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Gotteswort

28. Januar 2019


Montag der 3. Woche im Jahreskreis

In beiden Lesungen dieses Tages wird vom Bösen und von Sünden gesprochen. Doch nach dem Evangelium ist Jesus stärker als die Kräfte des Bösen. Er handelt nicht widersprüchlich. Nach der ersten Lesung hat er durch sein Lebensopfer Macht über die Sünde. Diese führt zum Bruch mit Gott, während Jesus Mittler des neuen Bundes ist.

Hl. Thomas von Aquin (G)

Ordenspriester, Kirchenlehrer

Thomas von Aquin stammte aus einer gräflichen Familie. Er studierte zuerst in Montecassino und Neapel. Gegen den Widerstand der Familie, die ihn zwei Jahre einkerkern liess und Versuchungen aussetzte, wurde er Dominikaner. Er kam zum Studium nach Paris oder/und Köln (bei Albert d. Gr.). Thomas arbeitete und lehrte fortan in Paris und Italien. Im Gefolge von Albert legte er die Glaubenslehre als hervorragender Kenner der Schrift und der Väter (Augustinus!) mit dem Instrumentarium der (von spanischen Arabern vermittelten) aristotelischen Philosophie dar. Deswegen kam es zu Verurteilungen seiner Lehre durch die Pariser Hochschule. Sein Schrifttum umfasst u. a. exegetische Traktate, eine ausführliche Auseinandersetzung mit der arabischen Lehre, ein Kompendium der Theologie (Summa theologica), liturgische Texte. Vor seinem Tod erklärte er sein Werk, im Vergleich zur Wirklichkeit, als „Stroh“. + 1274.

Kyrie

Christus, unser Hohepriester beim Vater. Herr, erbarme dich.
Du befreist von Zwängen und Süchten. Christus, erbarme dich.
Du schenkst die Kraft des Heiligen Geistes. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du Quell der Weisheit, du hast dem heiligen Thomas von Aquin ein leidenschaftliches Verlangen geschenkt, nach Heiligkeit zu streben und deine Wahrheit zu erfassen. Hilf uns verstehen, was er gelehrt, und nachahmen, was er uns vorgelebt hat. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Hebr 9,15.24–28

Das einmalige Opfer Christi

Christus ist der Mittler eines neuen Bundes; sein Tod hat die Erlösung von den im ersten Bund begangenen Übertretungen bewirkt, damit die Berufenen das verheissene ewige Erbe erhalten.

Denn Christus ist nicht in ein von Menschenhand errichtetes Heiligtum hineingegangen, in ein Abbild des wirklichen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor Gottes Angesicht zu erscheinen; auch nicht, um sich selbst viele Male zu opfern, (denn er ist nicht) wie der Hohepriester, der jedes Jahr mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht; sonst hätte er viele Male seit der Erschaffung der Welt leiden müssen. Jetzt aber ist er am Ende der Zeiten ein einziges Mal erschienen, um durch sein Opfer die Sünde zu tilgen.

Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt, so wurde auch Christus ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen; beim zweiten Mal wird er nicht wegen der Sünde erscheinen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten.

Der wahre Hohepriester

Der Verfasser zeichnet Jesus, den Mittler des neuen Bundes, in einem Gegenbild zum Hohenpriester des alten Bundes. Der Brief geht dabei vom Rituale des grossen Versöhnungstages (jom kippur) aus. Der Verfasser sieht eine Entsprechung zwischen dem blutigen Lebensopfer Jesu am Kreuz und den blutigen Sühneriten, die der jüdische Hohepriester jedes Jahr vollzog. Nur überbietet das einmalige Lebensopfer Christi die alten Vorbilder. Die Christen stehen „auf sicherem Boden“ (Laub), wenn sie ihren Retter mit Ausdauer erwarten, denn durch Christus werden ihre Sünden getilgt. Nach dem Tod erwartet die Christen nicht das Gericht über die Sünden, sondern der Retter, der die Sünden hinweg nimmt. Er ist in das wahre Heiligtum eingetreten.

Antwortspalm

Psalm 98, 1–6


R: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er hat wunderbare Taten vollbracht.


Singt dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht.
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.

Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt
vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Huld
und an seine Treue zum Hause Israel.

Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!

Spielt dem Herrn auf der Harfe,
auf der Harfe zu lautem Gesang!
Zum Schall der Trompeten und Hörner
jauchzt vor dem Herrn, dem König!

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Unser Retter Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des Lebens gebracht durch das Evangelium. Halleluja.

Evangelium

Mk 3,22–30

Die Verteidigungsrede Jesu

Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.

Da rief Jesus sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.

Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.

Die Mächte des Bösen und die Kraft des Guten

Die Schriftgelehrten bestreiten nicht, dass Jesus Wunder gewirkt hat. Doch die Schlussfolgerung der Schriftgelehrten lautet: Wenn Jesus Wunder an einem Sabbat (!) tat, konnte nicht Gott am Werk sein, sondern müssen Dämonen im Spiel gewesen sein. Jesus widerlegt die Gegner. Er verkündet energisch, dass er nichts zu tun hat mit den Mächten des Bösen, sondern dass er von solchen Geistern befreit und zwar in der Kraft des guten, des Heiligen Geistes. – Heute darf man nicht in Abrede stellen, dass es Kräfte des Bösen gibt. Neben zerstörerischen Naturkräften treiben Verfremdungen personaler Kräfte ihr Unwesen: bösartige Ausgeburten von Personen; „abgespaltene Seelenteile“; der Ungeist; diverse, oft zwanghafte „–ismen“. Jesus setzt auf Einheit und Solidarität zwischen Gott und den Menschen. Er befreit von selbstzerstörerischen und Zwietracht schürenden Kräften.

Fürbitten

Christus, unser Hohepriester beim Vater:

  • Stärke die Getauften, damit sie gut und böse gewissenhaft unterscheiden.
  • Hilf den Verantwortlichen, den Kräften des Bösen in unserem Land zu wehren.
  • Wecke in den Familien die Versöhnungsbereitschaft.
  • Mache uns dankbar für deine Erlösungstat am Kreuz.

Barmherziger Gott vergib uns unsere Schuld, damit wir dir und den Nächsten mit gutem Gewissen dienen können. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in deinem Mahl schenkst du uns göttliches Leben. Gib, dass wir dieses Sakrament immer neu als dein grosses Geschenk empfangen und aus seiner Kraft leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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