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Gotteswort

29. Januar 2019


Dienstag der 3. Woche im Jahreskreis

„Wer den Willen Gottes erfüllt…“ (Evangelium). Diese Haltung ist für Jesus entscheidend. Der Hebräerbrief unterstreicht, dass der Sohn seine Sendung im Gehorsam gegen den Willen des Vaters übernahm. Christen sind manchmal versucht, eigene Pläne als Willen Gottes auszugeben.

Kyrie

Christus, du bist gekommen, den Willen deines Vaters zu erfüllen. Herr, erbarme dich.
Durch die Opfergabe deines Leibes hast du uns geheiligt. Christus, erbarme dich.
Du nennst uns deine Brüder und Schwestern. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Heiliger Gott. Du hast deine Gemeinde zur Heiligkeit berufen. Du befähigst uns schon in dieser Welt zu einem neuen Leben. Vergib uns, wenn wir dennoch immer wieder versagen. Sende uns deinen Geist und lass uns erfahren, dass du die Herzen der Menschen verwandelst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Hebr 10,1–10

Die endgültige Versöhnung mit Gott

Das Gesetz enthält nur einen Schatten der künftigen Güter, nicht die Gestalt der Dinge selbst; darum kann es durch die immer gleichen, alljährlich dargebrachten Opfer die, die vor Gott treten, niemals für immer zur Vollendung führen. Hätte man nicht aufgehört zu opfern, wenn die Opfernden ein für allemal gereinigt und sich keiner Sünde mehr bewusst gewesen wären? Aber durch diese Opfer wird alljährlich nur an die Sünden erinnert, denn das Blut von Stieren und Böcken kann unmöglich Sünden wegnehmen. Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt: Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert, doch einen Leib hast du mir geschaffen; an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen. Da sagte ich: Ja, ich komme – so steht es über mich in der Schriftrolle –, um deinen Willen, Gott, zu tun. Zunächst sagt er: Schlacht- und Speiseopfer, Brand- und Sündopfer forderst du nicht, du hast daran kein Gefallen, obgleich sie doch nach dem Gesetz dargebracht werden; dann aber hat er gesagt: Ja, ich komme, um deinen Willen zu tun. So hebt Christus das Erste auf, um das Zweite in Kraft zu setzen. Aufgrund dieses Willens sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für alle Mal geheiligt.

Ein anderer Opferdienst

Der Opferkult im Tempel von Jerusalem hat sich nach dem Exil geändert. Er war materiell nicht mehr aufwändig, aber von Dank, Hingabe und Bitte geprägt. Nach Psalm 40 ist es besser so. Denn Gott erwartet nicht Brand- und Speiseopfer, wohl aber die Bereitschaft seinen Willen zu erfüllen. Jesus ist das Vorbild. Er ist der Sendung, die ihm der Vater übertragenen hatte, bis in den Tod treu geblieben. In diesem Licht erklärt der Hebräerbrief mit Worten von Psalm 40 die Opferhingabe Jesu am Kreuz, die zur höchsten Gemeinschaft mit Gott führte.

Antwortspalm

Psalm 40,2.4ab.7–10


R: Mein Gott, ich komme; deinen Willen zu tun macht mir Freude.


Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn.
Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.
Er legte mir ein neues Lied in den Mund,
einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott.

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen,
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.
Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
darum sage ich: Ja, ich komme.
In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,
deine Weisung trag ich im Herzen.
Gerechtigkeit verkünde ich in grosser Gemeinde,
meine Lippen verschliesse ich nicht; Herr, du weisst es.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde; du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen offenbart. Halleluja.

Evangelium

Mk 3,31–35

Von den wahren Verwandten Jesu

In jener Zeit kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und liessen ihn herausrufen. Es sassen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draussen und fragen nach dir. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsassen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Die wahre Familie Jesu

Jesus ist nicht harmlos. Nach dem Disput mit den Schriftgelehrten muss er Stellung gegenüber seinen Angehörigen beziehen. Familienbande sind wertvoll, aber dürfen für das Verhältnis zu Gott nicht letztbestimmend sein. Ein wahres, persönliches Verhältnis zu Gott setzt voraus, dass jede Person sich in Freiheit öffnet für Gottes Wort und bereit ist, dem erkannten Willen Gottes zu folgen. Zwischen den Glaubenden entsteht eine neue Gemeinschaft.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast gebetet, „dass alle eins sind“:

  • Vertiefe die Gemeinschaft unter den Getauften, für die du dein Leben hingegeben hast.
  • Segne alle, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen.
  • Stärke in unserem Volk den Willen zu einer familiengerechten Ordnung.
  • Sende uns deinen Heiligen Geist, damit wir wahrhaft deine Geschwister werden.

Barmherziger Gott, du allein bist gut. Hilf uns so zu werden und zu sein, dass wir an deiner Güte in Wort und Tat teilnehmen. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in deinem Mahl schenkst du uns göttliches Leben. Gib, dass wir dieses Sakrament immer neu als dein grosses Geschenk empfangen und aus seiner Kraft leben. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

 
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