir. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren