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Gotteswort

24. März 2019


3. Fastensonntag

Gott lässt sich herab zu den Menschen. Er spricht sie an. Er verheisst und schenkt ihnen das Heil, doch nicht so, dass sie sich absolut sicher wähnen dürften, auch wenn ihr Verhalten dem Willen Gottes Hohn spricht. Keine falschen Sicherheiten! Dringend ist es, die Chance der Umkehr rechtzeitig wahrzunehmen. Das ist nicht Droh-, sondern Frohbotschaft.

Kyrie

Christus, du bist der Messias. Herr, erbarme dich.
Du rufst zur Umkehr. Christus, erbarme dich.
Wir sind auf deinen Namen getauft. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater, du bist der Quell des Erbarmens und der Güte, wir stehen als Sünder vor dir, und unser Gewissen klagt uns an. Sieh auf unsere Not und lass uns Vergebung finden durch Fasten, Gebet und Werke der Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ex 3,1–8a.10.13–15

Jahwe offenbart sich beim brennenden Dornbusch

Mose weidete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb. Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht. Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die aussergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht? Als der Herr sah, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Der Herr sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden. Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. Der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreissen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fliessen.

Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heisst er? Was soll ich ihnen darauf sagen? Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der «Ich–bin–da». Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der «Ich–bin–da» hat mich zu euch gesandt. Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer und so wird man mich nennen in allen Generationen.

Gott offenbart sich

Fern von Ägypten, seinem Götterkult und seiner Unterdrückung, lebt Mose unter freien Nomaden, bei denen er sich verehelicht hat. Nun wird Mose eine Gotteserfahrung geschenkt, sodass dieser Ort „heiliger Boden“ ist. Jahwe erscheint ihm wie ein sich nicht verzehrendes Feuer, das weiterwirkende Energie und Kraft versinnbildet. Der Gott der Väter ist der lebendige Gott, der auch in fernen Landen gegenwärtig ist und wirkt. Der heilige Gott lässt sich herab zu Menschen in Not. Mose erhält die Sendung als Befreier des unterdrückten Volkes. – Die Christen denken an die Herablassung Gottes in Christus, dem Retter und Befreier.

Antwortspalm

Psalm 103,1–4.6–8.11


R: Barmherzig und gnädig ist der Herr.


Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Er vergibt dir all deine Schuld,
heilt all deine Gebrechen.
Er rettet dein Leben vor dem Untergang
er krönt dich mit Huld und Erbarmen.

Der Herr vollbringt Taten des Heiles,
Recht verschafft er allen Bedrängten.
Er hat Mose seine Wege kundgetan,
den Kindern Israels seine Werke.

Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.

2. Lesung

1 Kor 10,1–6.10–12

Israels Geschichte als Warnung

Ihr sollt wissen, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren, alle durch das Meer zogen und alle auf Mose getauft wurden in der Wolke und im Meer. Alle assen auch die gleiche gottgeschenkte Speise und alle tranken den gleichen gottgeschenkten Trank; denn sie tranken aus dem Leben spendenden Felsen, der mit ihnen zog. Und dieser Fels war Christus. Gott aber hatte an den meisten von ihnen kein Gefallen; denn er liess sie in der Wüste umkommen. Das aber geschah als warnendes Beispiel für uns: damit wir uns nicht von der Gier nach dem Bösen beherrschen lassen, wie jene sich von der Gier beherrschen liessen.

Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten; sie wurden vom Verderber umgebracht. Das aber geschah an ihnen, damit es uns als Beispiel dient; uns zur Warnung wurde es aufgeschrieben, uns, die das Ende der Zeiten erreicht hat. Wer also zu stehen meint, der gebe Acht, dass er nicht fällt.

Lehren aus der Geschichte Israels

Paulus erklärt, dass die „altbundlichen Sakramente“ (Durchzug durch das Meer; Manna; Wasser aus dem Felsen) zwar dem Volk geschenkt wurden, aber nicht automatisch zum Heil führten, weil die Israeliten sich dem Gotteswillen dauernd widersetzten. So werden die Christen, denen Taufe und Eucharistie geschenkt sind, gewarnt, sich auch dann selbstsicher zu fühlen, wenn sie vom Weg des Herrn abgehen. Wer auf Gottes Ruf und Heilshandeln mit Untreue antwortet, kommt zu Fall. Das Vertrauen darf nicht in Selbstsicherheit umkippen.

Ruf vor dem Evangelium

Lob dir, Christus, König und Erlöser! Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Lob dir, Christus, König und Erlöser!

Evangelium

Lk 13,1–9

Mahnung zur Umkehr

Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen liess, sodass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte. Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.

Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden – meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.

Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.

Mahnung, die Zeit der Gnade nicht zu verpassen!

Im vorangehenden Kapitel des Lukas spricht Jesus von der Dringlichkeit der Bekehrung. Nun nimmt er die Todesfälle bei einem Massaker und bei einem Einsturz zum Anlass einer Warnung. Der Tod hätte jeden andern Zeitgenossen treffen können. Die Prüfung wird kommen. Niemand darf sich also sicher fühlen, solange er nicht bereit ist, zu Gott hin umzukehren und entsprechende Früchte zu bringen. Das Gleichnis vom Feigenbaum mahnt, die Gnadenfrist nicht verstreichen zu lassen. (vgl. Schott)

Fürbitten

Christus, du bist selber der heilige Tempel Gottes:

  • Für deine Kirche: Stärke ihren Glauben an deine rettende Gegenwart.
  • Für alle, die deine Botschaft verkünden: Lass sie die rechten Wort finden.
  • Für die Kranken: Steh ihnen bei und stärke ihr Vertrauen.
  • Für die Ärzteschaft und das Pflegepersonal: Bestärke sie in Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.
  • Für alle, die an Ostern getauft werden: Begleite sie und ihre Angehörigen in deiner Gnade.
  • Für alle, die hier beten: Lass sie Frucht bringen im Umgang mit ihren Nächsten.

Barmherziger Gott, Erhöre unsere Bitten über unsere Erwartungen hinaus. So bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr und Gott, du hast uns mit dem Brot des Himmels gesättigt und uns in dieser Speise ein Unterpfand dessen gegeben, was unseren Augen noch verborgen ist. Lass in unserem Leben sichtbar werden, was wir im Sakrament empfangen haben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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