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Sonntagsgedanke – 22. Juli 2018

"chillen mit Jesus"

So würde ein Teenie das heutige Evangelium wohl betiteln. Und tatsächlich: Für einmal haben wir nicht einen Jesus vor Augen, der betet oder predigt oder heilt, sondern einen, der ob des Stresses, dem seine Jünger ausgesetzt sind ("sie hatten nicht einmal Zeit zum Essen" schreibt der Evangelist - höchste Alarmstufe!), sich mit ihnen an einen Ort mit eremitischer Topographie zurückzieht (im Urtext heisst es nämlich "eremon topon"). Da sind sie also ganz allein und können sich ausruhen ("anapausaste", heisst es da – man spürt hörbar die Pause heraus). Zwar nicht für lange, leider, aber immerhin liegt ein wenig chillen mit Jesus drin. Stellen Sie sich das eine Minute lang konkret vor (das geht auch, wenn man noch nie im Hl. Land war wie ich). –

"Einsiedeln" hiess früher "Eremum", hat also das Eremitische sogar in seinem Namen drin. Dorthin zog sich der Hl. Meinrad zurück. Denn als Gottsucher wusste er, dass Jesus besonders an solchen eremitischen Orten zu finden ist. Es genügt dann, an einem solchen Ort ohne grosse Worte einfach ein wenig still bei ihm zu verweilen und in seiner Gegenwart auszuruhen.

Denken Sie daran, wenn Sie nächstes Mal nach Eremum, also nach Einsiedeln fahren. Dort ist besonders die Unterkirche des Klosters für mich so ein "eremon topon".

P. Christoph Müller

 
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