Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
GOTTsuchen
zweiter Advent
Erste Advent
Christkönig
Tag der Armen

>> Home

[ print ]

 

Sonntagsgedanke zum 29. Sonntag im Jahreskreis, 21. Oktober 2018

"In jener Zeit traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete: Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen" (Mk 10,35-37).
Auch wenn inzwischen fast 2000 Jahre zwischen uns und der im heutigen Evangelium gestellten Frage stehen: Es scheint, dass die beiden Söhne des Zebedäus eine Frage stellen, die uns nicht ganz unbekannt sein dürfte. Freilich geht es uns heutzutage nicht mehr um die Sitzordnung im Reich Gottes, sondern um Fragen wie: "Was bekomme ich dafür?", "Welchen Mehrwert hat das für mich?" oder: "Warum lohnt sich der Aufwand?"
Heutzutage dominiert das Denken nach Aufwand und Ertrag – nicht nur in der Wirtschaft. Zwar gibt es auch heutzutage viele Menschen, die sich in Familie, in Vereinen und Organisationen ehrenamtlich engagieren. Dennoch scheint unsere Gesellschaft insgesamt immer mehr dahin zu tendieren, alles gemäss dem persönlichen Nutzen und der Gewinnmaximierung durchzurechnen.
Wie sieht das in der Nachfolge Jesu aus? Es ist wohltuend, dass Jesus die Frage der Jünger nach "Gewinnbeteiligung" gelten lässt. Nach einer – durchaus verständlichen – Intervention der übrigen Jünger verweist Jesus sie auf einen Massstab, der sich auf keine Weise mit jenem "dieser Welt" harmonisieren lässt: "Wer bei euch gross sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein" (Mk 10, 43b-44).
Die Nachfolge in den Fussspuren Jesu fordert uns heraus. Wir stehen nicht auf der Seite der Herrscher und Mächtigen, sondern Jesus stellt uns auf die Seite der Armen und Unterdrückten. Und er lädt uns ein, es ihm gleich zu tun, wenn er sich zum Diener aller macht. Die "Gewinnbeteiligung", die Jesus uns dann verheisst, ist das ewige Leben – nicht mehr und nicht weniger.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren