Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
GOTTsuchen
Sonntag 21. Juli
Sonntag 14. Juli
Sonntag 7. Juli
Petrus und Paulus
Sonntag 16. Juni 2019
Pfingsten
nach Himmelfahrt
Sonntag 26. Mai
5. Ostersonntag
Gut-Hirt-Sonntag
Sonntag 5. Mai
Barmherzigkeitssonntag
Karwoche
5. Fastensonntag
Laetare
3. Fastensonntag
2. Fastensonntag
1. Fastensonntag
Sonntag 3. März
Sonntag 24. Feb.
Sonntag 17. Feb.
Patron der Einheit
Sonntag 3. Feb.
Sonntagsgedanke
Meinradsfest
Taufe des Herrn
Drei Könige
Weihnachtszeit
Vierte Advent
Dritte Advent
Zweiter Advent
Erste Advent
Christkönig
Tag der Armen

>> Home

[ print ]

 

Gedanke zu Pfingsten

Den Heiligen Geist pachten

"Hat der denn eigentlich den Heiligen Geist gepachtet?" mit diesen Worten hat letzthin ein aufgeregter Zeitgenosse seinem Ärger über einen andern freien Lauf gelassen.

Diese Redewendung kann nachdenklich machen. "Haben" wir den Heiligen Geist? Haben wir ihn gepachtet? Schalten wir ihn vielleicht sogar unbesehen gleich mit einer Erfahrung, die aus unserer Psyche aufsteigt? Oder ist unsere Überzeugung, dass wir richtig denken und handeln, ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Heilige Geist in uns wirkt?

Ein Blick in die Heilsgeschichte lässt uns besser verstehen, wer der Heilige Geist ist: die Kraft Gottes, die in die Welt eingreift, die gestaltet, antreibt, ruft und bezeugt. Dabei wird klar, dass nicht wir den heiligen Geist haben (im Sinn von besitzen) sondern, ganz im Gegenteil, dass er uns hat, manchmal ganz unerwartet und gegen unsere Pläne.

Einige Stellen zur persönlichen Vertiefung: Gen 1,1: Der Geist Gottes schwebt vor der Schöpfung über der Flut. Jer 1,7: Die Berufung des Propheten Jeremia durch das Wort Gottes, das aber in seiner Bedeutung hier durchaus im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist gesehen werden kann. Der Prophet schreckt zunächst vor seiner Aufgabe zurück ("Herr, ich kann nicht reden, ich bin zu jung"). Lk 1, 29-38: Die Ankündigung an Maria, dass sie Gottes Sohn gebären soll, auf die sie zuerst mit Erschrecken reagiert. Mk 1, 9-13: Bei der Taufe Jesu öffnet sich der Himmel, und eine Taube schwebt auf Jesus herab, während eine Stimme sagt: Du bist mein geliebter Sohn. Daraufhin treibt ihn der Geist sogleich in die Wüste, um ihn vierzig Tage lang der Versuchung auszuliefern. Apg 2, 1-13: Der Heilige Geist kommt wie Feuerzungen auf die Apostel herab.

Da heute Pfingsten ist, halten wir hier inne!

Was ist die Wirkung des Pfingstgeistes? Dass jeder den andern versteht, auch wenn er in einer fremden Sprache redet. Nicht etwa deshalb also, weil alle plötzlich in der gleichen Sprache sprechen würden! Nein, keine Uniformierung! Jeder bleibt in seiner biographisch gewachsenen Gestalt erhalten, kann sich nun aber mitteilen, und die andern können ihn verstehen. Während der Geist des Stolzes zum Turmbau von Babel antrieb und in Verwirrung und Misserfolg enden liess, weil sich die Menschen nicht mehr verstehen konnten (Gen 11, 1-9), ist der Pfingstgeist derjenige, welcher die Zungen löst und die Ohren öffnet, indem er die Herzen der Menschen berührt und erneuert.

Dieser Geist ist auch der Geist, der in der Kirche wirkt: Apg 15,28 (Apostelkonzil / "Der Heilige Geist und wir haben beschlossen"). Am Pfingstfest möchte der Heilige Geist der Kirche vielleicht sagen: "Verbohrt euch nicht! Zersplittert euch nicht! Zwingt aber auch nicht alle auf die gleiche Linie! Sucht die Einheit in der Vielfalt, lasst euch durch die Vielfalt in der Einheit bereichern. Und denkt daran: der dreifaltige Gott ist selbst Vielfalt in der Einheit, und wie … Bildet diesen Gott in eurem Zusammenleben ab!"

P. Theo Flury
 

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren