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Sonntagsgedanke – 18. März 2018

Diese Woche, am Mittwoch, feiern wir das Fest des heiligen Benedikt. In seinem Leitbild für Mönche schreibt er vor 1500 Jahren vieles, das uns auch heute aufhorchen lässt. Zum Beispiel: Wer seine Arbeit nicht aus Liebe für die andern tut, dem soll sie weggenommen werden. Das hört sich auf den ersten Moment sehr hart an. Aber ist das in Wirklichkeit nicht eine sehr wichtige Einsicht? Wer von uns möchte schon zu einem Zahnarzt gehen, der seine Arbeit nur macht für das Geld, das er verdient? Da wählen wir besser einen andern, einen, der seine Arbeit aus Liebe zum Menschen macht und dabei auch den gerechten Lohn erhält. Das gilt für jeden Beruf. Das gilt auch für diejenigen, die einem Gottesdienst vorstehen. Die Art und Weise, wie bereits das Kreuzzeichen gemacht wird, kann als Startschuss wahrgenommen werden oder als Einladung, sich als Gemeinschaft bewusst in Gottes liebende Gegenwart zu stellen. Unsere Worte und Gesten in der Liturgie können zu Masken werden. Um das selbst zu entlarven, muss man heilig sein oder Freunde haben, die diesen Dienst wahrnehmen. Die heilige Mutter Teresa von Kalkutta hat einmal gesagt: "Jeden Tag bekenne ich in der Messe vor Gott und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe. Aber wehe, wenn jemand mich auf etwas anspricht, was in meinem Leben nicht gut ist." Ein Mitbruder beklagte sich bei mir, dass sich die Mönche beim ‚Ehre sei dem Vater‘ nicht genügend tief verneigen. Ich fragte ihn, wie er das wissen könne. Da ging er – ertappt – schmunzelnd davon. Möge der heilige Benedikt uns Vorbild sein, Gott im Alltag treu zu sein und unsere Arbeit aus Liebe zu tun. Das tut uns gut und den andern.

P. Martin

 
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