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Gotteswort

26. Januar 2019


Hl. Timotheus und hl. Titus (G)

Bischöfe, Apostelschüler

Nicht alles Alte ist gut, nur weil es alt ist; nicht alles Neue ist gut, nur weil es neu ist. Und umgekehrt. Im Hebräerbrief stehen sich das unvollkommene Alte und das einmalig Neue gegenüber. Im Evangelium wird Jesus von seinen eigenen Angehörigen abgelehnt, weil er einen neuen Weg geht. – Gefragt ist die Gabe der Unterscheidung.

Hl. Timotheus und hl. Titus (G)

Bischöfe, Apostelschüler

Timotheus, Sohn eines heidnischen Vaters und einer jüdischen Mutter, stammte aus Lystra (in der heutigen Türkei). Er wurde von Paulus auf der ersten Missionsreise für den christlichen Glauben gewonnen und war sein treuester Begleiter und Mitarbeiter. Auch während der römischen Gefangenschaft war er bei Paulus. Nach alter Überlieferung war Timotheus der erste Bischof von Ephesus. Zwei von den paulinischen Briefen sind an ihn gerichtet.

Titus ist geborener Heide. In der Apostelgeschichte wird er merkwürdigerweise nicht erwähnt, dagegen in den Paulusbriefen oft Mitarbeiter des Paulus genannt. Paulus hat ihn für das Christentum gewonnen, ihn zum sog. Apostelkonzil nach Jerusalem mitgenommen und ihm wichtige Aufgaben anvertraut. Einer der Paulusbriefe ist an Titus gerichtet. Nach der Überlieferung wurde er von Paulus zum ersten Bischof von Kreta bestellt. (Schott)

Kyrie

Christus, viele Menschen suchten dich auf. Herr, erbarme dich.
Deine Angehörigen haben dich nicht verstanden. Christus, erbarme dich.
Du bist unser Hohepriester und hast uns erlöst. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater, du hast die Apostelschüler Timotheus und Titus mit den Gaben des Heiligen Geistes beschenkt und sie deiner Kirche als Hirten gegeben. Höre auf ihre Fürsprache und hilf uns, dass wir gerecht und fromm in dieser Welt leben und so zur Gemeinschaft mit deinen Heiligen gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

2 Tim 1,1–8

Ich denke an deinen aufrichtigen Glauben

Paulus, durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen, um das Leben in Christus Jesus, das uns verheissen ist, zu verkündigen, an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.

Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene – ich danke ihm bei Tag und Nacht in meinen Gebeten, in denen ich unablässig an dich denke. Wenn ich mich an deine Tränen erinnere, habe ich Sehnsucht, dich zu sehen, um mich wieder von Herzen freuen zu können; denn ich denke an deinen aufrichtigen Glauben, der schon in deiner Grossmutter Loïs und in deiner Mutter Eunike lebendig war und der nun, wie ich weiss, auch in dir lebt. Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft.

Der zweite Timotheusbrief ist seiner Form nach ein Abschiedsbrief, eine letztwillige Verfügung des Apostels (vgl. 4,1–8). Seine Hauptsorge ist, dass die Botschaft vom „Leben in Christus Jesus, das uns verheissen ist“ (1,1), unverfälscht weitergegeben wird, bis zur Wiederkunft Christi. Das wird nach dem Tod der Apostel die Aufgabe der Apostelschüler sein. „Wir sind Gottes Mitarbeiter“, sagt Paulus in 1 Kor 3,9; seine Schüler und Helfer betrachtet er als seine „Mitarbeiter in Christus Jesus„ (Röm 16,3; 2 Kor 8,23). Die Apostel, als deren Vertreter „Paulus“ spricht, geben ihren Schülern das Evangelium nicht nur im Wort der Lehre weiter, auch ihr persönliches Vorbild und ihr Schicksal sollen für die späteren Generationen als Norm dienen. Die persönliche Beziehung zwischen Apostel und Apostelschüler kommt im zweiten Timotheusbrief besonders schön zum Ausdruck. Timotheus steht, ähnlich wie Paulus selbst, von seiner Familie her in einer Überlieferung, die ihn anscheinend ohne Bruch vom jüdischen zum christlichen Glauben geführt hat. Die Spannung zwischen Judentum und Christentum spielt demnach zur Zeit dieses Briefes keine grosse Rolle mehr. Wichtig ist nur, dass Timotheus „den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (V. 7) bewahrt, den er durch die Handauflegung des Apostels empfangen hat. Im unerschrockenen Bekenntnis des Glaubens und in der Bereitschaft zum Leiden wird sich dieser Geist bewähren. (Schott)

Antwortspalm

Psalm 96, 1–2.3 u. 7.8 u. 10


R: Kündet den Völkern die Herrlichkeit des Herrn!


Singet dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!
Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker,
bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!

Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens,
spendet Opfergaben, und tretet ein in sein Heiligtum!
Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König.
Den Erdkreis hat er gegründet, so dass er nicht wankt.
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Herr hat mich gesandt, den Armen die Frohe Botschaft zu bringen und den Gefangenen die Freiheit zu verkünden. Halleluja.

Evangelium

Lk 10, 1–9

Die Ernte ist gross, aber es gibt nur wenig Arbeiter

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.

Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist gross, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüsst niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

In Kapitel 9,1–6 hat Lukas von der Aussendung der Zwölf berichtet. Inzwischen hat Jesus seine Tätigkeit in Galiläa abgeschlossen und ist auf dem Weg nach Jerusalem. Die Zeit drängt, und die Ernte ist gross (10,2). „Ernte“ ist in der Sprache der Bibel ein Bild für das endzeitliche Gericht Gottes über die Völker. Dass sich die Mission auf alle Völker ausdehnt, darauf weist die Zahl 70 hin; ihr liegt wohl die Vorstellung zugrunde, dass es in der Welt 70 nichtjüdische Völker gibt (vgl. Gen 10). Jesus, der den Weg des Gottesknechtes geht, weiss sich zu allen Völkern gesandt (vgl. Jes 42,6; 49,6). Die Aussendungsrede (Lk 10,2–11) gibt Anweisungen über die Ausrüstung der Missionare und über ihr Verhalten in den Häusern und Ortschaften. Eine doppelte Tätigkeit wird den Jüngern aufgetragen: die Tat und das Wort (Wunder und Verkündigung). Beide sind Fortsetzung der Tätigkeit Jesu selbst, Zeichen, die nicht übersehen werden können. Daher am Schluss das Drohwort gegen die ungläubigen Städte. (Schott)

Fürbitten

Christus, du hast dich Gott als Opfer dargebracht. Wir bitten dich:

  • Schenke den Geist der Kraft allen, die unter der Arbeit in Seelsorge und Katechese müde wurden.
  • Stärke Männer und Frauen, die seelisch belasteten oder kranken Personen beistehen.
  • Hilf den Christen, andere Konfessionen besser zu verstehen und von ihnen zu lernen.
  • Reinige unser Gewissen, damit wir die Wahrheit in Liebe tun.

Christus, du hast ein für allemal eine ewige Erlösung bewirkt. Wir danken dir und preisen dich, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, du hast uns alle mit dem einen Brot des Himmels gestärkt. Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe, damit wir ein Herz und eine Seele werden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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