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Gedanken zum zweiten Advent

Im Evangelium des 2. Adventssonntages wird das Auftreten des Täufers Johannes geschildert. Johannes der Täufer: eine Gestalt, die (ähnlich wie Bruder Klaus) so ziemlich allem entgegensteht, was unserer Zeit wichtig ist. Diese möchte möglichst alles haben, und zwar sofort. Johannes dagegen verzichtet schon in der Kleidung auf allen Komfort und auf alles, was Eindruck machen könnte. Seine Nahrung ist mehr als frugal. (Immerhin, Insekten werden heute wieder als Nahrungsquelle entdeckt.) Er lebt in der Wüste, fernab von jedem Unterhaltungsbetrieb.

Auf dem Klosterplatz wird der Weihnachtsmarkt abgehalten, ein Anlass, ganz dem Konsum geweiht. Überall stehen Christbäume, alles ist voller Lichter. Dann gehen die Besucher vielleicht auch noch in die Kirche – und sind enttäuscht. Wo ist denn da die Weihnachtsdekoration? Die gibt es nicht, nur einen grossen Adventskranz, an dem jetzt zwei Kerzen brennen. Denn es ist jetzt Advent, nicht Weihnachten.

Vom Täufer Johannes und von den kirchlichen Adventsbräuchen kann man einiges lernen. Dass Verzicht letztlich erfüllender sein kann als die Befriedigung aller Gelüste. Dass Warten Können mehr Erfüllung schenken kann als alles sofort zu geniessen. Dass Dunkel und Stille ein Geheimnis bergen, das sich nur erschliesst, wenn man sich auf sie einlässt. Dass Vorfreude auch wahre Freude ist, oft sogar grössere. (Man spricht nicht umsonst von der "Melancholie der Erfüllung".) Dass es sich umgekehrt lohnt, Dinge und Zeiten auszukosten und nicht gleich zum nächsten Punkt weiterzugehen.

"Bereitet dem Herrn den Weg", das ist die Botschaft des Johannes. Das ist das Zentrale, nicht die Stimmung, schon gar nicht der Konsum. Um den Herrn geht es. Wenn wir ihn nicht suchen, werden wir das Wesentliche des Advents und von Weihnachten verpassen.

PS. Viele Besucher des Weihnachtmarktes nehmen an der Vesper und am Salve Regina teil. Auch der Weihnachtsmarkt hat seine guten Seiten.

 
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