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Gotteswort

25. April 2019


Donnerstag der Osteroktav

Herzmitte des christlichen Gottesdienstes ist immer das österliche Geheimnis von Tod und Auferstehung Christi. Die Osterwoche lenkt den Blick besonders auf die Auferstehung. Viele tun sich damit schwer und weichen auf die Inkarnation aus, die aber eine Rückkehr ins sterbliche Leben wäre (was die asiatischen Religionen genau vermeiden möchten). Mit menschlichen Vorstellungen können wir dieses göttliche Geheimnis nicht erfassen. In den heutigen Lesungen erklären Petrus und Jesus selber das Ostergeheimnis.

Kyrie

Christus, du bist der Urheber des Lebens. Herr, erbarme dich.
Du bist der Heilige und Gerechte, der leiden musste. Christus, erbarme dich.
Du bist von den Toten erstanden. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott und Vater, du hast die vielen Völker im Bekenntnis deines Namens geeint. Gib, dass alle, die aus dem Wasser der Taufe wieder geboren sind, eins werden im Glauben und in Werken der Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 3,11–26

Die Rede des Petrus auf dem Tempelplatz

Petrus und Johannes hatten im Tempel einen Gelähmten geheilt. Da er sich Petrus und Johannes anschloss, lief das ganze Volk bei ihnen in der so genannten Halle Salomos zusammen, ausser sich vor Staunen.

Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Israeliten, was wundert ihr euch darüber? Was starrt ihr uns an, als hätten wir aus eigener Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann?

Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn freizulassen. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders gefordert. Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen.

Und weil er an seinen Namen geglaubt hat, hat dieser Name den Mann hier, den ihr seht und kennt, zu Kräften gebracht; der Glaube, der durch ihn kommt, hat ihm vor euer aller Augen die volle Gesundheit geschenkt.

Nun, Brüder, ich weiss, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer. Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im voraus verkündigt hat: dass sein Messias leiden werde.

Also kehrt um und tut Busse, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen lässt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias. Ihn muss freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat.

Mose hat gesagt: Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, aus euren Brüdern erwecken. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagt. Jeder, der auf jenen Propheten nicht hört, wird aus dem Volk ausgemerzt werden. Und auch alle Propheten von Samuel an und alle, die später auftraten, haben diese Tage angekündigt.

Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit euren Vätern geschlossen hat, als er zu Abraham sagte: Durch deinen Nachkommen sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. Für euch zuerst hat Gott seinen Knecht erweckt und gesandt, damit er euch segnet und jeden von seiner Bosheit abbringt.

Die Bekehrung zum Geist Jesu

Nach der Heilung des Gelähmten hält Petrus eine Missionspredigt. Er zeigt den Heilsplan Gottes auf. Dabei verweist er auf den Bund mit Abraham und auf die Gestalt des Gottesknechtes (Jesus als Knecht!). So erklärt er, dass Jesus das Heil als universales Geschenk bringt. Der „Urheber des Lebens“ schenkt mehr als körperliche Heilung. Umso notwendiger ist die Bekehrung zu ihm. Diese Umkehr wird, anders als bei Johannes dem Täufer, nicht mit Gerichtsangst begründet, sondern mit dem Aufatmen in der neuen Atmosphäre des Glaubens an Jesus, den Gekreuzigten, der lebt.

Antwortspalm

Psalm 8,2.5–9


R: Herr unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde.


Herr, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt
über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füssen gelegt:

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahin zieht.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; lasst uns jubeln und seiner uns freuen. Halleluja.

Evangelium

Lk 24,35–48

Die Erscheinung des Auferstandenen in Jerusalem

Die beiden Jünger, die von Emmaus zurück gekehrt waren, erzählten den Elf und den andern Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten grosse Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füsse an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füsse.

Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und ass es vor ihren Augen.

Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift.

Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür.

Wie die Auferstehung zu verstehen ist

Der Evangelist will ein mangelndes oder falsches Verständnis abwehren, wie es sich bei den Elf noch findet. Sie und andere sind ungläubig, zweifeln oder sprechen von einer Geistererscheinung. Der Bericht will sagen, dass die Auferstehung nicht einfach ein mental vorgestelltes Fortleben des Herrn ist. Sie ist sakramental wirklich (angedeutet durch „Hand und Fuss“ und durch Essen) und geht den Menschen ganzheitlich an, also den Menschen der Leib und Seele ist. Ostern bringt allen Völkern das Heil!

Fürbitten

Christus, du bist der Urheber des Lebens:

  • Hilf dem Papst und allen Verantwortlichen, in Wort und Tat für dich Zeugnis zu geben.
  • Führe alle Getauften zur Einheit im Glauben und im Sakrament.
  • Schenke den Frieden zwischen den Völkern und die Eintracht in unserem Land.
  • Gib, dass wir dir in der Eucharistiefeier mit lebendigem Glauben begegnen.

Barmherziger Gott, lass das österliche Geheimnis, das wir feiern, Frucht tragen in unserem Leben und im Dienst an unsern Nächsten. Im Heiligen Geist durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, durch das Werk der Erlösung hast du unsere Schuld getilgt und uns deine Gnade geschenkt. Die Feier der Geheimnisse Christi stärke uns in diesem Leben und schenke uns die ewige Freude. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

 
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