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Gotteswort

25. Januar 2019


Bekehrung des hl. Apostels Paulus (F)

Die Bekehrung des Christenverfolgers Saulus wird zweimal in der Apostelgeschichte und einmal im Galaterbrief erzählt. Die totale Wende im Leben des künftigen Völkerapostels war ein entscheidender Augenblick der Kirchengeschichte.

Kyrie

Christus, du bist das Licht des Lebens. Herr, erbarme dich.
Du hast den Apostel Paulus erleuchtet. Christus, erbarme dich.
Du hast die Apostel in alle Welt ausgesandt. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott du Heil aller Völker du hast den Apostel Paulus auserwählt, den Heiden die Frohe Botschaft zu verkünden. Gib uns, die wir das Fest seiner Bekehrung feiern, die Gnade, uns deinem Anruf zu stellen und vor der Welt deine Wahrheit zu bezeugen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 22,1a.3–16

Die Tempelrede des Paulus

In jenen Tagen sagte Paulus zum Volk: Brüder und Väter! Hört, was ich euch zu meiner Verteidigung zu sagen habe.

Ich bin ein Jude, geboren in Tarsus in Zilizien, hier in dieser Stadt erzogen, zu Füssen Gamaliëls genau nach dem Gesetz der Väter ausgebildet, ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid. Ich habe den (neuen) Weg bis auf den Tod verfolgt, habe Männer und Frauen gefesselt und in die Gefängnisse eingeliefert. Das bezeugen mir der Hohepriester und der ganze Rat der Ältesten. Von ihnen erhielt ich auch Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus, um dort ebenfalls die Anhänger (der neuen Lehre) zu fesseln und zur Bestrafung nach Jerusalem zu bringen.

Als ich nun unterwegs war und mich Damaskus näherte, da geschah es, dass mich um die Mittagszeit plötzlich vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte. Ich stürzte zu Boden und hörte eine Stimme zu mir sagen: Saul, Saul, warum verfolgst du mich. Ich antwortete: Wer bist du, Herr? Er sagte zu mir: Ich bin Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst.

Meine Begleiter sahen zwar das Licht, die Stimme dessen aber, der zu mir sprach, hörten sie nicht.

Ich sagte: Herr, was soll ich tun? Der Herr antwortete: Steh auf, und geh nach Damaskus, dort wird dir alles gesagt werden, was du nach Gottes Willen tun sollst. Da ich aber vom Glanz jenes Lichtes geblendet war, sodass ich nicht mehr sehen konnte, wurde ich von meinen Begleitern an der Hand geführt und gelangte so nach Damaskus.

Ein gewisser Hananias, ein frommer und gesetzestreuer Mann, der bei allen Juden dort in gutem Ruf stand, kam zu mir, trat vor mich und sagte: Bruder Saul, du sollst wieder sehen! Und im gleichen Augenblick konnte ich ihn sehen. Er sagte: Der Gott unserer Väter hat dich dazu erwählt, seinen Willen zu erkennen, den Gerechten zu sehen und die Stimme seines Mundes zu hören; denn du sollst vor allen Menschen sein Zeuge werden für das, was du gesehen und gehört hast. Was zögerst du noch? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an!

Das Damaskuserlebnis des Paulus

Die Apostelgeschichte zeigt am Beispiel des künftigen Apostels, dass der Christenglaube einerseits eine göttliche „Erleuchtung“ voraussetzt, anderseits das Hören auf die Stimme Gottes; drittens aber ist der Glauben zu bezeugen. Das göttliche Licht meint die Glaubenserfahrung, dass der Gekreuzigte in der Herrlichkeit Gottes lebt und uns gegenwärtig ist. Das Hören bedeutet die Bereitschaft, auf Gottes Wort zu hören, wie es in der Schrift enthalten ist und verkündet wird. Bezeugen schliesslich meint das ganz persönliche Bekenntnis der Christuserfahrung durch Wort und Tat. (vgl. Kliesch)

Antwortspalm

Psalm 117


R: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium!


Lobet den Herrn, alle Völker,
preist ihn, alle Nationen!

Denn mächtig waltet über uns seine Huld,
die Treue des Herrn währt in Ewigkeit.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Halleluja.

Evangelium

Mk 16,15–18

Die Sendung der Jünger

In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

Der österliche Auftrag zur Verkündigung

Das heutige Evangelium ist eine Zusammenfassung der Osterberichte der andern Evangelisten und wurde dem Markustext später als Abschluss angefügt. Dieser Abschnitt wurde für das heutige Fest ausgewählt, weil er die Sendung zu allen Völkern hervorhebt. Paulus wurde der grosse Verkünder der Frohbotschaft unter den „Heiden“, das heisst unter den nicht–jüdischen Völkern.

Fürbitten

Christus, nach deiner Auferstehung bist du den Aposteln erschienen:

  • Wecke unter allen Völkern Zeugen der Frohbotschaft.
  • Führe alle, die dich nicht kennen, zum Licht der Wahrheit.
  • Begleite die christlichen Konfessionen auf dem Weg zur Einheit.
  • Befähige uns selber das Evangelium in der heutigen Welt zu bezeugen.

Gott, unser Vater, der heilige Paulus hat die Frohbotschaft kraftvoll verkündet. Hilf uns, deine Wahrheit vor der Welt zu bezeugen, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, das Sakrament, das wir empfangen haben, erwecke in uns den apostolischen Eifer, der den heiligen Paulus dazu bereitgemacht hat, unermüdlich für alle Gemeinden zu sorgen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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