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Gotteswort

24. April 2019


Mittwoch der Osteroktav

Beide Lesungen sprechen von Menschen, die sich umwenden, um zu sehen. Theoretische Kenntnisse der kirchlichen Auferstehungslehre führen noch nicht zur persönlichen Begegnung mit Jesus. Dafür müssen wir uns ihm zuwenden und ihn mit den Augen des Glaubens sehen. Eine Begegnung rührt das Herz an, das heisst die Mitte der ganzen leib–seelischen Person. Diese Erfahrung will andern vermittelt werden.

Kyrie

Christus, du bist unser Meister. Herr, erbarme dich.
Du bist unser Bruder. Christus, erbarme dich.
Du kehrst heim zum Vater. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gnädiger Gott, du schenkst deinem Volk jedes Jahr die österliche Freude durch das hohe Fest der Auferstehung Christi. Führe uns durch die Feier, die wir auf Erden begehen, zur unvergänglichen Freude im Himmel. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 3,1–10

Die Heilung des Gelähmten im Tempel

Petrus und Johannes gingen um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf. Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.

Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen. Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh uns an! Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.

Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher! Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füsse und Gelenke; er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben. Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels sass und bettelte.

Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

Weiterleben und -wirken des Messias

Petrus und Johannes nehmen noch am jüdischen Nachmittagsgebet teil. Die Heilung durch Petrus (später ähnlich durch Paulus) ähnelt den Heilungen durch Jesus selber: Worte, Gesten, Blick, Einführung eines „Unreinen“ in den Tempel (vgl. Mt 21,14). Petrus handelt „im Namen Jesu“. Der Gekreuzigte und Auferstandene ist also gegenwärtig und führt sein Heilswerk durch die Apostel weiter. Die Fortsetzung des messianischen Heilswirkens Jesu ist für die ersten Christen wichtiger als das Sammeln von Details über Jesu Aussehen oder die Chronologie seines öffentlichen Auftretens. (Frisque)

Antwortspalm

Psalm 105,1–4.7–9


R: Die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.


Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!

Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen,
sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!

Bedenkt es,
ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.

Ewig denkt er an seinen Bund,
an das Wort,
das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; lasst uns jubeln und seiner uns freuen! Halleluja.

Evangelium

Joh 20,11–18

Die Erscheinung Jesu vor Maria aus Magdala

Maria aber stand draussen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weissen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füsse des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiss nicht, wohin man ihn gelegt hat.

Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.

Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heisst: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.

Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

Wie der Auferstandene gegenwärtig ist

Wie andere Evangelisten hebt Johannes die Bedeutung Marias von Magdala hervor. Diese Frau steht tief gerührt am leeren Grab. Wie die andern Evangelisten kennt Johannes auch die Überlieferung von den Engeln. Im Vordergrund steht aber „der Herr“, den Magdalena sucht. Der Evangelist will nicht nur die Tatsache der Auferstehung bezeugen, sondern, über die andern Evangelisten hinausgehend, zeigen wie Jesus gegenwärtig ist: mitten im Alltag; sich zuwendend; ganz persönlich (eine zarte Wiedererkennungsgeschichte!); doch nicht körperlich greifbar (also nicht Rückkehr ins irdisch–sterbliche Leben). Seine Gegenwart ist eine sakramental wirkliche. Sie schafft eine neue Beziehung zum Vater, zu dem Jesus „hinaufgehen“ will (johanneische „Himmelfahrt“) und mündet im Verkündigungsauftrag an die Frau.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, als guter Hirt rufst du die Deinen beim Namen:

  • Stärke die Getauften im Glauben an deine Gegenwart.
  • Richte die Gebeugten auf und begleite die Behinderten durch gute Menschen.
  • Segne die Ärzteschaft und das Pflegepersonal für ihren Dienst.
  • Tröste durch deine Auferstehung alle, die um Verstorbene weinen.

Herr Jesus Christus, unser Erlöser, du hast im Sterben den Tod besiegt. Du kehrst glorreich zu deinen Jüngern zurück. Schenke uns in dieser Feier und im Alltag Freude über deine Gegenwart. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, das Sakrament, das wir empfangen haben, tilge unsere alte Schuld und mache uns zu einer neuen Schöpfung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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